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Die Brandungsrute: einfach erfolgreicher im Meer angeln

Brandungsrute Du hast schon oft an Flüssen und kleinen Seen geangelt und willst mal etwas Neues ausprobieren? Dann könnte Brandungsangeln genau das Richtige für dich sein. Hier fischt du am offenen Meer, bekommst eine viel größere Abwechslung geboten und hast öfter mal einen kapitalen Brocken an der Angel. Die wichtigste Voraussetzung dafür: eine zuverlässige Brandungsrute, die sowohl beim Auswurf als auch beim Anhieb und beim Drill überzeugt. In unserem Ratgeber erklären wir dir ausführlich, worauf es bei der Auswahl der Angel ankommt. Außerdem haben wir hier noch viele praktische Tipps für dich, mit denen der nächste Ausflug ans Meer garantiert ein voller Erfolg wird.
Besonderheiten
  • besonders lang
  • flexible Spitzenaktion
  • steifes Blank
  • Angeln mit Lebendködern
  • viele Montagemöglichkeiten

Brandungsruten Test & Vergleich 2018

Top-Themen: Besonderheiten, Vorteile, Kaufkriterien

Das Brandungsangeln ist eine ganz besondere Herausforderung, nicht nur für Einsteiger, sondern auch für fortgeschrittene Angler. Warum das so ist, zeigen wir dir in diesem Abschnitt. Dabei beschäftigen wir uns vor allem mit der Frage, was eine hochwertige Brandungsrute so alles leisten muss.

Die Besonderheiten des Brandungsangelns

Beim Brandungsangeln fängt man die Fische direkt aus dem Meer. Man steht dabei am Ufer, also wahlweise am Strand, an küstennahen Klippen oder an Hafenmolen. Die Beliebtheit des Brandungsangelns erklärt sich vor allem aus dem großen Abwechslungsreichtum, den man hier als Angler erlebt. In der Regel gibt es eine deutlich größere Auswahl an Fischen als am Fluss oder an kleinen Seen. Hier weißt du beim Anbiss nie, wer sich da gerade in deinen Haken verbissen hat. Und damit gibt es auch immer wieder spannende Überraschungen. Außerdem sind die Intervalle, in denen die Fische anbeißen, meistens relativ kurz. Du musst also selten lange auf einen aufregenden Drill warten.

Das sind aber nicht die einzigen Gründe, derentwegen das Brandungsangeln eine solche Faszination übt. Hier ist auch die ganz besondere Herausforderung zu nennen. Die Fische halten sich nämlich nur selten in Ufernähe auf. Deshalb muss man sein Vorfach besonders weit auswerfen, häufig mehr als 100 m. Erschwert wird das Ganze durch den Wind. Die größten Fangerfolge hat man nämlich bei auflandigem Wind, da die Fische wegen der Verwirbelung des Wassers während dieser Zeit ein besonders großes Nahrungsangebot vorfinden und in größerer Zahl auftreten. All diesen Anforderungen muss natürlich nicht nur der Angler, sondern auch die Rute genügen.

Besonderheiten der Brandungsrute – hohes Gewicht und langes Blank

Um ein Vorfach bei starkem Wind ausreichend weit werfen zu können, muss es schwer genug sein. Das heißt, dass Brandungsruten deutlich höhere Wurfgewichte haben, als man sie beispielsweise beim Fliegen- oder Spinnfischen antrifft. Entsprechend schwer und fest sind sie oft im Mittelbereich. So trotzen sie starkem Wind und wild kämpfenden Zandern und Hechten. Gleichzeitig muss eine Brandungsangel Anbisse auch gut anzeigen. Das heißt, dass die Spitze eine flexible und eher weiche Aktion haben sollte.

Der zweite wichtige Aspekt bei der Brandungsrute ist die Wurfweite. Da man den Köder sehr weit befördern muss, nutzt man fast ausschließlich Ruten, die länger als 3,90 m sind. Nur so kann man einen ausreichend großen Hebel aufbauen, um tief stehende Fische zu erreichen. Ruten, die an besonders anspruchsvollen Gewässern wie dem Atlantik oder dem Ärmelkanal genutzt werden, sind teilweise sogar noch länger. Hier sind Längen zwischen 5 und 6 Metern keine Seltenheit.

Zu guter Letzt müssen Ruten und Rollen deutlich widerstandsfähiger sein als bei kleineren Gewässern. Da sie permanent Kontakt zu Salzwasser haben, treten bei Ausführungen minderer Qualität oft Materialschäden auf. Hier sollte man beim Kauf also genauer hinsehen. Doch keine Sorge! Mit all diesen Fragen beschäftigen wir uns in den folgenden Kapiteln noch ganz genau.

Für welche Fische sind Brandungsruten geeignet?

Diese Frage kann nicht mit einem Satz beantwortet werden. Hier kommt es vor allem darauf an, wo du angelst und welches Vorfach du verwendest. Mit einem Standard-Vorfach, das nur aus Blei, Mundschnur, Haken und Köder besteht, angelt man beispielsweise bevorzugt auf Dorsche und Plattfische. Mit anderen Vorfächern sind aber auch ganz andere Fänge möglich. Zu häufig gefangenen Fischen zählen beispielsweise:

  • Meerforellen
  • Schollen
  • Flundern
  • Aale
  • Wolfsbarsche
  • Wittlinge

Welche Fische du mit höherer Wahrscheinlichkeit fängst, ist aber immer auch eine Frage der Jahres- und Tageszeit. Bist du beispielsweise in der kalten Jahreszeit an der Nordsee unterwegs, wirst du es eher mit Dorschen und Wittlingen zu tun haben. Größere Barsche oder Schollen sind dann erst wieder ab Mai in größerer Menge zu erwarten. Auch Welse und Hechte hängen mit einer gewissen Regelmäßigkeit am Haken. Du siehst, hier gibt es immer die eine oder andere Überraschung.

Vor- und Nachteile der Brandungsrute

VorteileNachteile
  • große Wurfweiten
  • festes Blank
  • flexible Spitzenaktion
  • hochwertige Ruten gut gegen Meerwasser geschützt
  • sehr große Fischvielfalt
  • besondere Angelherausforderung
  • viel Platzbedarf erforderlich
  • erfordert einiges an Übung
  • höheres Gewicht

Die wichtigsten Faktoren bei der Auswahl einer Brandungsrute – Länge und Wurfgewicht

Kommen wir nun einmal zum wichtigsten Thema: Woran erkennst du die richtige Brandungsrute und welche Eigenschaften muss sie aufweisen? Mit dieser Frage wollen wir uns jetzt ein wenig näher beschäftigen. Dabei soll es uns vor allem um die Rutenlänge, das Wurfgewicht und die Rolle gehen. Doch auch auf die Schnüre und weiteres Zubehör gehen wir noch einmal gesondert ein.

Die richtige Rutenlänge

Als ersten Richtwert bei der Auswahl der Brandungsrute kannst du deine Körpergröße nehmen. Anglern mit einer Größe von über 1,80 m wird eine Rute mit einer Länge von 3,90 – 4,20 m empfohlen. Wenn man kleiner ist als 1,80, ist eine Rute von maximal 3,90 sinnvoll. Darüber hinaus gilt der Grundsatz, dass eine Rute umso länger sein sollte, je weiter du damit auswerfen willst. Am Atlantik und dem Ärmelkanal werden wegen des starken Windes teilweise sogar Modelle mit 5 – 6 m genutzt. Nur damit ist es möglich, die sehr weiten Entfernungen von bis zu 100 m zu überwinden.

Damit du solche langen Ruten auch transportieren kannst, bestehen sie in der Regel aus mehreren Teilen, meistens 2 oder 3. Wir raten dir hier eher zu Ausführungen mit möglichst wenigen Steckverbindungen. Je mehr es davon nämlich gibt, desto mehr wächst der Pflegeaufwand. In den Verbindungsstellen sammeln sich gerne Sand und Salz ab. Die Verbindungsstellen müssen deshalb regelmäßig ausgespült werden. Wenn sich Sandkörner festsetzen, lassen sich die Rutenteile sonst nicht mehr richtig ineinanderschieben oder es entstehen Kratzer. Wir raten deshalb eher zu Steckruten. Hier ist die Reinigung leichter und selbst bei ein wenig Sand lassen sich die einzelnen Teile noch gut ineinanderstecken.

Ein weiterer Vorteil der Steckruten besteht darin, dass sie widerstandsfähiger bei kraftvollen Würfen sind. Und das ist beim Meeresangeln meistens der Fall. Bei starkem Wind lässt sich das Vorfach meistens nur mit einem Gewaltwurf auf ausreichend Weite bringen. Auch das ist ein Grund, warum man lieber zu einer zwei- statt zu einer dreiteiligen Rute greifen sollte. Sie ist deutlich widerstandsfähiger.

Die Aktion

Der zweite wichtige Punkt, der bei jeder Angel eine Rolle spielt, ist die Aktion. Hier gibt es zwei wesentliche Anforderungen. Einerseits muss die Rute einen weiten Wurf ermöglichen, andererseits auch den Drill kampfstarker Fische aushalten. Bei der Auswahl spielen vor allem die folgenden Faktoren eine Rolle:

  • der Wurfstil
  • die Fischart
  • der Grund

Am besten entscheidest du dich für den Anfang erst einmal für eine Rute mit semiparabolischer oder Spitzen-Aktion. Hier ist das Blank relativ fest und steif, aber die Spitze bzw. die obere Hälfte bewegt sich flexibel. Eine reine Spitzenaktion ist eher bei moderneren Wurfstilen zu empfehlen. Bei klassischen Überkopf- und Seitenwürfen fährst du mit einer semiparabolischen Aktion meistens besser. Wenn du mit mehr Kraft wirfst, empfehlen sich grundsätzlich eher härtere Ruten. Ist dein Wurf hingegen weicher, kann auch die Rute ruhig etwas flexibler sein.

Tipp: Wenn das Mittelteil nicht zu hart ist, kannst du es auch mal mit einer parabolischen Aktion auszuprobieren. Hier lädt sich die Rute besonders gut auf, sodass du weit werfen kannst. Mit einem Vorfachgewicht von 175 g und ein wenig Übung sind hier ohne Probleme Distanzen von 140 m und mehr möglich. Üblicherweise verwendet man klassische Überkopf- oder Ablegewürfe.

Ein weiterer Faktor, der bei der Aktion eine Rolle spielt, ist die Fischart. Wenn du eher auf vorsichtige scheue Fische angeln willst, verwendest du eine Rute mit sensibler Spitze. So erkennst du die zaghaften Anbisse gut und kannst einen präzisen Anhieb setzen. Wenn du eher auf stürmischere Fische wie Dorsche angelst, kann die Spitze ruhig ein wenig steifer sein. Hier bemerkst du den Anbiss auch so gut und kannst mehr Kraft übertragen, um das Fischmaul sicher zu haken.

Zu guter Letzt ist auch die Beschaffenheit des Bodens bei der Auswahl der passenden Aktion zu berücksichtigen. Ist der Grund mit viel Kraut und Steinen bedeckt, sollte die Spitze etwas härter sein. So fühlst du den Boden besser und das ganze Vorfach verhängt sich nicht so leicht an Hindernissen. Wenn dem Ufer hingegen nur Sandbänke vorgelagert sind, tut es auch eine weichere Spitze. Hier ist die Hängergefahr nämlich deutlich geringer.

Wie hoch sollte das Wurfgewicht der Rute sein?

Bei Brandungsruten empfehlen sich eher Ruten mit starkem Rückgrat. Immerhin musst du das Vorfach gegen teilweise starken Winde weit aufs Meer hinausbefördern. Ruten mit einem Wurfgewicht bis 150 g gelten als weiche Brandungsruten. Sie kommen bei wenig oder ablandigem Wind, geringer Strömung und eher kleineren Fischen zum Einsatz. Die härteren Ruten haben ein Gewicht Wurfgewicht bis 250 g. Sie kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn du gegen den Wind angelst.

In Anglerforen wie z. B. dem anglerboard.de findest du viele Tipps zu geeigneten Angelorten. Oft gibt es hier viele Beiträge, an denen du ablesen kannst, welche Wurfgewichte geeignet sind. Bist du z. B. häufig an der Ostsee unterwegs, genügen Wurfgewichte zwischen 80 und 180 g. Angelst du hingegen in Norwegen, wo die Witterung deutlich anspruchsvoller und die Fische teilweise deutlich größer sind, sollte es schon ein Wurfgewicht von bis zu 300 g sein.

Tipp: Du suchst nach spannenden Angelspots in der Ostsee? Dann sieh mal hier unter ostsee24.de nach. Hier findest du eine Karte mit den beliebtesten Gebieten.

Das Material – am beliebtesten Glas- und Carbonfaser

Im Meer ist immer mit kampfstarken Fischen und unwegsamen Untergründen zu rechnen. Deshalb sollte das Material robust und gleichzeitig leicht sein. In der Regel verwendet man Glasfaser oder Carbon:

GlasfaserKohlefaser (Carbon)
günstighöherer Preis
elastisch und verzeiht Wurffehlerhöhere Schnellkraft als Glasfaser
nicht so hochwertig wie Carbonbessere Umsetzung der Wurfenergie
nicht so bruchfestgrößere Wurfdistanzen
schwerer als Kohlefasersehr stabil

Daneben gibt es noch ein paar andere Materialien, die gelegentlich zum Einsatz kommen. Hier sind beispielsweise Kevlar und Armid zu nennen. Bedenke bei der Auswahl immer, dass die Materialien nicht nur robust und flexibel sein müssen. Es ist auch wichtig, dass sie gut gegen Salzwasser geschützt sind. Das gilt natürlich auch für die Rollen und die Ringe.

In diesem Artikel der Anglerzeitung findest du noch weiterführende Tipps zu den verschiedenen Materialien und ihren Vor- und Nachteilen. Hier erfährst du auch, auf welche Fische die Ruten am besten eingesetzt werden können und mit welchen Preisen zu rechnen ist.

Die passende Rolle zum Brandungsangeln

Bei der Auswahl einer Rute ist immer auch das Zusammenspiel mit der Rolle zu berücksichtigen. Nur so ist die Kombination später optimal an deinen Wurfstil, das Gewässer, das Wetter und den gewünschten Fisch angepasst.

Zunächst einmal ist es wie bei den Ruten wichtig, dass die Oberflächen gegen das aggressive Salzwasser geschützt sind. Die Spulen sind deshalb häufig aus Materialien wie Aluminium gefertigt. Bei den Kugellagern kommt meistens Edelstahl und bei den Ritzeln Messing zum Einsatz. Kleinteile wie die Schnurlaufröllchen werden oft aus Nylon hergestellt. Mit einer solchen Kombination kannst du dir in der Regel sicher sein, dass keine Materialschäden auftreten, vorausgesetzt natürlich, dass du alle Teile nach jedem Angelausflug gewissenhaft reinigst und ggf. ölst. Wie das Ganze richtig funktioniert, zeigen wir dir später auch noch.

Wegen der großen Entfernungen beim Brandungsangeln ist es außerdem wichtig, dass die Rolle ausreichend Spur bereitstellt. Hier empfehlen wir ein Fassungsvermögen von 200 – 300 m. Für einen möglichst weiten Auswurf ist die Form des Spulenkopfs entscheidend. Hier empfehlen wir ein großes Modell mit geringer Tiefe. Sehr beliebt sind konische Weitwurfspulen.

Darüber hinaus spielen auch die Übersetzung, das Kugellager und die Bremsen eine Rolle. Hier sind die wichtigsten Fakten im Überblick:

KomponentenDetails
Übersetzung
  • um den Fang auf große Entfernung bequem einholen zu können
  • guter Richtwert: ein Meter pro Kurbelumdrehung
  • Übersetzung in der Regel zwischen 1:4 und 1:5, also eine Kurbelumdrehung entspricht 4 – 5 Spulenrotorumdrehungen
  • Kurbel muss ausreichend lang und groß sein, damit Kraft optimal übertragen werden kann
Kugellager
  • Modell mit vielen Kugellagern läuft ruhiger als eins mit nur vier Kugeln
  • meistens kommen die Rollen anders als Rollen von Spinnruten mit 3 bis vier versiegelten Edelstahlkugellagern aus
Bremsen
  • Frontbremsen am besten, da man die Bremskraft wegen der großen Bremsscheiben feinfühliger einstellen kann

Wenn du dich noch weiter über die Rolle informieren willst, wirf auch mal einen Blick auf diesen Thread von anglerboard.de. Hier wird das Thema Rollenauswahl nochmal aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Außerdem werden hier auch gleich ein paar Rollen empfohlen und du erfährst viel Wissenswertes über die geeigneten Einsatzgebiete.

Darauf kommt es bei den Schnüren an

Das letzte große Thema ist die Schnur. Auch hier muss ein optimales Zusammenspiel mit Rute und Rolle sichergestellt sein.

Normalerweise besteht die Schnur beim Brandungsangeln aus zwei Teilen, der Hauptschnur und der Schlagschnur. Bei der Hauptschnur handelt es sich meistens um monofile Schnur in den Stärken 0,28 bis 0,35. Sie bietet den Vorteil, dass sie gut dehnbar ist und auch stürmische Fluchten von Fischen gut abfedern kann. Teilweise wird auch geflochtene Schnur mit Durchmessern von 0,10 bis 0,16 m als Hauptschnur verwendet. Sie hat den Vorteil, dass sie bei gleicher Tragkraft einen geringeren Durchmesser hat. Allerdings ist der Abrieb bei nicht ummantelten geflochtenen Schnüren höher. Auch das Knoten ist nicht ganz so einfach. Vor allem in Gebieten mit scharfkantigem Gestein und Muschelbänken greift man deshalb eher zu monofiler Schnur. Das ist z. B. in vielen norwegischen Angelgebieten der Fall.

Hinweis: Wegen des ständigen Grundkontaktes sollte Brandungsschnur regelmäßig überprüft werden.

Die Schlagschnur hält das gesamte Vorfach. Meistens ist es mit einem Blut-, doppelten Uni- oder Albright-Knoten an der Hauptschnur befestigt. Das hat vor allem den Hintergrund, dass im Fall eines Abrisses nicht die gesamte Schnur ersetzt werden muss. Meistens hat sie einen Durchmesser von 0,60 bis 0,70 mm.

Alternativ verwenden viele Angler eine Keulenschnur. Dabei handelt es sich um eine konische Schnur, die am Anfang 0,28 – 0,35 mm und am Ende 0,60 – 0,70 mm misst. Schlag- und Hauptschnur sind also in einer Schnur vereint. Das hat den Vorteil, dass das oft mühsame Knoten entfällt. Außerdem sind die einzelnen Bereiche meistens eingefärbt. So kann man gut einschätzen, wie weit man geworfen hat. Ein Nachteil besteht allerdings darin, dass bei einem Riss die ganze Schnur getauscht werden muss.

Tipp: Bei starkem Krautgang z. B. durchgehend 0,40er monofile Schnur verwenden, weil sich sonst in dem Knoten zwischen Hauptschnur und Vorfach Pflanzen verfangen können. Eine gute Tragkraft liegt bei 12 kg.

Noch nicht genug Informationen? Dann sieh dir mal diese umfangreiche bebilderte Übersicht von elbetreff.de an. Hier findest du noch viele ergänzende Informationen über Vor- und Nachteile der verschiedenen Schnurarten und ihre Einsatzmöglichkeiten. Auf die Montage selbst gehen wir in einem späteren Abschnitt noch einmal genau ein.

Weiteres wichtiges Zubehör

ZubehörDetails
Bleie
  • Bleie verschiedener Formen mit Gewichten bis 200 g
  • Birnenbleie: Werden durch ihre Form leicht von der Strömung abgetrieben, wodurch aber auch größere Fläche nach Fisch abgesucht werden kann.
  • Flach-, Ring-, Tellerbleie: Legen sich flach auf den Boden und saugen sich fest; können nicht so leicht abgetrieben werden
  • Krallenbleie: Sind mit klappbaren Stahldrähten ausgestattet; durch Straffen der Schnur krallen sie sich in den Grund fest; gelöst werden sie durch starkes Ziehen mit der Rute; vor erneutem Auswerfen werden die Drähte wieder in Ausgangsform zurückgeklappt
Rutenhalter
  • Dreibeinrutenhalter: standsicher, teleskopierbar; können auf ebenem und unebenem Untergrund eingesetzt werden, können durch Sandsäcke zusätzlich beschwert werden, um auch schwererem Wind standzuhalten; in der Regel mit drei Beinen ausgeführt; meist Netz zwischen den Beinen zur Aufbewahrung von Kleinmaterial
  • Einzelrutenhalter: nur für Sandstrände geeignet; auf Kies nur schwer in den Boden zu treiben; Vorteil, dass man an zwei auseinanderliegenden Stellen angeln kann, ohne dass sich die Schnüre behindern
Bissanzeiger
  • zeigen während der Dunkelheit an, ob Biss erfolgt ist; optische und akustische Signale; beliebt sind Aalglocken mit Knicklicht oder Mini-LED
  • mittlerweile viele E-Bissanzeiger erhältlich, die am Rutenblank befestigt werden
Beringung
  • Auch Ringe müssen für besonders weite Würfe ausgelegt sein
  • Weitwurfringe statt normaler Ausführungen: bieten der Schnur weniger Widerstand beim Auswerfen, weil sie etwas größer sind; nur geringfügiges Abbremsen
  • Empfehlenswert auch Einlagen in den Ringen; schonen die Schnur, damit sie bei langem Angeln möglichst wenig belastet wird
Weiteres Zubehör
  • Sitzgelegenheit
  • Kühlbox
  • Fischbetäuber
  • Hakenlöser/Arterienklemme
  • Spitzzange zum Hakenlösen
  • Wurmnadel zur Hakenbeköderung
  • Eimer

Bekannte Hersteller

HerstellerBesonderheiten
Daiwa
  • Gründung 1958
  • bekannt für seine vielen Innovationen im Bereich Angelrollen
  • erster Angelrollenhersteller, der Rollenbodys und Rollenrotoren aus Carbon herstellt (1979)
  • beliebte Brandungsruten: Windcast Surf, Shorecast Surf, Sensor, Tournament Caster
  • viele Features wie: Carbon-Blanks, Anti-Gleit-Beschichtungen auf Griffteilen, übergroße Fersenbasis, besonders geringe Gewichte, steifes Rückgrat
  • eher höheres Preissegment
Shimano
  • Gründung 1921
  • erste Angelrollen 1970 hergestellt
  • Sortiment später um Ruten und weiteres Angelzubehör erweitert
  • beliebte Ruten: Shimano Speedmaster, Shimano Beastmaster, Ultegra Surf Sensitivie, Alivio Ex Tele Surf
  • Extras wie individuelle Positionierung des Rollenhalters; Griff aus EVA-Material für sicheren Halt und gegen Verschleiß
Jenzi
  • Familien-Unternehmen mit Sitz im Schwäbischen Plüderhausen in Stuttgart
  • Zuverlässiger Außendienst in allen Bundesländern
  • beliebte Modelle: DEGA-Seablack Power Surf, Rute Galaxxy Surf, Rute Pro X-Pert World Class, Conquest Surf Brandungsrute
  • Extras: hohe Präzision bei großen Wurfweiten, schnelle und dynamische Aktion

Neben diesen bekannten Marken gibt es natürlich noch viele weitere, bei denen du hochwertige Brandungsruten für deinen individuellen Bedarf geboten bekommst. Einen Überblick haben wir hier noch mal für dich:

  • Sportex
  • Dega
  • Balzer
  • Penn
  • Dam
  • Cormoran
  • Mitchell
  • Spro
  • Grauvell
  • Sänger
  • Zebco
  • Okuma
  • Aquantic
  • Askari
  • Vercelli

Überblick über beliebte Produkte

VF-Angelsport Deluxe Brandungsruten-Set

(5 Rezensionen)
VF-Angelsport Deluxe Brandungsruten-Set

Besonderheiten

  • Länge: 4,20 m
  • Transportlänge: ca. 1,45 m
  • Wurfgewicht: 100 – 250 g
  • Gewicht: ca. 700 g
  • Präzisions-Kugellager
  • Rücklaufsperre
  • fein justierbare Frontbremse
  • Übersetzung: 1:4:1
  • Schnurfassung: 335 m; 0,40 mm Monofil
Diese Angel wurde bereits von vielen Anglern erfolgreich eingesetzt. Gelobt wurden die leichte Montage, der günstige Preis und die sehr dynamische Aufladung. Damit schafft man bereits mit wenig Übung große Abwurfweiten. Grundsätzlich ist es damit möglich, vom Strand bis hinter die zweite Sandbank zu werfen. Weitere Pluspunkte sind die leichtläufige Spule und die im Lieferumfang enthaltene hochwertige Schnur.

Grundsätzlich ist dieses Set mit seinem großen Umfang vor allem für Einsteiger geeignet, die sich erst einmal in das Thema Brandungsruten hineinfinden möchten. Kleine Abstriche muss man lediglich beim Gewicht machen, das bei den Ruten von VF-Angelsport doch ein wenig höher ist als bei vergleichbaren Modellen.

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inkl 19% MwSt

Angel Berger Komplett-Set mit zwei Teleskopruten

(23 Rezensionen)
Angel Berger Komplett-Set mit zwei Teleskopruten

Besonderheiten

  • 1 x Angel Berger Black Fighter 12ORD mit 150m 0,25mm Angel Berger Spezial Line bespult
  • 1 x Angel Berger Black Fighter 13ORD mit 180m 0,30mm Angel Berger Spezial Line bespult
  • 1 x Angel Berger Black Fighter Tele 2,40 20-60g 59 cm Transportlänge
  • 1 x Angel Berger Black Fighter Tele 2,10 10-40g 56 cm Transportlänge
  • Angel Berger Rutentasche Länge 80 cm Material 100% Nylon
Auch dieses Set zeichnet sich durch seinen günstigen Preis und seine gute Verarbeitung aus. Nutzer beschreiben, dass die Ruten und Rollen gut aufeinander abgestimmt sind. Außerdem gab es weder bei den Rollen noch bei den zugehörigen Ersatzspulen Materialschäden. Kleine Nachteile attestierten einige Nutzer lediglich den Schutzkappen, die als ein wenig zu zierlich beschrieben werden, wodurch das Überstülpen erschwert wird. Darüber hinaus gab es hier aber keinerlei Schwächen. Auch die im Lieferumfang enthaltene Tasche wusste sich sowohl in Tests als auch in der alltäglichen Nutzung zu behaupten.

Ein kleiner Bonus dieser Ruten besteht darin, dass sie auch von jüngeren Kindern gut eingesetzt werden können. Wenn du auf einem Angelausflug also auch mal deine Jüngsten mitnehmen willst, ist dieses Angebot genau das Richtige für dich.

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DAM-Brandungsset Camaro

(4 Rezensionen)
DAM-Brandungsset Camaro

Besonderheiten

  • Länge: 420 cm
  • Transportlänge: 150 cm
  • Wurfgewicht: 100 – 200 g
  • UV-beständige Epoxy-Lackierung
  • Material: ABS-Graphit, Edelstahlachse
  • S-Kurven-Hubsystem
Das Brandungsset Camaro kommt in einer hochwertigen Verpackung. Hier ist alles sicher verstaut. Nichts klappert oder rasselt. Auch die Rute zeigt sich beim längeren Angeln zuverlässig und weiß sowohl beim Auswurf als auch beim Drill zu überzeugen. Die Spitze ist bei aller Stärke so sensibel, dass du jeden Anbiss gut erkennst. Da ist es auch kein Problem, mal etwas kleinere Fische vom Strand aus zu angeln. Lediglich bei der Rolle wurde etwas gespart. Hier zeigten sich einige fortgeschrittene Angler nicht ganz so zufrieden mit der Verarbeitung und der Leichtgängigkeit. Für den Gelegenheitsangler erwies sie sich aber vielfach als absolut ausreichend.

Abgerundet wird das Gesamtbild durch den hohen Griffkomfort. Die Angel liegt gut in der Hand und hinterlässt auch bei längeren Ausflügen und stürmischem Wetter keinerlei Spuren. Damit bist du für einen günstigen Preis immer gut ausgestattet.

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So hast du lange deine Freude an deiner Angel – die richtige Pflege

Eine hochwertige Angel muss regelmäßig gewissenhaft gepflegt werden, damit man lange seine Freude daran hat. Das gilt vor allem für Meeresruten, die wegen der hohen Salzkonzentration im Wasser besonders starker Beanspruchung widerstehen müssen. Deshalb ist es wichtig, dass du die Rute und vor allem die Rolle nach dem Angeln gut ausspülst und ggf. mit Öl pflegst. Was es dabei alles zu beachten gibt, haben wir in anderen Ratgebern bereits ausführlich erklärt. Schau einfach mal rein.

Tipps und Tricks zum erfolgreichen Brandungsangeln

Brandungsangeln ist eine Technik für Fortgeschrittene. Da ist es gerade am Anfang oft gar nicht so einfach, die gewünschten Fische zu fangen. Deshalb haben wir dir in diesem Abschnitt die wichtigsten Tipps zusammengefasst.

Grundsätzliches zum erfolgreichen Brandungsangeln

Beim Brandungsangeln kommt es auf den Ort, die Zeit, die Windrichtung und die Ruten an. Folgende Dinge musst du dabei beachten.

BrandungsangelnHinweise
Ort
  • sehr beliebt sind bei Fischen Gebiete mit vorgelagerten Sandbänken
  • durch Erhebungen und Senkungen im Boden verwirbeln sich die Wellen -> besonders reichhaltiges Futterangebot
  • Grundstrukturen lassen sich entweder bei Ebbe oder bei ruhiger See ausmachen, wenn man die Strukturen an der Wasseroberfläche erkennt
Zeit
  • am besten später Nachmittag, doch auch nachts gute Ergebnisse möglich
  • Vollmondangeln
  • nichts oder alles möglich
  • wenige Fische, wenn man mit Rückenwind angelt
  • am besten auflandiger Witz bei trübem Wasser; oben angeln
  • Gezeiten: bei einsetzender Flut in der Regel größere Fänge als bei ablaufendem Wasser
Wind
  • Immer gegen den Wind angeln
  • auflandiger Wind wühlt die See auf, wodurch Fische breiteres Nahrungsangebot haben
  • deshalb sind die Ruten auch so stark und für hohe Hebelwirkungen ausgelegt, damit man Köder auch gegen den Winde weit befördern kann
  • geht gut bis Windstärke 6
  • ansonsten ablandig angeln, bei schwachem Wind auflandig

Der richtige Köder

Der Angelerfolg ist natürlich auch maßgeblich von den richtigen Ködern abhängig. Denn nur wenn sie reizvoll für die Fische sind, beißen sie auch an. Hier haben wir dir einmal die am häufigsten eingesetzten Köder zusammengefasst.

KöderHinweise
Seeringelwürmer
  • auch als Seeringler, Mottwürmer und Kneifer bekannt
  • meistens zwischen 10 und 12 cm Länge
  • Farben von Gelbgrün über Rotbrauen bis zu leichtem Blau
  • nicht so empfindlich wie Wattwürmer, sollten aber ebenfalls in Zeitung gehältert werden
  • kann auch in mehrere kleine Stücke unterteilt werden (weniger Fehlbisse)
  • festere Kopfenden halten Krabben länger Stand und sollten deshalb an der Spitze des Hakens befestigt werden
  • Tipp: Kombination aus Watt- und Seeringelwurm (zuerst Wattwurm aufziehen, dann Stück Ringelwurm als Stopper)
Wattwürmer
  • auch Pierwurm genannt
  • kann man in Angelshops in Meernähe auf Bestellung kaufen; alternativ selber graben (findet man bei fadenförmigen Kothäufchen von Fischen auf dem Grund)
  • Unbedingt mit Ködernadel zu verwenden
  • Wenn man mit Hand aufzieht, werden sie so stark beschädigt, dass sie auslaufen, bevor sie im Wasser landen -> Lockwirkung verfliegt
  • Für alle Plattfische, Dorsch, Wittling und Aal geeignet
  • Tipp: Wattwürmer verderben leicht. Deshalb in Zeitungspapier hältern. Wenn täglich tote Tiere entsorgt werden, kann man Würmer ca. 3 Tage lang nutzen
Makrelen
  • zwischen 30 und 50 cm lang
  • frisst Plankton und Fischbrut von Heringen, Dorschen und Sprotten
  • hat keine Schwimmblase -> muss keinen Druckausgleich durchführen, um Wassertiefe zu wechseln, muss aber auch immer in Bewegung bleiben, um nicht auf den Grund zu sinken
  • in Fetzen oder als Schaschlik als Köder aufgezogen
  • Für Dorsch, Leng, Lumb, Wittling und Schellfisch
  • wegen ihrer zähen Haut beliebte Köder; lassen sich leicht auswerfen
  • können auch im Süßwasser zum Fangen auf Hechte genutzt werden
Hering
  • entweder im Ganzen zum Schleppangeln auf Lachs, Dorsch oder Meerforelle oder in Fetzen auf Plattfische
  • Hering in Fetzen sehr gut zum Angeln auf Hornhecht, auch für normale Hechte im Süßwasser im Winter
  • können fast das ganze Jahr über im Fachgeschäft gekauft werden
  • lassen sich mit speziellen Heringshegenen aber das ganze Jahr über in größeren Mengen
Strandkrabbe
  • harter Panzer, der regelmäßig abgeworfen wird
  • zum Fangen von Dorsch, Schellfisch, Lumb, Steinbeißer
  • mit großen Einzelhaken, im Ganzen
Tipp: Im Sommer sollte der Köder wegen häufiger Krabbenbisse mindestens alle 10 Minuten kontrolliert werden. Im Winter genügen alle 10 – 20 Minuten. Das liegt daran, dass der Fisch den Köder über den Geruchssinn wahrnimmt und ihn bei starker Brandung und den vielen Treibsel nicht sehen kann.

Die Montage des Vorfachs

Eine wichtige Frage beim Angeln betrifft die Vorfachmontage. Sie ist maßgeblich dafür verantwortlich, ob, wie viele und welche Fische du aus dem Meer holst. An dieser Stelle erklären wir dir, worauf es bei der Vorfachmontage für das Brandungsangeln ankommt und welche verschiedenen Varianten es gibt. Sehen wir uns zunächst einmal den grundsätzlichen Aufbau an.

Ein Brandungsvorfach besteht aus folgenden Teilen:

BrandungsvorfachHinweise
Brandungsblei
  • Gewicht zwischen 100 und 250 g
  • wenn auf sandigem Grund und mit starker Seitenströmung gefischt wird, Krallenblei erforderlich
Wirbel oder Bleiclip
  • um Brandungsblei schnell einhängen und wechseln zu können
  • sollte mit hoher Tragkraft gewählt werden; so können ohne Verlust des Bleis Hänger gelöst werden
  • auch wegen der Fliehkraft beim Wurf stabile Wirbel erforderlich
Weitwurfclip
  • für weite Würfe und zur Schonung des Köders
  • ohne Clip dreht sich Montage während des Wurfs, Köder verschiebt sich oder fällt teilweise vom Haken
  • manchmal Clips mit Schirm verwendet (bessere Luftverdrängung)
Seitenarm
  • wird direkt vor Vorfachschnur geknotet oder montiert
  • zu bedenken, dass alle zusätzlichen Montageteile zulasten der Wurfweite gehen
  • Stärke sollte 0,30 – 0,40 mm betragen
  • beliebt sind Vorfachmaterialien wie Sunset Amnesia, Balzer Zero Twist und Suffix Memory Free
Perlen
  • können für zusätzliche Lockwirkung genutzt werden
Köder
  • vor allem Wattwurm und Seeringelwurm
Schnur
  • wenn man keine Keulenschnur verwendet, hochwertige Schlagschnur erforderlich
  • 0,28 – 0,33 monofile Schnur oder 0,11 bis 0,17 geflochtene Schnur
  • bei Gewichten bis 150 g und wenn keine hohen Wurfweiten erforderlich sind, durchgehende Hauptschnur ohne Schlagschnur möglich

Nun kennst du die Bestandteile, die bei vielen Montagen zum Einsatz kommen. Welche davon du genau benötigst, hängt von Faktoren wie dem Untergrund, der Fischart und der Windstärke ab. Grundsätzlich unterscheidet man folgende Vorfach-Arten:

  • Standard-Vorfach
  • Nachläufer-Vorfach
  • Festmontage und Nachläufer mit Mundschnurfeder
  • Doppelhaken-Vorfach
  • Doppelhaken-Vorfach mit Cascada-Wirbel für weite Würfe
  • Liftsystem mit einem oder 2 Haken
  • Wishbone-Vorfach
  • Wishbone-Vorfach mit Nachläufer
  • Durchlauf-Brandungsvorfach

Auf den ersten Blick hört sich das alles sehr kompliziert an. Doch keine Sorge, wir haben dir hier noch einen sehr ausführlichen Artikel von elbetreff.de verlinkt. Hier bekommst du den genauen Aufbau und die Einsatzgebiete jeder Montage genau erklärt. Am Anfang solltest du dich dabei erst einmal auf das Standard-Vorfach konzentrieren, mit dem man bevorzugt auf Dorsche und Plattfische angelt. Es ist für Sand, Mischgrund und krautige Untergründe geeignet und hält Wind bis zur Stärke 7 stand.

Und da das Ganze immer etwas anschaulicher ist, wenn man es gezeigt bekommt, haben wir dir hier ein Video des Anglers Andreas Burckhardt verlinkt. Hier findest du noch ein paar Profitipps und Anregungen für die Vorfachgestaltung:

Die richtige Wurftechnik

Der Wurfbewegung kommt beim Brandungsangeln eine deutlich größere Bedeutung zu als bei anderen Methoden. Hier gibt es nämlich ganz unterschiedliche Bewegungsabläufe, die sich durch vor allem in den Bereichen Präzision, Kraftaufwand und Einsatzgebiet unterschieden. In diesem Abschnitt sehen wir uns die wichtigsten Wurfbewegungen Überkopfwurf, Seitenwurf, Grundwurf und Pendelwurf mal etwas genauer an.

Der Überkopfwurf

Dieser Wurf ist relativ einfach auszuführen, da er gerade über den Kopf des Anglers hinweg ausgeführt wird. Zu seinen Vorteilen gehört seine große Zielgenauigkeit. Es ist mit ein wenig Übung relativ einfach, eine bestimmte Stelle anzuvisieren und zu treffen. Das Problem ist aber, dass man mit dem Überkopfwurf keine großen Weiten erzielt. Der Krafteinsatz ist nämlich dadurch begrenzt, dass der Körper nicht gedreht wird und lediglich ein Bein vorne steht. Ab 80 m Distanz muss man deshalb zu einer anderen Technik greifen.

Für Anfänger ist sie nichtsdestotrotz gut geeignet. Mit dem Überkopfwurf kann man zu Beginn erst einmal ein gutes Gefühl für den Auswurf des Köders bekommen.

Der Seitenwurf

Der nächste Wurf ist der mit Abstand am häufigsten ausgeführte. Die Handhaltung ist genau wie beim Überkopfwurf. Der Unterschied besteht nur darin, dass der Körper mitgedreht wird. Das Ganze funktioniert relativ einfach. Du nimmst die Angel in die rechte und die linke Hand und positionierst dich mit einer Vierteldrehung zum Wasser hin. Die Rute hältst du dabei über die Schulter nach hinten. Der linke Unterarm muss dabei eine Linie mit der Rute bilden.

Im Anschluss ziehst du die Rute seitlich nach oben, wobei du deinen Körper gleichzeitig in die gegenüber liegende Position drehst und dein Gewicht auf das linke Bein verlagerst. Am besten sind für diese Technik Ruten mit bis zu 4,50 m geeignet.

Der Grundwurf

Diese Methode wird von vielen Anglern nur selten genutzt. Die Bewegung ist dabei ähnlich wie beim Seitenwurf, aber man zieht das Blei dabei über den Boden. Am besten führt man diesen Wurf mit eher längeren Ruten zwischen 4,20 und 4,50 m aus. Die Aktion sollte parabolisch sein. Man dreht sich dabei mit der Schulter zum Wasser, während die Rute nach unten zeigt. Nun setzt man zur Drehung an und zieht das Blei über den Boden. Nach einer Vierteldrehung wird die Rute angehoben und die Schnur Richtung Wasser geworfen. Hierbei nutzt man die bei der Drehung entstehende Zentrifugalkraft, um den Köder möglichst weit weg zu befördern.

Diese Technik ist relativ komplex, weil sie eine sehr gute Koordination erfordert. Deshalb ist sie eher fortgeschrittenen Anglern zu empfehlen.

Der Pendelwurf

Dieser Wurf ist ebenso schwierig wie spektakulär. Die Bewegung des Körpers und die Rutenführung müssen hier im perfekten Einklang sein. Hierbei nimmt man das Blei nämlich nicht vom Boden auf, sondern man hält es in die Luft und bringt die Rute in eine senkrechte Stellung. Der rechte Fuß befindet sich dabei in einer parallelen Position zum Ufer und der Körper ist mit der Schulter zum Wasser hin ausgerichtet. So wird das Blei dann hin und her gependelt, bis die Rute eine Spannung ähnlich einer Feder aufgebaut hat. Wenn die Spannung den Höhepunkt erreicht hat, wird das Blei zum Wasser hin ausgeworfen.

Am besten ist der Pendelwurf für Ruten mit einer Länge von weniger als 4 m geeignet, die eine schnellere Aktion verkraften.

Zum Abschluss haben wir dir hier noch einmal einen Beitrag von Angelfreund Osmardorow verlinkt. Hier findest du zu allen Techniken noch einmal ein paar anschauliche Illustrationen und sogar noch ein paar hilfreiche Taktik-Tricks zum erfolgreichen Brandungsangeln.

Darauf achten Angler bei Brandungsruten besonders

Wie du im Verlauf unseres Ratgebers bestimmt mitbekommen hast, ist es gar nicht so einfach, die passende Brandungsrute zu finden. Das liegt vor allem daran, dass sie sehr unterschiedlichen Anforderungen entsprechen muss. So soll sie einerseits eine gewisse Härte aufweisen, um bei Kraftwürfen genügend Weite aufzubauen, sich bei starkem Krautgang nicht gleich zu verheddern und im Drill auch mit großkalibrigen Fischen mithalten zu können, andererseits muss die Spitze so weich sein, dass du jeden Anbiss gut erkennst und der Haken bei abrupten Fluchten nicht gleich aus dem Fischmaul ausschlitzt.

Wenn du dir also Testberichte und Nutzererfahrungen durchliest, wirf immer zuerst einen Blick auf die Aktion. Sie gehört zu den wichtigsten Faktoren bei den Ruten. Ruten des günstigeren Preissegments werden oft als ziemlich wabbelig beschrieben. So mag es zwar sein, dass die Rute beim Anbiss gut reagiert, dafür hast du aber Probleme beim Anhieb und beim Drill. Hier kommt es auf ein gutes Gleichgewicht an.

Probleme gibt es auch gerne mal bei den Ringen. Vor allem bei den preiswerteren Ausführungen gehen sie bei schnellerem und kräftigerem Anwurf gerne mal kaputt. Entstehende Grate wirken sich wiederum auf die Schnur aus, die dadurch in Mitleidenschaft gezogen wird.

Ein häufiger Kritikpunkt sind auch die Verbindungen bei Teleskopruten. Oft braucht es hier nur ein wenig Sand und schon lassen sich die einzelnen Teile an den Verbindungsstellen nicht mehr ineinanderschieben. Wenn man dann Gewalt anwendet, kommt es schnell zu unschönen Kratzern im Blank, das auch die strukturelle Integrität beeinträchtigt.

Fazit

Sicherlich kannst du es jetzt auch kaum noch erwarten, dir deine Angel zu schnappen und am nächsten Strand dein Glück zu versuchen. Dafür wünschen wir dir auf jeden Fall alles Gute. Du weißt jetzt, worauf es beim Brandungsangeln ankommt und welche Ruten, Rollen und Schnüre am besten dafür geeignet sind. Auch bei der Bestimmung der passenden Länge und der Zusammenstellung des geeigneten Vorfachs macht dir keiner so schnell mehr etwas vor.

Bleibt uns also nichts mehr weiter übrig, als dir viel Spaß beim Angeln in der Brandung zu wünschen. Und wenn du mal ein wenig Abwechslung brauchst, ist das auch überhaupt kein Problem. Sieh dich doch einfach mal in unseren anderen Ratgebern zu Themen wie dem Spinn- oder Fliegenfischen um. Vielleicht findest du hier gleich deine nächste Angelleidenschaft. Wir wünschen dir auf jeden Fall viel Spaß dabei. Bis bald!

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