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Ratgeber zum kauf einer Feederrute

FeederruteDas Feederfischen ist eine Angelmethode, die sich besonders bei Anfängern großer Beliebtheit erfreut. Wir haben uns in diesem Ratgeber einmal ausgiebig mit dem Thema beschäftigt, um dir alle wichtigen Informationen zur Verfügung zu stellen, die du beim Kauf einer Feederrute benötigst. Dabei gehen wir umfassend auf die Bestandteile der Rute, Qualitätsmerkmale, Zubehörteile und Hinweise zum Angeln ein. Darüber hinaus bieten wir dir einen Überblick über wichtige Hersteller und Ruten mit guten Testergebnissen. Auch für fortgeschrittene Feeder gibt es hier noch das eine oder andere zu entdecken.

Vorteile des Feederfischens
  • sehr sensible Bissanzeige
  • größere Lockwirkung, weil Futter direkt in der Nähe des Köders platziert wird
  • gute Ausbeute
  • günstige Ausrüstung
  • keine zusätzlichen Posen oder Bissanzeiger notwendig

Die beliebtesten Feederruten 2017

Die Grundlagen des Feederfischens

Feederfischen RuteDie Bezeichnung Feeder stammt aus dem Englischen. Mit Füttern ist dabei gemeint, dass man mit einem Futterkorb angelt. Üblicherweise nutzt man diese einsteigerfreundliche Methode zum Fangen von Friedfischen. Dabei befindet sich an der Futterschnur ein Futterkörbchen, das Fische sehr gut anlockt. Der Vorteil besteht darin, dass das Futter und der Haken ohne Probleme an den eigentlichen Angelplatz befördert werden können.

Anders als beim Posenangeln wird der Köder nicht durch die Strömung abgetrieben. Dies verleitet den Fisch dazu, die Beute unbekümmerter aufzunehmen.

Besonderheiten von Feederruten

Bei Feederruten handelt es sich um Ruten, die speziell auf das Feederfischen zugeschnitten sind. Sie zeichnen sich durch ein sehr kräftiges Rutenblank und sehr dünne austauschbare Spitzen aus Kunststoff aus. Um die Stabilität der Spitzen zu gewährleisten, sind sie üblicherweise mit Glas oder Kohlenstoff verstärkt.

Die gesamte Länge der Rute liegt üblicherweise bei 3,50 – 4,20 Meter. Die Meinungen darüber, wie lang die Rute sein sollte, variieren in der Anglergemeinde. Allgemein gilt aber, dass Ruten ab 4 Metern für höhere Fließgeschwindigkeiten, schwerere Futterkörbe und weitere Angeldistanzen geeignet sind.

Der kräftige Blank dient dazu, Futterkörbe von bis zu 250 Gramm auszuwerfen. Die dünne Spitze dient der besseren Bisserkennung. Beim Feederfischen legt man die Montage auf den Grund und strafft die Schnur. Sobald ein Fisch anbeißt, erkennt man dies an Bewegungen an der Spitze.

Bei der Auswahl der Spitze richtet man sich nach der Stärke des Windes und der Strömung. Eine zu leichte Spitze würde bereits durch die Strömung und den Wind bewegt werden. Bisserkennung wäre dann nicht möglich.

Eine weitere wichtige Größe ist die Aktion. Sie gibt an, wie sich die Rute beim Einholen biegt. Man unterscheidet “Spitzen-Aktion, Semiparabolische Aktion und Parabolische Aktion“.

Anforderungen an eine hochwertige Feederrute

Feederrute SchnurrDie Nutzung von Qualitätsruten versteht sich bei dieser Angelmethode von selbst. Wenn das Rückgrat der Rute zu schwach ist, wird es beim häufigen Werfen der schweren Futterkörbe schnell beschädigt. Gleichsam muss die Spitze so sensibel sein, dass sie selbst kleine Zupfer der Fische zuverlässig anzeigt.

Die Länge der Rute

Ein wichtiges Kriterium ist die Länge der Rute. Die meisten von ihnen sind zwischen 3,50 und 4,20 Meter lang. Ruten ab 4 Metern sind für das Angeln auf größere Entfernungen notwendig. In diesem Fall ist die Hebelwirkung höher und der Korb kann weiter geworfen werden. Ruten mit einer Länge von 3 – 3,50 m kommen überwiegend bei kurzen Distanzen von 10 bis 20 m zum Einsatz.

Ein oft bemängeltes Problem langer Ruten (Heavy Feeder) besteht in der fehlenden Flexibilität. Viele Angler monieren, dass sie zu schwer und zu steif sind. Bei neueren Modellen ist dieses Problem durch effizienten Karboneinsatz und eine gut ausgerichtete Rolle weitestgehend gelöst.

Die richtigen Spitzen

Da die Spitze der Teil der Rute ist, der für die Bissanzeige zuständig ist, sollte man wenigstens 3 Wechselspitzen parat haben. So kann man schnell auf veränderte Wetter- und Strömungsverhältnisse reagieren. Die steiferen Spitzen bestehen meistens aus Karbon, weichere Ausführungen sind aus Vollglas gefertigt. Um den Biss leichter zu erkennen, sind alle Spitzen mit einer farblichen Markierung versehen. An der Spitzenfärbung ist außerdem die Härte der jeweiligen Rute zu erkennen.

Meistens ist die Sensibilität der Spitzen in Unzen angegeben. Man unterscheidet:

  • Spitzen bis 1,5 Unzen – Stillwasser, sehr leichte Strömungen
  • 1,5 bis 2,5 Unzen – Stillwasser, leichte Strömung
  • Ab 3 Unzen – Fließwasser

Die Beringung

Die Beringung spielt beim Feederfischen eine besonders wichtige Rolle. Da sie sehr stark beansprucht wird, sind hier ausschließlich hochwertige Materialien wie Diamant, Titan oder SIC zu verwenden. Selbst geflochtene Schnüren haben ihnen bei Dauerbelastung nichts an.

Eine Bauweise, die von vielen Anglern bevorzugt wird, sind Doppelstegringe. Sie eignen sich gut für höhere Ködergewichte. Darüber hinaus ist unter Anglern unumstritten, dass der Abstand der Ringe eine große Rolle spielt. Je größer der Abstand ist, umso weniger Widerstand blockiert die Schnur beim Auswerfen.

Die Rollen

Beim Feederfischen verwendet man eher größere Rollen. Für Körbchen mit einem Gewicht von bis zu 80 Gramm reichen Rollen mittlerer Größer (30er, 40er). Angelst du mit schwereren Gewichten, sind größere Rollen erforderlich. Um diesen Zusammenhang zu verstehen, musst du dir nur einmal vor Augen halten, welche Belastung auf den Rollen lastet, wenn du 150-Gramm-Körbchen auf größere Entfernung auswirfst.

Insgesamt solltest du beim Feederfischen auf eine möglichst robuste Rolle achten. Zu schwer sollte sie allerdings auch nicht sein, da so die Handhabung und die Wurfeigenschaften negativ beeinflusst werden.

Bei den Rollen gibt es zahlreiche Extras, mit denen sich die Anwendung vereinfachen lässt. Hierzu zählen die Anti-Drall-Funktion und eine einstellbare Bremse. Bei den Kugellagern sind die Meinungen geteilt. In der Regel steht eine hohe Anzahl von Kugellagern für Laufruhe.

Diese ist allerdings immer von der Materialqualität abhängig. So kann eine hochwertige Ausführung mit nur vier Kugellagern wesentlich laufruhiger sein als ein günstiges Modell mit acht Kugellagern.

Welche Schnur ist beim Feederfischen zu verwenden?

1. Schnur

Verwendest du einen leichten Futterkorb, nutzt du monofile Schnüre. Ihre Stärke richtet sich nach der Fischart, die du angelst, und der Größe der Rute. Üblicherweise liegt sie bei 0,15 bis 0,22 mm. Bei dieser Stärke sind einige Dinge beim Anhieb zu beachten. Anders als beim Posenangeln schlägt man nicht hart an. Hier zieht man konstant und gleichmäßig durch, bis Kontakt zum Fisch besteht.

2. Schnur

Feederfischen SchnurAngelst du mit schweren Futterkörben auf große Distanzen, nutzt du geflochtene Schnur. Sie weist so gut wie keine Dehnung auf, weshalb der Biss sich unmittelbar auf die Spitze überträgt. Selbst kleinste Bewegungen lassen sich gut erkennen. Der große Vorteil der geflochtenen Schnüre liegt in ihrer großen Tragkraft. Das ist besonders unter dem Gesichtspunkt wichtig, dass sich die Schnur während des Angelns zum Großteil unter Wasser befindet. Dort ist sie dem Saugdruck der Strömung in vollem Umfang ausgesetzt. Bei monofiler Schnur würde die Spitze allein durch diesen Druck schon stark gebogen, wodurch ein Biss praktisch nicht zu erkennen wäre. Dank der hohen Tragkraft der geflochtenen Schnur, kannst du aber bereits Stärken ab 0,08 mm verwenden. Dadurch wird der Saugdruck minimiert. Darüber hinaus ist der Anhieb sehr viel geringer als bei monofiler Schnur. Meistens genügt schon ein leichtes Anheben.

3. Schnur

Darüber hinaus gibt es noch eine dritte Schnurart. Dabei handelt es sich um eine geflochtene Schnur, die mit einer monofilen Schnur überzogen ist. Diese Art hat den Nachteil, dass sie etwas teurer ist. Auch weisen sie je nach Hersteller die ein oder andere Schwachstelle auf.

Unterschiedliche Arten von Federruten

Man unterscheidet eine ganze Reihe verschiedener Feederruten mit unterschiedlichem Funktionsschwerpunkt. Solltest du gerade erst angefangen haben, dich mit dem Feederfischen zu beschäftigen, findest du an dieser Stelle einen übersichtlichen Einstieg. Aber auch wenn du bereits aktiver Feeder bist, findest du vielleicht einige neue Anreize für künftige Angelausflüge.

Light-Federruten

Light-Feederruten zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur ein geringes Gewicht aufweisen und vergleichsweise kurz sind. Die auch als Searcher und Bomb Rod bezeichneten Ruten haben eine Länge von 3 bis 3,60m. Üblicherweise angelt man mit ihnen auf kurze Distanz. Willst du eine Feederrute dieser Kategorie zum Angeln verwenden, nutzt du Futterkörbe mit einem Maximalgewicht von 40 Gramm. Die maximale Entfernung zum Angelpunkt beträgt 30 bis 40 Meter. Eine leichtere und kürzere Variante der Feederrute ist die Pickerrute.

Pickerruten

Diese auch als Winkelpicker bezeichnete Rute ist maximal 2 – 3 m lang. Trotz ihrer Kürze sind ihre Spitze und die Bissanzeige ebenso sensibel wie die der Light-Federrute. Der Blank ist etwas schmaler. Pickerruten solltest du mit einem maximalen Korbgewicht von 30g verwenden. Idealerweise nutzt du sie auf kurze Entfernungen an Ufern, in stillen Teichen, Seen und ruhigen Fließgewässern.

Medium Federruten

Medium-Feederruten sind bis zu 3,90 m lang. Du kannst mit ihnen Korbgewichte von bis zu 60 Gramm werfen. Man verwendet sie auf größere Entfernungen in Fließgewässern.

Heavy-Federruten

Dies ist die schwerste Kategorie der Feederruten. Mit einer Länge von bis zu 4,50 m und einem starken Blank sind sie für Wurfgewichte von bis zu 100g und mehr geeignet. Auf stehenden und fließenden Gewässern erzielt man damit Wurfweiten von bis zu 100 m. Weiterhin gibt es auf dem Markt extraschwere Feederruten, die von Meeresanglern verwendet werden. Für sie stellen sie eine gute Alternative zu Brandungsruten dar, die zum Angeln von scheuen Fischarten verwendet werden.

Teleskopfeeder

Wie andere Rutenarten sind Feeder auch in Teleskopbauweise erhältlich. Dabei besteht die Rute aus mehreren Segmenten mit Längen von 50 bis 100 cm. Um die sehr langen Ruten einfach transportieren zu können, schiebst du die Segmente einfach ineinander. Damit reduziert sich die Größe der Rute auf etwa eine Segmentlänge. Ein Nachteil, der mit dieser Bauweise einhergeht, ist die geringere Belastbarkeit und Dynamik der Rute. Weiterhin ist die Anzahl der Schnurlaufringe begrenzt. Viele Angler bemängeln zudem die mangelnde Flexibilität.

Nützliche Information: Erfinder der Teleskoprute ist der amerikanische Fliegenfischexperte Charles Ritz.

Die Feedermontage

Bei der Montage stellen sich dem Anfänger viele Fragen. Wie sollte die beste Montage aussehen? Wie knüpft man sie richtig? Welche Materialien benötigt man? Da man dabei zu Beginn schnell einmal die Übersicht verlieren kann, schauen wir uns nun einmal an, wie es richtig geht.

Als Montage bezeichnet man beim Angeln den Übergang von der Hauptschnur zum Vorfach. Das Vorfach ist eine schmalere Schnur, an der sich der Haken befindet. Man befestigt sie per Mikrowirbel oder Schlaufe an der Hauptschnur. Der Sinn dieser Trennung besteht darin, dass man bei einem Riss oder einem Durchbiss nicht die gesamte Schnur, sondern nur das Vorfach ersetzen muss. Darüber hinaus ist die Schnur des Vorfachs aufgrund ihrer geringen Dicke wesentlich unauffälliger für den Fisch.

Der Futterkorb befindet sich an der Hauptschnur. Mit dieser ist er über ein Lederband verbunden. Damit die Schlaufe nicht auf das Vorfach rutscht, befindet sich am Ende der Hauptschnur eine Perle und ein Stopperknoten.

Neben dieser Standardform gibt es noch eine Reihe weiterer Montageformen wie z.B. die Seitenarmmontage oder die Schlaufenmontage für drei Schlaufen. Solltest du gerade erst mit dem Feederfischen beginnen, ist die Anti-Tangle-Boom-Montage gut für dich geeignet Dadurch werden Verhedderungen verhindert.

Anbei noch eine anschauliche Erklärung zur Befestigung der Montage.

Weiterführende Informationen zu Montagen findest du unter www.fischlexikon.eu.

Das richtige Zubehör für die Feederrute

Im Folgenden siehst du einmal übersichtlich aufgelistet, welches Zubehör du zum erfolgreichen Feederfischen benötigst. Stellst du dir ein erstes Feeder-Set zusammen, kannst du dich gut daran orientieren.

Der Futterkorb – so lockst du die Fische an

Feeder Angeln - FutterkorbDer Korb gehört beim Feederfischen zur Grundausstattung. Grundlegend unterscheidet man vier verschiedene Arten:

  • Offene Futterkörbe
  • Drahtkörbe
  • Futterhalter/Spiralen
  • Geschlossene Futterkörbe

Offene Futterkörbe:

Hierbei handelt es sich um Kunststoffröhren mit Löchern, die mit einem Bleistreifen beschwert sind. Die Röhren werden mit Grundfutter und Lebendfutter befüllt. Man unterscheidet zwei Arten, Open End Feeder und Groundbait Feeder. Sie unterscheiden sich im Wesentlich dadurch, dass der Open End Feeder aus leichtem und der Groundbait Feeder aus schwerem Kunststoff beschwert. Das bedeutet, dass der Groundbait Feeder eher für dich geeignet ist, wenn du auf weitere Distanz angelst.

Drahtkörbe:

Bei diesen Körben handelt es sich um gebogenen Maschendraht, der mit Bleistreifen beschwert und zusammengehalten wird. Die Besonderheit besteht darin, dass das Futter schneller ausgespült wird. Man nutzt ihn deshalb eher mit größerem und schwererem Futter. Weiterhin gibt es noch schwere Drahtkörbe, die zum Angeln in starken Strömungen und bei weiten Entfernungen eingesetzt werden. Man unterscheidet Strömungskörbe und Weitwurfkörbe. Manche Angler bemängeln, dass sie mit dieser Futterkorbart bei der Variation des Futters eingeschränkt sind.

Futterhalter und Spiralen:

Bei dieser Art handelt es sich nicht im eigentlichen Sinne um Futterkörbe. Sie sind aber eng mit ihnen verwandt. Während bei der ersten Art eine Öse zum Einhängen in einen Karabiner vorhanden ist, gibt es bei der zweiten Art eine Röhre, durch die die Schnur durchläuft. Die Besonderheit besteht darin, dass das Futter um den Halter herum geknetet wird. Es löst sich hierbei schneller auf. Beachte, dass du diese Ausführungen nicht mit Lebendködern verwenden kannst. Das ist auch der Grund, weshalb manche Angler ihm nur eine eingeschränkte Effizienz zugestehen.

Geschlossene Futterkörbe:

Diese beidseitig verschlossenen Körbe sind nur mit einer Öffnung auf der Oberfläche ausgestattet. Nur auf der Oberseite befinden sich Löcher, durch die das Futter entweicht. Diese Art des Futterkorbs ist gut für dich geeignet, wenn du Barben und Döbel, mit Caster, Maden und Hanfkörnern ohne Grundfutter angelst. Man unterscheidet Kombi-Körbe, die auch mit einem offenen Korb ausgestattet sind, und Blockend Feeder, die wegen ihrer flachen Form besonders gut zum Angeln in der Strömung geeignet sind.

Das richtige Futter zum Feederfischen

Im Vergleich mit dem normalen Anfüttern ist das Anfüttern mit Körbchen verhältnismäßig einfach. Schließlich hast du einen Korb, mit dem du das Futter leicht an den Angelplatz befördern kannst. Einige Sachen solltest du dabei allerdings beachten.

Häufig wird der Fehler gemacht, dass sich nach dem Einholen noch Futter im Korb befindet. Das ist schlecht, da es sich beim Einholen auf eine große Strecke verteilt. Ebenso nachteilig ist zu trockenes Futter, da es sich beim Auswerfen ebenso stark verteilt. Das streut den Fischbestand und erschwert das zielgerichtete Angeln.

Wichtig!

Achte darauf, dass das Futter so locker ist, dass es sich am Grund leicht löst und eine Futterspur stromabwärts erzeugt.

Verzichte bei der Zusammenstellung des Futters nach Möglichkeit auf klebrige Inhaltsstoffe und Bindemittel. Füge nur gerade so viel Wasser hinzu, dass sich eine Kugel formen lässt, die auf der Wasseroberfläche nicht auseinanderfällt und sich auf dem Grund gut löst. Ist es nicht möglich, Ballen zu formen, ist das Futter zu trocken. Weiterhin solltest du immer auch Köder zugeben, sonst wird auch das beste Futter nicht den gewünschten Erfolg bringen. Hierbei kommen z.B. Maden, Mais, Hanf, Caster und Würmer zum Einsatz.

Die Pose – eine sinnvolle Ergänzung zur Feederrute

Es gibt vereinzelt Angler, die zum Feederangeln eine Pose (Schwimmer) verwenden. Dieser aus Kunststoff, Kork oder Holz gefertigte Schwimmkörper erfüllt mehrere Aufgaben. Zum Ersten fungiert er als Bissanzeiger. Zupft ein Fisch am Köder, bewegt sich der Schimmer und taucht ggf. unter. Beim Feederfischen ist dies allerdings nicht unbedingt notwendig, da die Bissanzeige hier über die Spitze der Rute erfolgt.

Dennoch kann der Einsatz einer Pose beim Feederfischen Sinn machen, wenn man damit den Köder auf eine bestimmte Wassertiefe einstellt (Wasseroberfläche, knapp über Grund, Mittelwasser). Hierzu befestigt man den Schwimmer einfach an der gewünschten Stelle der Schnur. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man immer gut erkennt, wo sich der Köder gerade befindet.

Im Fachhandel findest du eine vielfältige Auswahl verschiedener Posen, die sich in Form und Farbe unterscheiden. Hauptunterscheidungskriterium ist die Tragkraft.

Knicklichter – auch im Dunkeln die Fische erkennen

Knicklichter beim AngelnAngelt man im Dunkeln, ist der Biss eines Fisches nur bedingt an der Rutenspitze zu erkennen. In diesem Fall verwendet man ein Knicklicht. Dabei handelt es sich um eine Kunststoffhülle, in deren Innern sich ein mit Chemikalien gefülltes Glas befindet. Knickt man das Licht, zerbricht das Glas und die Flüssigkeiten vermischen sich. Das Licht beginnt zu leuchten.

Angelst du auf Grund, befestigst du das Knicklicht an der Rutenspitze. Hierzu nutzt du im einfachsten Fall durchsichtiges Klebeband. Angelst du mit Pose, kannst du das Knicklicht auch dort verwenden. Es gibt spezielle Knicklichtposen, in die die Lichter einfach eingeschoben werden.

Feeder Sets – alle wichtigen Zubehörteile in Einem

Du hast nun gesehen, dass man zum Feederfischen nicht nur eine Rute, sondern viele weitere Zubehörteile benötigt. Gerade als Einsteiger ist es aber mühsam, sich alle Teile einzeln zu kaufen. Zeit- und kostensparender ist es da, sich erst einmal ein komplettes Feeder-Set zu kaufen. In der Regel findest du darin:

  • eine Feederrute mit Beringung und Wechselspitzen
  • eine Rolle mit Kugellagern
  • Haken
  • Schnur
  • Futterkorb
  • Futteral
  • Tasche
Hochwertige Sets findest du z.B. von bekannten Herstellern wie Balzer und Browning. Dabei profitierst du von günstigeren Preisen und einem geringen Aufwand bei der Erstbeschaffung. Zudem sind Sets häufig auf vielfältige Bedürfnisse ausgerichtet, sodass sie für ein breites Spektrum verschiedener Angelplätze geeignet sind.

Die wichtigsten Hersteller

Auf der Suche nach einer Feederrute wirst du an einigen Herstellern mit Sicherheit nicht vorbeikommen. Im Folgenden wollen wir uns einige von ihnen mal etwas genauer anschauen. So hast du bei der Auswahl gleich eine erste Orientierung.

  • Greys
  • Shimano
  • Hardy
  • Browning
  • Balzer

Greys – die Spitzenklasse beim Angeln

Angeln GreysDie Firma Greys gehört zu den Urgesteinen, wenn es um Angelgeräte jeder Art geht. Das Hauptaugenmerk des Unternehmens liegt auf dem Raubtierfischen. Mit präzise abgestimmten Rutensystemen bieten die Profis die Möglichkeit, ganz gezielt mit den spezifischen Verhaltensweisen von Raubfischen umzugehen. Hier findest du Drop-Shot-Montagen, Spinnfischköder, Fliegenfischruten, Feederruten, Centrepin-Rollen, Posen, Futterale, Taschen und vieles mehr.

Wurde die Firma auch erst im Jahr 2007 gegründet, so ist sie doch bereits zu einer Institution im Anglerbereich geworden. Hierzu haben nicht zuletzt eine ausgiebige Forschungsarbeit und umfangreiche Tests neuer Produkte beigetragen

Beliebte Feederruten aus dem Sortiment von Greys:

  • Greys Prodigy Power Feeder
  • Greys Prodigy TX

Shimano – breites Sortiment, transparente Technik

Shimano AngelnDas 1921 gegründete japanische Unternehmen Shimano ist für seine hochwertigen Fahrräder und Snowboards bekannt. Seit 1970 stellt es auch Angelrollen, Ruten und Angelzubehör her. Shimano ist für stete technische Weiterentwicklungen, hohe Innovationspotenziale und seine sprechenden Produktbezeichnungen bekannt. So werden Namen für Angelruten nicht willkürlich gewählt, sondern anhand der Produkteigenschaften verliehen. Eine Rolle mit sehr gut ausbalancierter Funktionsweise heißt z.B. Dyna-Balance.

Ein weiteres Merkmal von Shimano ist der sehr gute Kundenservice, das Shimano Service Center. Es übernimmt Wartungen und Reparaturen vor Ort. Dadurch hast du als aktiver Angler viele Vorteile.

Beliebte Feederruten aus dem Sortiment von Shimano:

  • Fireblood Feeder
  • Beastmaster CX Feeder
  • Super Ultegra Match Feeder
  • Alivio CX Feeder
  • Nexave CX Winckle Picker

Hardy – die Traditionsmarke

Hardy AngelnEine weitere beliebte Marke ist Hardy. Bei dem Traditionshersteller aus Alnwick England findest du eine Reihe hochwertiger Fliegenfisch- und Feederruten. Schau dich ruhig einmal um.

Beliebte Ruten aus dem Sortiment von Hardy:

  • Marksman Extreme Feeder
  • Marksman XT

Browning – hochwertige Feederruten und praktische Tipps

Browning AngelnEine weitere Marke, die sich bei Einsteigern und Fortgeschrittenen großer Beliebtheit erfreut, ist Browning. Die Marke von Zebco Europe zeichnet sich durch ein breites Sortiment, einen umfangreichen Ersatzteilservice und durch viele Tipps aus, die die Experten ihren Kunden geben.

Beliebte Ruten aus dem Sortiment von Browning:

  • Browning Black Viper MK13 S
  • Browning Black Viper MK14 S

Balzer – Tradition seit 1949

Balzer AngelnDas Unternehmen wurde im Jahr 1949 von Hanns Balzer in München gegründet. Heute gehört es zu einem der größten Anbieter von Angelzubehör in Deutschland. Das Unternehmen legt sehr viel Wert darauf, eng mit Anglern und Partnern zusammenzuarbeiten und maßgeschneiderte Produkte anzubieten. Es führt Angelruten, Rollen, Posen, Köder, Angelschnüre und viel Zubehör.

Beliebte Ruten aus dem Sortiment von Balzer:

  • Team Zammatro Masterpiece II
  • Steckrute Diabolo
  • Steckrute Magna

Beliebte Feederruten im Test

Damit du bei der Auswahl deiner Feederrute eine erste Orientierung hast, haben wir im Folgenden drei Tests beliebter Angelruten in kurzer Form zusammengefasst. Möglicherweise findest du hier vielleicht schon die passende Route für dich.

Shakespeare Mach 3 XT

Diese Rute ist das richtige Modell für alle Friedfischer. Es zeichnet sich durch seine schnelle Aktion und die hohe Sensibilität aus. Selbst auf kleinste Zupfer kann man schnell reagieren. Besonders stark zeigt sich die Angel auch im Drill. Hier überzeugt sie mit einer harmonischen Biegekurve ohne Knick am Übergang zur Spitze. Ein weiterer klarer Pluspunkt der Feederrute ist ihr geringes Gewicht. Gerade einmal 130 Gramm bringt sie auf die Waage. Schnell erkennt man daran, wieso die Rute sehr beliebt unter englischen Profianglern ist.

Zur Ausstattung der Rute gehören ein 30-t-Carbon-Blank und ein rutschfester Korkgriff, den man in dieser hochwertigen Verarbeitung sonst nur bei Fliegenruten findet. Weiterhin gehören ein Set aus drei Carbon-Wechselspitzen und ein robustes Futteral, dass Rute samt Rolle mühelos aufnimmt, zur Ausstattung. Mit ihrer Länge von 315 cm eignet sich die Rolle sehr gut für kleine Kanäle. Die optimale Entfernung zum Angeln liegt bei 10 bis 30 Metern. Das Körbchen sollte maximal 20 Gramm schwer sein.

Technische Daten:

  • Länge: 3,15 m
  • zweiteilige Steckrute
  • drei Wechselspitzen
  • Gewicht: 130 Gramm
  • Stoff- und Transportfutteral im Lieferumfang enthalten
  • Preis: 199 Euro

Fazit: Sehr gut!

Quelle: http://www.angelwoche.de/tests/download/mach_3_feeder.pdf

Balzer Master Piece

Diese Rute ist ideal für größere Distanzen und schwere Futterkörbe geeignet. Auf den ersten Blick fällt sofort der sehr lange Zapfen zwischen Hand- und Mittelteil auf. Im ersten Moment wirkt sie außerdem recht steif und schwer. Das ändert sich allerdings, sobald eine Rolle montiert ist, die das Gewicht der Rute ausbalanciert. Damit liegt sie sehr gut in der Hand. Ihre volle Qualität offenbart sich allerdings beim ersten Auswerfen des Futterkorbes. Während ältere Heavy-Feederruten recht steif waren, überzeugt diese mit einer Dynamik, die bis ins Handteil wirkt. Damit kann man nicht nur sehr weit werfen und sehr sensibel beschleunigen. Man zielt den richtigen Angelplatz ohne Probleme an, auch auf große Distanzen. In großen Gewässern kann dies viele Vorteile bringen, da in den weiter entfernten Gebieten nicht mehr viele Angler fischen.

Ein weiterer großer Vorteil der 4,22 m langen Rute besteht in den langen Ringen. Damit lässt sich die Schnur ohne großen Widerstand auswerfen. Bevorzugte Zielgruppe dieser Angel sind Weißfische, Barben, aber auch Karpfen und Aale. Diese Rute ist das ideale Allround-Gerät, zwar etwas teurer, doch ein treuer Begleiter.

Technische Daten:

  • Länge: 4,22 m
  • 3 + 3 Spitzen
  • Transportlänge: 1,5 m
  • Gewicht: 465g
  • Polsterfutteral
  • Griffmaterial: Kork
  • Preis: 399 Euro

Fazit: Sehr gut!

Quelle: http://www.angelwoche.de/tests/download/zamataro_feeder_praxis.pdf

Tipp: Die besten Feederruten für den Rhein

An Flüssen wie dem Rhein ist das Feederangeln die bevorzugte Methode. Das hängt damit zusammen, dass sich schnell und langsam fließende Abschnitte hier abwechseln. Hier kommen die unterschiedlichen Arten (Light, Medium, Heavy) der Feederruten voll zur Geltung. An den langsam fließenden Stellen nutzt man leichte Ruten mit 15-20g Wurfgewicht. Die Schnur sollte monofil und 0,15 – 0,2 mm dick sein. Bei den schnelleren Abschnitten wie Buhnenfelder, Buhnen-Scharkanten und Altarmausläufen nutzt man Medium Feeder mit einem Wurfgewicht von 20-150g. Schwere Feederruten kommen direkt am Rhein-Hauptstrom zum Einsatz. Damit wirft man bis zu 300g Futter aus.

Insgesamt gilt also, dass man für den Rhein eine stärkere Rute wie zum Beispiel die Browning Ambition Feeder nutzen sollte. Nur Heavy-Ruten können Futterkörbe auswerfen, die schwer genug sind, um der Strömung zu trotzen. Als Montage wählt man meistens eine Laufbleimontage oder eine Straight-Paternoster-Montage.

Empfehlenswerte Ruten:

  • Browning Ambition Feeder
  • Browning King River Feeder Xtreme
  • Fox Horizon Feeder FX 3
  • Jenzi Aicas FeederForce
  • Balzer Magna Maestro Barbe Spezial
  • Sänger Spirit Heavy Feeder

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