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Die Felchenrute – das Werkzeug für die besondere Angelherausforderung

Felchenrute Es kommt der Moment im Leben vieler Angler, da will man einfach mal etwas Neues erleben, neue Angeln, neue Fische, neue Herausforderungen. Geht dir das auch so? Dann hast du vermutlich noch nichts vom Felchenangeln gehört. Hier handelt es sich um eine Art zu fischen, die höchste Konzentration und viel Feingefühl erfordert. Doch auch das Equipment muss hier stimmen. Deshalb zeigen wir dir in unserem Ratgeber, worauf es bei der Auswahl einer Felchenrute ankommt und welches Zubehör du zum Fangen der besonders vorsichtigen und wohlschmeckenden Fische brauchst.
Besonderheiten
  • sehr flexible Rute
  • besonders feine Spitzenaktion
  • Technik für Fortgeschrittene
  • besonders schmackhafter Fisch
  • sehr leichtgängige Laufrolle

Felchenruten Test & Vergleich 2018

Top-Themen: Vorteile, Hersteller, Top 2

Es gibt einige Fische, die nehmen unter den Trophäen von Anglern einen ganz besonderen Platz ein. Dazu gehört auf jeden Fall die Felche. Wem es einmal gelungen ist, eine dieser silbernen Schönheiten an Land zu ziehen, der darf zurecht stolz sein. Doch warum ist das Felchenangeln eigentlich so kompliziert und was muss eine Rute dafür können? Das schauen wir uns in diesem Abschnitt an. Dabei gehen wir zuerst einmal auf den Fisch selbst ein.

Was sind Felchen?

Unter dem Namen Felchen (auch Renken oder Maränen) fasst man verschiedene Arten zusammen, die alle zur Familie der Coregonen gehören. Diese Familie ist so groß, dass es selbst erfahrenen Anglern oft erst nach einer eingehenden Untersuchung möglich ist, die genaue Art zu bestimmen. Zu den am weitesten verbreiteten zählen die folgenden:

  • Kleine Maräne
  • Kleine Bodenrenke
  • Kleine Schwebrenke
  • Peledmaräne

Mitglieder der Felchenfamilie lassen sich gut an einigen Merkmalen erkennen. Hierzu gehören die Fettflosse, der relativ kleine Kopf mit den großen Augen, das kleine Maul, der leicht bezahnte Kiefer, die markanten silbrig hellen Flanken und der weiße Bauch. Auch sind die Schwanzflossen der Fische tief gekerbt. In puncto Größe gibt es von Art zu Art Unterschiede. Die kleineren Arten erreichen eine Länge von 10 – 20 cm. Größere Vertreter wie die Bodenrenke bringen es aber auch gerne mal auf 60 cm. Kapitale Felchen schließlich wurden auch schon mit mehr als 80 cm gefangen.

Einen stattlichen Fang kannst du z. B. in diesem Video bestaunen.

Hinweis: Einige Arten wie die kleine Bodenrenke und die kleine Schwebrenke unterliegen regional starken Beschränkungen. Informiere dich also vorher, wann du welche Fische in welchen Mengen fangen darfst.

Geangelt werden Felchen vor allem in Regionen, in denen viele Wasserinsekten vorkommen. Viele Felchen findet man beispielsweise in der Alpenregion. Worauf bei den Orten genau zu achten ist, sehen wir uns später noch genauer an.

Doch warum sind die Felchen nun eigentlich derart begehrt? Nun, das hat zwei Gründe. Zunächst einmal sind sie sehr schmackhaft und eignen sich für viele Gerichte. Man kannsie als Räucherfisch zubereiten, aber auch in der Pfanne braten, auf dem Grill oder Steckerlfische daraus machen. Der zweite Grund ist das ganz besondere Fangerlebnis. Felchen sind sehr scheu und gut darin, die Köder vom Haken wegzuschnappen. Es ist sehr schwer, den Anbiss zu bemerken. Hier musst du die ganze Zeit über konzentriert sein. Und selbst wenn du den Anbiss bemerkt und die Felche gehakt hast, besteht immer noch die Gefahr, dass sie sich bei ihrer wilden Flucht losreißen und verletzt fliehen.

Welchen Anforderungen muss die Rute genügen?

Du siehst schon an dieser kurzen Beschreibung, dass eine Felchenrute zwei Dinge leisten muss. Einerseits muss sie so leicht und flexibel sein, dass sie den Biss gut erkennbar anzeigt und die abrupten Fluchten des Fisches abfangen kann, andererseits muss sie so stark sein, dass man das Fischmaul beim Anhieb gut haken kann. Felchenruten haben also in der Regel eine sehr feine und weiche Spitze. Bei vielen Angelsets hast du Wechselspitzen in unterschiedlichen Härtegraden dabei, sodass du sie an die Größe und Stärke der Felchen anpassen kannst. Die Aktion ist in der Regel parabolisch oder wenigstens semiparabolisch. So lassen sich die auftretenden Kräfte gut abfedern.

Eine weitere Besonderheit beim Felchenangeln ist die Hegene. Dabei handelt es sich um eine besondere Art des Vorfachs. Hier gibt es eine Hauptschnur, von der in kleinen Abschnitten kürzere Nebenschnüren abgehen. Dort sind die Nymphen und das Senkblei befestigt. Meistens gibt es 3 – 5 Seitenarme. Sie dienen dazu, die Bewegung aufsteigender Nymphen zu imitieren. Du führst damit Auf- und Ab-Bewegungen durch, sodass die Felchen angelockt werden.

Zu guter Letzt muss natürlich auch der Angler einigen Anforderungen genügen. Zuallererst einmal ist hier Geduld zu nennen. Das Felchenangeln kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Dabei zählt nicht nur das Durchhaltevermögen des Anglers, sondern auch seine Aufmerksamkeit. Bisse lassen sich nämlich nur sehr schwer erkennen. Man muss in diesem Fall sofort anschlagen, sonst ist der Fisch wieder weg. Gleichzeitig muss man so viel Gefühl in die Bewegung legen, dass man das sehr weiche Felchenmaul nicht schlitzt. Du siehst, hier braucht es nicht nur eine gute Ausrüstung, sondern auch eine Menge Erfahrung.

Vor- und Nachteile

VorteileNachteile
  • sehr weiche spitze
  • feine Bissanzeige
  • Abfederung abrupter Fluchten
  • geringes Gewicht
  • großer Spaß für alle, die neue Herausforderungen suchen
  • Felchen zeichnen sich durch sehr aromatischen Geschmack aus
  • kann auch für viele andere Fische wie z. B. Forellen genutzt werden
  • viel Erfahrung notwendig
  • sehr gute Feinabstimmung bei Rute erforderlich, sonst wird Haken oft herausgerissen

In Null Komma Nichts zur richtigen Felchenrute

Da Felchen nicht ganz so leicht zu fangen sind, muss man hier bei der Auswahl der Rute einige Dinge mehr beachten als bei anderen Arten. Die wichtigsten Auswahlkriterien haben wir dir in diesem Abschnitt zusammengefasst. Im Folgenden gehen wir auch noch einmal kurz darauf ein, worauf du bei der Rolle, der Schnur, dem Haken und dem Bindematerial achten musst.

Das Gewicht und die Länge der Felchenrute

Das Gewicht:

Eine Felchenrute sollte möglichst leicht sein. Da du sie permanent auf und ab bewegst, um die Bewegungen von aufsteigenden Nymphen zu imitieren, kann es sonst schnell anstrengend werden. Besonders leichte Ruten aus Materialien wie Carbon sind teilweise mit weniger als 100 g erhältlich. Sie lassen sich bequem in der Hand halten und geben dir so auch gleich ein direkteres Gefühl für den Köder und den Anbiss.

Im Zusammenhang mit dem Gewicht ist auch auf die Flexibilität zu achten. Felchenruten sind vergleichsweise fein und gehören zu den weichsten Ruten überhaupt. Am besten entscheidest du dich hier für eine parabolische oder semiparabolische Aktion. So erkennst du einerseits Anbisse deutlicher, andererseits wird so auch das Risiko begrenzt, dass sich die Felche den Haken bei einer ruckartigen Flucht aus dem Maul reißt. Andererseits sollte die Spitze auch so steif sein, dass du den Haken beim Anhieb gut in das Maul der Felche treiben kannst. Das ist oft kein ganz einfacher Kompromiss. Entscheide dich deshalb für den Anfang am besten für Ruten mit Wechselspitzen. So kannst du erst einmal ein Gefühl dafür entwickeln, welche Aktion für dich am besten funktioniert. Bei Bedarf kannst du dann immer noch wechseln.

Merke: Beim Anbiss von Felchen fühlt man maximal Zupfer, oft gerade einmal eine leichte Entlastung der Spitze. Das liegt daran, dass die Fische die Nymphen gern von unten greifen und damit eine leichte Aufwärtsbewegung machen. Deshalb muss die Spitze möglichst fein sein.

Bleibt noch die Frage nach dem Wurfgewicht. Dieser Wert gibt an, welches Gewicht die ausgeworfene Hegene maximal haben darf. Ist das Gewicht zu hoch, kann es passieren, dass die Rute bricht. Felchenangler nennen auf Nachfrage oft Werte zwischen 20 und 45 g. Wir raten hier eher zur leichteren Variante mit maximal 30 g. Das liegt daran, dass Ruten mit hohem Wurfgewicht steifer sein müssen, um durch die höhere Belastung nicht zu brechen. Das birgt aber wieder die Gefahr, dass der Haken beim Anhieb oder bei der Flucht des Fisches aus seinem Maul ausschlitzt.

Die Länge:

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Länge. Hier bewegen sich die meisten Ausführungen zwischen 180 und 270 cm. Lange Ruten werden eher verwendet, wenn man vom Ufer aus fischt. Man kann damit weiter auswerfen, hat aber auch nicht so viel Bewegungsspielraum. Gerade, wenn viele Bäume und Sträucher um den Angelplatz herum wachsen, kann man sich hier schnell einmal verfangen. Längere Ruten werden entsprechend vor allem im Frühjahr genutzt, wenn die Felchen etwas näher am Ufer stehen.

Zu allen anderen Jahreszeiten raten wir eher zu kürzeren Ruten. Damit hast du auch mehr Bewegungsfreiheit, wenn du vom Boot aus angelst. Ein weiterer Vorteil kürzerer Ruten besteht darin, dass der Auswurf damit präziser ist.

Tipp: Gerade bei Felchenruten lohnt sich eine Rute mit auffälliger Farbe wie z. B. Rot, Gelb oder Giftgrün. So erkennst du den Anbiss der vorsichtigen Felche sehr viel besser.

Die Auswahl der Rolle – hier kommt es auf Leichtigkeit an

Wie die Rute sollte auch die Rolle ein möglichst geringes Gewicht haben. Greife hier deshalb am besten zu Materialien wie Aluminium oder Carbon. Weiterhin sollte die Rolle sich sehr intuitiv bedienen lassen und leichtgängig sein. Aus diesem Grund erfreuen sich Laufrollen seit längerer Zeit großer Beliebtheit. Sie ist speziell für das Felchenangeln entwickelt worden und weist gegenüber herkömmlichen Stationärrollen eine Reihe von Vorteilen auf:

  • deutlich leichter
  • kein Schnurdrall
  • runder und leichter Lauf
  • Hegene verdreht sich nicht
  • Gewicht von weniger als 140 g
  • direkter Kontakt zu Köder und Fisch
  • viel Kontrolle, da Daumen als Bremse fungiert

Wie das Angeln mit der auch unter den Namen Centrepin und Achsrolle bekannten Laufrolle funktioniert, kannst du dir in diesem Video ansehen. So bekommst du einen guten Eindruck von ihrem besonderen Laufverhalten.

Bei der Auswahl einer Laufrolle spielen vor allem der Spulendurchmesser, die Breite und die Ratsche eine Rolle. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:

LaufrolleDetails
Spulendurchmesser
  • wichtigstes Auswahlkriterium
  • Einfluss auf die Einholgeschwindigkeit
  • je größer der Durchmesser, desto mehr Schnur wird pro Umdrehung eingeholt
  • beim Trotten verwendet man Rollen mit 4 – 5 Inch Durchmesser
  • beim Grundangeln kommen eher kleinere Rollen mit 3,5 – 4 Inch zum Einsatz
Spulenbreite
  • breite Spule bietet Vorteile beim Werfen, da vor allem bei starkem Seitenwind die Schnur nicht so leicht heruntergleitet; allerdings auch schwerer
  • breite Spulen eher zum Grundangeln geeignet, weil die Spule beim Trotten träger und die Schnurfreigabe etwas verzögert ist
Ratsche
  • Sicherung, die Ablaufen der Schnur verhindert, wenn man Standort wechselt oder Rute auf einen Ständer legt
  • ohne Ratsche würde Spule allein schon durch Wind in Rotation versetzt werden und leerlaufen

Wenn du noch weitere Informationen zur Centrepin-Rolle suchst, schau mal in dieses ausführliche Interview von fischundfang.de mit Anglerlegende Bernd Steffen. Hier erfährst du viel über Vorteile, bekommst Auswahltipps, Hinweise zur Wurftechnik und mehr.

Die richtige Schnur zum Felchenangeln – Monofil oder geflochten?

Bei der Schnur hast du die Wahl zwischen monofiler und geflochtener Schnur. Unter Anglern haben sich hier mit der Zeit zwei Lager gebildet. Die einen bevorzugen die geflochtene Schnur, weil sie Angst haben, dass sie den Fisch beim Anhieb von mehr als 25 m nicht mehr richtig haken können. Die andere Seite bemängelt wiederum, dass eine zu unnachgiebige Schnur bei Fluchten der Felche zu schnell aus dem Fischmaul ausschlitzt. Eine dehnbare monofile Schnur kann sie besser abfedern. Wir raten dir zu einem Kompromiss aus beiden Welten, einer monofilen Schnur mit nicht zu starker Dehnung. So kannst du den Anhieb einerseits mit guter Kraftübersetzung durchbringen, andererseits minimierst du das Risiko, dass der Fisch sich vom Haken losreißt. Die Dicke sollte zwischen 0,16 und 0,22 mm betragen.

Reine geflochtene Schnur ist eher etwas für Spezialisten, die in Tiefen von mehr als 20 Metern fischen. Sie kommt also vor allem in den kalten Jahreszeiten zum Einsatz, wenn die Felchen eher tief stehen.

Tipp: Viele Angler schwören auf farbige Schnur. Sie hat den Vorteil, dass du nach einem Drill oder Fehlbiss schnell wieder die fängige Tiefe findest.

Das Vorfach:

Das Vorfach ist eine der großen Besonderheiten beim Felchenangeln. Hier kommt eine sogenannte Hegene zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein Vorfach, bei dem seitlich drei bis fünf kürzere in der Höhe versetzte Schnüre abgehen. Daran werden die Nymphen und das Senkblei angebracht. Die Länge der Schnüre liegt meistens bei 3 – 5 cm. Der Vorteil dieser auch als Paternoster bekannten Montage besteht darin, dass man mit mehreren Nymphen gleichzeitig und dazu noch auf verschiedenen Höhen fischen kann.

Übrigens: Die Bezeichnung Hegene kommt aus der Schweiz. Hier bezeichnet man so Vorfächer, die aus vier Seitenarmen mit Nymphen und einem Senkblei besteht. Daneben gibt es auch noch die Bezeichnung Gambe für die gleiche Montage-Art mit vier statt fünf Nymphen.

Die richtigen Köder für die Felchenjagd – Nymphen

Zur Jagd auf Felchen verwendet man in der Regel Nymphen. Das sind kleine absinkende Köder, die man sonst vor allem beim Fliegenfischen verwendet. Ihre Form ist dem Aussehen verschiedener Insektenarten nachempfunden.

Die Insekten in der Luft geben dir nicht nur einen guten Hinweis, wo sich die Felchen gerade aufhalten. Du kannst daraus auch Rückschlüsse darauf ziehen, welche Köder du auswählen solltest. Sie sollten den am Gewässer auftretenden Insekten möglichst nahe kommen. In der kalten Jahreszeit wählst du die Nymphen eher in dunklen Tönen wie Schwarz, Braun oder Dunkelviolett. Das liegt vor alle daran, dass in der Winterzeit nur wenig Licht in die Tiefe gelangt. Dunklere Köder erzeugen hier einfach einen besseren Kontrast.

Im Sommerhalbjahr setzt du dann eher auf helle auffällige Muster in Farben wie Lila, Gelb, Grün und Rot. Auch die Farbe des Nymphenkopfs spielt eine Rolle. Meistens werden sie aus kleinen Perlen gefertigt, die an die Farbe des Nymphenkörpers angepasst sind. Das heißt auch hier wieder: in der kalten Jahreszeit dunkel (braun, zimtfarben, schwarz), im Sommer hell (hellgrün, pink). Mit roten Köpfen bist du das ganze Jahr über gut ausgestattet.

Haken und Bindematerial

Zu guter Letzt werfen wir auch noch einen Blick auf die richtigen Haken und das Bindematerial. Sie sind nötig, um eine robuste Verbindung mit Hegene und Nymphen herzustellen.

Haken & BindematerialDetails
Haken
  • Auswahl zwischen verschiedenen Farben, Formen und Größen
  • am häufigsten goldene und brünierte Shrimphaken mit Öhr verwendet
  • in der Regel Größen zwischen 10 und 18 verwendet. Am häufigsten 12, 14 und 16
  • bei zu kleinen Haken kommt es oft zu Fehlbissen und Aussteigern.
  • beim Einsatz zu großer Haken nimmt Anzahl der Bisse rapide ab.
Bindematerial
  • In manchen Gewässern sind fein gebundene Nymphen fängiger, in anderen eher dickere Körper.
  • Beliebtes Material: Polyfloss; vielfädiges Material, das sich beim Binden sehr eng an den Haken anlegt.
  • Mit Polyfloss umwickelte Nymphen sollten mindestens zwei Mal lackiert werden. Das erhöht die Haltbarkeit.

Bekannte Hersteller von Felchenruten

HerstellerBesonderheiten
Daiwa
  • 1958 gegründet
  • vor allem für Innovationen im Angelrollensektor bekannt
  • 1979 erster Angelrollenhersteller, der bei Rollenbodys und Rollenrotoren auf Carbon setzt
  • Beliebte Felchenrolle: Daiwa Twilight Specialist Corregone; sehr gute Federung, Kohlefaser-Wechselspitzen, abnehmbare Gewichte in Griff integriert für optimale Balance
Shimano
  • 1921 gegründet
  • Herstellung erster Angelrollen 1970
  • Angebot später um Ruten und vieles anderes Zubehör
  • beliebte Rute: Shimano Yasei Red Coregonus 210: hochwertige Hardlite-Beringung, Handteil aus Kork, Stofffutteral im Lieferumfang enthalten
  • Ruten punkten vor allem mit sensibler Spitzenaktion
Stucki
  • seit 1916 in der Herstellung hochwertigen Fischereibedarfs tätig
  • bietet hochwertige Felchenruten zum günstigen Preis
  • in der Regel zwei Spitzen im Lieferumfang enthalten
  • stabile SIC-Ringe
  • auch großes Angebot im Bereich Schleppfischen

Noch nicht fündig geworden? Kein Problem! Es gibt noch zahlreiche weitere Anbieter, bei denen du hochwertige Felchenruten für jedes Einsatzgebiet findest. Hier findest du nochmal eine kurze Auswahl.

Beliebte Felchenruten & Zubehör

Shimano Yasei Red Coregonus

( Rezensionen)
Shimano Yasei Red Coregonus

Besonderheiten

  • Länge: 240 cm
  • Transportlänge: 123 cm
  • Gewicht: 88 g
  • Rollenhalter: XT60 Blank
  • Material Handteil: Kork
Mit dieser Rolle beweist das japanische Unternehmen Shimano einmal mehr seine Erfahrungen beim Herstellen hochwertiger Felchenruten. Zu den klaren Vorteilen zählt hier ganz klar die sensible parabolische Aktion, dank der man nicht nur Felchen, sondern auch viele andere Arten gut am Anbiss erkennt. Gelobt wird hier auch das geringe Gewicht, dank dem die Rute immer gut in der Hand liegt und man immer ein sehr direktes Gefühl bei der Köderführung und beim Drill hat. Als Material kommt Kohlefaser zum Einsatz. Der Griff ist aus Kork gefertigt.

Für Flexibilität stehen weiterhin die im Lieferumfang enthaltenen Wechselspitzen. Es gibt eine Light- und eine Heavy-Light-Ausführung. Das Wurfgewicht beträgt 3g, womit diese Angel sowohl für passionierte Angler als auch für Einsteiger gut geeignet ist. Abgerundet wird das Angebot durch den günstigen Preis. Wenn du also zum Einstieg erst einmal eine erschwingliche Allround-Angel suchst, bist du hier goldrichtig.

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Felchenrute Lessi F1

(1 Rezensionen)
Felchenrute Lessi F1

Besonderheiten

  • Länge: 2,10 m
  • Gewicht: 75 g
  • 2 Teile + 3 Wechselspitzen
  • Material Blank: Carbon
  • Material Griff: Carbon
Bei dieser Rute bekommst du für einen fairen Preis einiges geboten. Hier bezahlst du gerade einmal 99 Euro für eine hochwertige Felchenrute, die sich durch ihre flexible Aktion und ihre Robustheit auszeichnet. Das liegt vor allem an der Materialauswahl. Hier kommt hochwertiges japanisches Toray-Carbon zum Einsatz, das sich in vielen Härtetests bewährt hat. Das gilt auch für die Wechselspitzen. Im Test hat sich gezeigt, dass die Farbe hier auch nach 3 Monaten nicht abblättert. Am weichsten wird dabei die gelbe Spitze beschrieben. Es folgen die rote und die weiße. Ganz egal, für welche Spitze du dich entscheidest, das Ausschlitzen der Nymphe wird auf ein Minimum reduziert. Auch die Bisserkennung überzeugt voll und ganz. Im Test des Angelservice-Sauerland-Teams verwendete man vor allem Bleie von 5 – 9 g in Tiefen von 16 – 8 m. Dabei angelte man selbst an windigen Tagen erfolgreich.

Auch bei den Ringen zeigen sich viele Nutzer über die für den niedrigen Preis exzellente Qualität überrascht. Hier stehen alle Ringe absolut gerade und der Kork ist so ergonomisch geformt, dass die Rute auch bei mehrstündigem Fischen ermüdungsfrei in der Hand liegt. Fazit: Wenn du eine zuverlässige Felchenrute für den Einstieg suchst, bist du hier goldrichtig.

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Wichtiges Zubehör

Kescher:

Zum Zubehör beim Felchenangeln sollte auf jeden Fall ein Kescher gehören, mit dem sich die Felche aus dem Wasser holen lässt. Dabei solltest du dich für ein Modell aus monofilem Material entscheiden. So lässt sich die Hegene nach dem Keschern leicht lösen. In Textilfasern würde sie sich heillos verwirren und nur mit sehr viel Mühe und Zeitaufwand wieder zu entfernen sein.

Messer, Schlagholz, Zange:

Wenn du schon einmal in deiner Küche einen Fisch geschuppt hast, weißt du, dass das eine ziemliche Sauerei geben kann. Deswegen solltest du bei einem Angelausflug ein Messer dabei haben, mit dem du diese Arbeit gleich nach dem Fangen erledigen kannst. Auch ein Schlagholz und eine Zange sollten zur Grundausstattung gehören.

Tipp – Fotoapparat nicht vergessen

Natürlich erhofft sich jeder Angler immer einen großen Fang. Da wäre es schade, wenn er tatsächlich gelingt und man ihn nicht für die Nachwelt festhalten kann. Deshalb empfiehlt es sich immer, einen Fotoapparat dabeizuhaben. So kannst du nicht nur deinen Fang dokumentieren, sondern auch gleich noch ein paar atmosphärische Bilder des Sees oder Flusses im frühen Morgendunst machen. Hier gibt es immer wieder schöne Motive.

Auch die Pflege darf nicht zu kurz kommen

An dieser Stelle sehen wir uns noch einmal kurz an, wie du deine Felchenrute am besten pflegst, damit du lange deine Freude daran hast. Auch ein paar weiterführende Tipps zur Pflege der Schnur, des Keschers und der Rollen haben wir hier für dich.

Die Reinigung der Rute zwischendurch

Eine Felchenrute sollte nicht nur nach den Angelausflügen, sondern auch immer mal zwischendurch auf Vordermann gebracht werden. Zunächst einmal solltest du sie mit einem Tuch abwischen. So entfernst du Feuchtigkeit und Sand. Die Entfernung von Sand ist gerade bei Teleskopruten wichtig. Wenn er sich nämlich in den Einschüben festsetzt, lässt sich die Rute unter Umständen nicht mehr richtig zusammenschieben. Auch Kratzer entstehen so schnell. Das gilt natürlich auch für die Steckruten. Auch hier kann Sand zu Kratzern und feststeckenden Verbindungsstäben führen.

Tipp: Nach dem Angeln solltest du deine Rute von Salzwasser befreien. Das machst du am besten, indem du sie erst in Leitungswasser einweichst und anschließend noch einmal abspülst. Hartnäckigere Reste kannst du mit einer Zahnbürste entfernen.

Die Reinigung der Rollen

Bei den Rollen ist die Reinigung etwas schwieriger. Sie müssen nämlich zerlegt werden. Hier ist es empfehlenswert, dass du dir beim ersten Mal Hilfe holst. Hier gibt es nämlich viele kleine Schrauben, Unterlegscheiben, Federn und viele andere Kleinteile. Da kann schnell einmal etwas verlorengehen. Auch ist das Zusammenbauen meistens nicht ganz so leicht wie das Auseinanderbauen. Behalte das immer im Hinterkopf.

Bei der Pflege der Rollen kommt es zunächst einmal darauf an, alte Reste von Fett und Öl zu entfernen. Die kannst du einfach abwischen oder mit Isopropanol-Alkohol entfernen. Sei dabei bei den Plastikteilen vorsichtig. Die können durch den Alkohol nämlich angegriffen werden. Wenn du damit fertig bist, fettest und ölst du die Teile neu ein.

Hinweis: Wenn du deine Angel vor allem im Salzwasser einsetzt, musst du darauf achten, salzwasserfestes Rollenöl verwenden. Beliebt ist beispielsweise Kriechöl (W40).

Nach der Reinigung

Nach dem Reinigen untersuchst du deine Angel auf Schäden. Meistens sind es kleinere Kratzer, die vorher vom Schmutz bedeckt waren. Sieh auch nach Kratzern, Lackschäden und Rissen und überprüfe, ob alle Ringe noch fest sitzen. Defekte Ringe kannst du mit Heißkleber befestigen. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du diese Arbeit auch im Angelladen übernehmen lassen.

Tipps für die Ringe: An den Ringwicklungen kommt es gerne zu Lackschäden. Die lassen sich aber leicht beheben. Reinige die betreffende Stelle gründlich und lass sie anschließend trocknen. Danach kannst du sie mit Rutenlack und einem kleinen Pinsel überstreichen. Anschließend lässt die die Stelle wieder trocknen.

So pflegst du den Korkgriff:

Auch der Korkgriff bekommt schnell mal etwas Schmutz ab. Auch der lässt sich aber leicht entfernen. Schmirgle ihn einfach mit feinem Sandpapier ab, wenn er trocken ist. Hin und wieder kommt es auch vor, dass Löcher in den Kork kommen. Fülle die entsprechenden Stellen mit Korkkitt auf. Dabei handelt es sich um eine Paste aus Holzkitt, Lösungsmitteln und Korkstaub. Sind die Löcher gefüllt und die Oberfläche getrocknet, fährst du noch einmal mit Schleifpapier darüber.

Verschmutzungen reduzieren durch Konservierung:

Es gibt ein paar kleine Tricks, mit denen du dir die Reinigung etwas erleichtern kannst. So empfiehlt es sich beispielsweise immer, die Rute nach dem Saubermachen noch mit einer Schutzschicht zu überziehen. Gut geeignet ist hier z. B. Graphit-Wachs. Du bekommst es im Angelladen. Trag es einfach mit einem weichen Tuch auf und verreibe es gründlich. Durch diesen Schutz können sich Verschmutzungen nicht mehr so leicht anlagern.

Zubehör überprüfen:

Wirf nach der Reinigung immer auch einen Blick auf wichtiges Zubehör wie die Schnur, den Gerätekasten, das Rutenfutteral und den Kescher. Hier haben wir dir die wichtigsten Tipps kurz zusammengefasst.

ZubehörDetails
Schnur
  • Überprüfen, ob die Schnur noch tragfähig ist.
  • Schnur nach rauen Stellen absuchen.
  • Wenn raue Stellen gefunden werden, Schnur austauschen. Rissgefahr
Gerätekasten
  • Gerätekasten einmal komplett ausleeren.
  • Am besten in warmem Wasser mit Spülmittel einweichen.
  • Danach mit Schwamm und Zahnbürsten bearbeiten.
  • Gründlich abtrocknen
Rutenfutteral
  • Futteral komplett ausräumen
  • Gesammelten Sand und Dreck ausschütten.
  • Futteral mit feuchtem Tuch auswischen.
  • Schwergängige Reißverschlüsse mit Silikonspray behandeln.

Wenn du noch weitere Tipps zur Pflege deiner Angelausrüstung suchst, schau auch ruhig mal in unserem Artikel zur Baitcast-Rute rein. Hier haben wir einige Dinge noch etwas ausführlicher erklärt.

So fängst du die größten Felchen – ein paar Tipps für den nächsten Angelausflug

Das Angeln auf Felchen erfordert Erfahrung und Geschick. Das liegt daran, dass die Fische recht scheu und die Bissanzeige mitunter kaum erkennbar ist. Deshalb sind hier einige Dinge zu beachten. Wir haben aber ein paar praktische Tipps, mit denen du deine Erfolgschancen deutlich erhöhst.

Auf örtliche Beschränkungen achten

Wie bereits angesprochen handelt es sich bei der Hegene um eine spezielle Art des Vorfachs, bei dem 3 – 5 Nymphen angebracht sind. Du darfst aber nicht jede Hegene in jedem Angelgebiet verwenden. Meistens ist die Anzahl der Nymphen pro Hegene limitiert. Du solltest dich also vor dem Binden des Vorfachs immer über evtl. am Gewässer geltende Beschränkungen informieren. Die Nutzung von mehr als 5 Haken gilt in Anglerkreisen außerdem als unsportlich.

Wie du die Hegene richtig knüpfst

Eine Hegene zum Angeln kannst du mit relativ wenig Aufwand selbst herstellen. Der Vorteil besteht dabei darin, dass du die Köder ganz leicht an die aktuellen Fressvorlieben der Fische anpassen kannst.

Bei den meisten Anglern kommen goldene Haken in den Größen 10 bis 16 zum Einsatz. Sie haben sich unter vielen verschiedenen Bedingungen bewährt. Wichtig ist, dass du die Hakengröße immer im Verhältnis zu den echten Insektennymphen wählst, die in dem Gewässer vorkommen. Darüber hinaus brauchst du noch Bindfäden, Glasperlen und die passenden Farben. Und so funktioniert das Ganze:

  • Halte den Haken sicher in der Hand.
  • Schiebe die Perle auf den Haken.
  • Wickle den Bindfaden vom Hakenöhr her auf. Achte dabei darauf, dass die Wicklungen möglichst gleichmäßig und eng anliegend sind und dass du nicht zu viel Faden aufträgst. Zwei bis vier Schichten genügen.
  • Versiegele die Nymphe mit klarem Nagellack.

Als Nächstes geht es an das Knüpfen der Hegene. Wie bereits angesprochen verwendest du hier am besten Monofilschnur der Stärke 0,16 bis 0,20 Milimeter. Bei der Gesamtlänge kommt es vor allem auf den Standort der Felchen an. Fischt du im Winterhalbjahr, stehen die Fische in der Regel dicht über Grund. Hier sollte die Hegene maximal 1,30 Meter lang sein. Im Sommerhalbjahr kann sie ruhig etwas länger sein. Hier verteilen sich die Felchen vor allem im Mittelwasser. Eine Länge von 2,40 bis 2,80 Meter kann es hier ruhig sein. Die Seitenarme sollten eine Länge von 2 – 3 cm haben und nach oben von der Hauptschnur abstehen. Am besten befestigst du sie mit einem Rapala-Knoten.

Tipp: Binde den Haken mit der Spitze nach außen ein. So bohren sie sich eher in die obere feste Mundpartie und schlitzen nicht so leicht aus.

Zu guter Letzt gehört natürlich auch noch ein Klemmblei an die Hegene. Es dient als Endbeschwerung. Hier verwendet man am besten ein Oliven- oder Klemmblei mit einem Gewicht von sieben bis zehn Gramm. Oft wird außerdem empfohlen, keine fünf Seitenarme einzubinden, sondern die letzte Nymphe als Nachläufer hinter das Blei zu binden. Knote sie einfach ans Ende der Hauptschnur und befestige das Gewicht etwa 10 bis 15 cm darüber. Vor allem in der Winterzeit beißen die Felchen vor allem auf diese Nymphe.

So angelst du mit der Hegene

Das Angeln mit der Hegene unterscheidet sich zum Teil deutlich von der Arbeit mit anderen Schnüren. Deshalb haben wir dir an dieser Stelle einmal kurz die wichtigsten Tipps zusammengefasst. Man unterscheidet zwei verschiedene Varianten, das Hegenenzupfen und das Posenangeln mit der Hegene.

Das Hegenenzupfen:

  • Lass die Hegene bis auf den Grund sinken und kurbele sie dann für ca. fünf Umdrehungen herauf.
  • Bewege die Angelrute in einem Radius von einem Meter auf und ab. Auf diese Weise imitierst du das Aufsteigen der Mückenlarven. Tu das so lang, bis du einen Anbiss bemerkst.
  • Wenn du einen Biss spürst und die Rute leicht nachgibst, schlägst du sofort an. Der Fisch darf den Köder nicht wieder ausspeien.
  • Drille den Fisch langsam aus der Tiefe an die Oberfläche. Bist du zu schnell, kann der Haken herausgerissen werden.

Das Felchenangeln erfordert Geduld und Durchhaltevermögen. Oft muss man die Rute sehr lange auf und ab bewegen, bis sich eine Felche verführen lässt. Wichtig ist dabei auch die richtige Bewegung. Larven steigen nur langsam auf. Deswegen erfolgt das Anheben und Absenken der Rute auch gefühlvoll und fast im Zeitlupentempo

Du siehst, beim Felchenangeln mit der Hegene kommt es vor allem auf Aufmerksamkeit an. Hier darfst du die Rutenspitze keine Sekunde aus den Augen lassen. Außerdem ist beim Drill Gefühl gefragt. Gehst du hier zu schnell zu Werke, reißt du den Haken aus dem Maul des Fisches. Außerdem kann ein zu schnelles Anziehen dazu führen, dass der Fisch keinen Druckausgleich durchführen kann und stirbt.

Der Drill sollte also nie zu sehr forciert werden. Vor allem größere Felchen müssen erst einmal die Gelegenheit haben, sich im Freiwasser auszutoben. Erst dann sollten sie in Bootsnähe geführt werden. Sonst besteht bei einer plötzlichen Flucht die Gefahr, dass sie ins Ankerseil flüchtet oder dass der Haken ausschlitzt.

Posenangeln mit der Hegene:

Alternativ besteht auch die Möglichkeit mit einer Posenmontage auf Felchen zu angeln. Dabei verwendet man in der Regel eine Pose (Schwimmer) mit einer Tragkraft von 30 – 40 g. Wichtig ist dabei, dass das Blei auf dem Grund aufliegt und die Pose noch aus dem Wasser herausragt. Sie ist zur optimalen Präsentation der Hegene erforderlich.

Das Ganze funktioniert nun so, dass sich die Oberflächenbewegungen der Pose auf die Hegene übertragen, die dann wiederum die Nymphen zu ihren typischen Hüpfbewegungen animieren. Einen Biss erkennst du daran, dass die Pose umfällt. Ein Vorteil besteht hierbei darin, dass nicht zwingend ein Anschlag erforderlich ist. Der Fisch hakt sich gegen das Blei selbst. Welche Methode der beiden die richtige für dich ist, solltest du einfach ausprobieren. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass das Hegenenzupfen die eher direktere Methode ist.

Wo du Felchen am besten findest

Es ist gar nicht so einfach, gute Gebiete zum Felchenangeln zu charakterisieren. Gerne halten sie sich in klarem Wasser auf, in dem es ein großes Nährstoffangebot gibt. Gute Stellen sind an Mückenpuppen und schlüpfenden Mücken an der Oberfläche zu erkennen. Im Winter stehen die Felchen oft tiefer im Gewässer. Im Frühjahr und im Sommer sind sie aber auch im flachen Wasser anzutreffen.

Sehen wir uns das Ganze noch einmal genauer an. Im Winter befinden sich das wärmste Wasser und damit auch die Felchen über dem Gewässergrund. Wenn die Temperaturen im Frühjahr steigen, entsteht zwischen dem permanent vier Grad kalten Tiefenwasser und dem aufgewärmten stetig zirkulierenden Oberflächenwasser eine Sprungschicht. Die erstreckt sich in der Regel von 5 bis 20 Meter Tiefe. Hier gibt es das größte Temperaturgefälle. Im Sommer kann es sich von 4 bis 20 Grad erstrecken.

Die Felchen fühlen sich bei einer Temperatur von etwa 12 Grad am wohlsten. Bei dieser Temperatur ist genügend Sauerstoff im Wasser gelöst und der Stoffkreislauf der Fische ist am schnellsten. Das heißt also, dass die Felchen im Vergleich zum Winter flacher und oft auch über mehrere Meter vertikal verteilt stehen.

Wo du auf Felchen aus bist und mit einer Hegene angelst, hast du häufig auch noch mit anderen Fischen Erfolg. Hier sind vor allem Seesaiblinge, Forellen, Egli und verschiedene Arten von Weißfischen wie Brachsmen und Schwalen zu nennen.

Die beste Zeit zum Angeln

Grundsätzlich ist es das ganze Jahr und den ganzen Tag über möglich, Felchen zu fangen. Einige Zeiten bieten aber deutlich bessere Erfolgsaussichten. Ein guter Zeitpunkt ist natürlich immer das Frühjahr, wenn sich das Wasser um 2 Grad oder mehr erwärmt und die Fische sich durch größere Aktivität auszeichnen. Auch der Herbst ist immer ein guter Zeitpunkt, da sich die Fische hier auf das bevorstehende Laichen und den Winter vorbereiten und sich noch einmal Reserven anfressen.

Bei der Tageszeit sind die ersten Morgenstunden und die Zeit ab vier Uhr nachmittags bis zur Dunkelheit zu empfehlen. Das gilt vor allem bei schönem Wetter, da die natürlichen Nymphen vor allem während dieser Zeit besonders aktiv sind. Ist das Wetter bewölkt und leicht verregnet, hast du den ganzen Tag über gute Chancen, da die Nymphen während der ganzen Zeit eine höhere Aktivität zeigen.

Steigere deinen Angelerfolg mit einem Echolot

Doch auch, wenn man in etwa weiß, wo sich die Felchen zu welcher Jahreszeit aufhalten, ist das noch keine Erfolgsgarantie. Ein gutes Hilfsmittel ist deshalb ein Echolot. Damit kannst du größere Fischpopulationen gut aufspüren. Du erkennst sie als klumpenförmige Fischschwärme. Im Vergleich zu Egli und Weißfischen stehen sie aber etwas weniger dicht. Meistens sind sie auf dem Bildschirm als einzelne Fische oder kleine Truppen zu erkennen. Daran siehst du, dass sie sich gerade auf Nahrungssuche befinden und umherziehen. Achte deshalb auch gleichzeitig auf die Gewässeroberfläche. Wenn du an einer Stelle viele Insekten auf dem Wasser oder in der Luft siehst, kannst du davon ausgehen, dass sich auch unter Wasser viele Insekten befinden, die von den Felchen gefressen werden.

Darauf achten Angler bei der Rutenauswahl besonders

Du hast nach dem Lesen der vorangegangenen Abschnitte sicher gemerkt, dass die Auswahl der passenden Felchenrute ein wenig Fingerspitzengefühl erfordert. Deshalb kann es nie schaden, sich abseits der Produktvorstellungen auch mal unter den Erfahrungen von Anglern umzusehen. So wirst du schnell bemerken, dass es die eine ideale Felchenrute für jeden Anwendungsbereich nicht gibt und dass oft Kompromisse eingegangen werden müssen. Ein paar Kritikpunkte begegnen einem in Expertendiskussionen aber doch immer wieder mal wieder.

Hier ist beispielsweise die Balance der Rute zu nennen. Gerade bei Ausführungen des günstigeren Preissegments kommt es immer mal wieder vor, dass sie kopflastig sind. Das heißt, das Gewicht lastet auf der Spitze. Das macht einerseits das Erkennen des Anbisses schwieriger, andererseits ist auch die Materialbelastung höher und das Halten der Rute ist auf Dauer anstrengender. Darüber hinaus gibt es noch einige andere Dinge, die in Tests regelmäßig negativ auffallen:

  • Der Schieberollenhalter hält nicht stabil und lockert sich. Die Rolle fällt beim Drill aus der Halterung.
  • Die Ringe brechen bereits nach wenigen Angelausflügen.
  • Der Korkgriff ist porös.
  • Die Aktion ist zu steif. -> Die Haken schlitzen aus dem weichen Felchenmaul aus.

Wenn du dir einen Überblick über verschiedene Themen verschaffen willst, wirf doch mal einen Blick ins Fischerforum und ins Felchenforum. Über den Link gelangst du direkt zum Unterforum Hegenefischen. Hier wird über Themen wie die richtige Rute für Unterwasserposen, aktuelle Testberichte, Tipps für die Auswahl der Laufrolle, die richtige Länge und viele andere spannende Themen gesprochen.

Fazit

So, da sind wir auch schon wieder ans Ende unseres Ratgebers gelangt. Du siehst, über Felchenruten und überhaupt über das Thema Felchenangeln gibt es eine Menge zu berichten. Diese besonders feinen und weichen Ruten gehören mit Fug und Recht zur Angelausrüstung für Fortgeschrittene. Das Angeln auf Felchen fordert dem Angler alles ab. Hier musst du über einen langen Zeitraum absolut konzentriert sein und im richtigen Moment mit blitzschnellen Reflexen agieren. Damit es eine ganz besondere Herausforderung, die immer wieder Spaß macht.

In unserem Ratgeber hast du nun die Grundlagen kennengelernt, die du brauchst, um mit dem Felchenangeln durchzustarten. Weiterführend haben wir dir auch noch viele Links zu spannenden Seiten rund um das Thema Felchenangeln zusammengetragen. Hier findest du alles, was du brauchst, wenn du dich noch tiefer mit dem Thema beschäftigen willst. Wir wünschen dir dabei viel Spaß und viel Erfolg beim Angeln.

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