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Ratgeber zum Kauf von Angelrollen

AngelrolleAngeln gehört zu den schönsten Outdoor-Aktivitäten – doch mit der falschen Ausrüstung wird aus Lust schnell Frust. Damit du beim Auswerfen nicht aufgibst, weil der Schnurfangbügel ständig zurückklappt oder dein Fang nicht davonkommt, weil das Bremssystem versagt, haben wir dir in diesem umfangreichen Ratgeber alles wichtige zusammengefasst, dass du vor dem Kauf einer neuen Angelrolle beachten solltest.

Hier erfährst du
  • ALLES über Angelrollen
  • welche Rollenarten es gibt
  • welche für dich die Beste ist
  • wie du deine Rolle pflegen musst!

Die beliebtesten Angelrollen 2017

Aufbau und Funktion einer Angelrolle

Angelrolle AufbauWenn du dich nicht gerade für eine Stipprute bzw. das Stippen interessierst, benötigst du zum Angeln eine Angelrolle, die in Griffnähe an deiner Angel befestigt ist. Auf dieser befindet sich die Schnur, manchmal auch Sehne genannt, die du nach Belieben beim Auswerfen abwickeln und mithilfe von Kurbelumdrehungen wieder aufwickeln kannst.

Wie du beim Stöbern in diesem Ratgeber noch merken wirst, gibt es verschiedene Arten von Angelrollen, doch in der Regel besteht eine Rolle aus den folgenden Bestandteilen:

  • einem Rollenfuß samt Rollenhalter, der die Rute mit der Rolle verbindet.
  • einer Kurbel (bei manchen Rollen auch Doppelkurbel) samt Griff bzw. Knauf, durch die beim Betätigen die Schnur über das Schnurlaufröllchen und einen Rollenbügel gleichmäßig auf die Spule aufgewickelt wird.
  • einen Schalter für Rücklaufsperre, der das Zurückdrehen der Spule und damit unkontrollierte Abwickeln der Schnur vermeidet.
  • ein hochwertiges Bremssystem ist vor allem beim Drillen wichtig, damit dein Fisch ermüdet, statt den Kampf gegen die Bremse zu gewinnen und einfach zu verschwinden.
  • ein Schnurfangbügel, der zum Auswerfen der Schnur geöffnet wird, damit diese sich abrollen kann.

Wenn du verschiedene Spulen nutzen möchtest, ist es sinnvoll auf ein Druckknopfsystem Wert zu legen, mit dem die Spulen ohne Werkzeug und Schrauben von der Rolle gelöst werden kann.

Die verschiedenen Angelrollen-Arten im Überblick

Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Angelrollen-Typen, die wir dir in diesem Abschnitt vorstellen möchten.

Stationärrollen

StationärrollenZu den meistverwendeten Angelrollen von Einsteigern und Profis gehören Stationärrollen, oft auch Querwindrollen genannt. Je nach Bauart und Zielgewässer können sie zum

  • Feedern
  • Grundangeln,
  • Karpfenfischen,
  • Machangeln und
  • Spinnfischen
eingesetzt werden und sind damit wahre Allrounder. Der maßgebliche Unterschied zu anderen Rollenarten ist, dass die Rollenachse bei Stationärrollen parallel zum Rutenschaft steht und die Spule feststehend ist, wodurch die Schnur beim Auswurf von der Spule abgewickelt wird. Wenn du die Schnur wieder einholst, wird diese durch einen Schnurfangbügel ganz automatisch wieder auf die Spule gewickelt.

Bremssysteme bei Stationärrollen

Vor dem Kauf einer Stationärrolle solltest du allerdings entscheiden, welches Bremssystem dein Favorit ist. Es wird dafür benötigt, deinen Fang nach dem Anbeißen daran zu hindern, einfach wieder wegzuschwimmen – im schlimmsten Fall mit deiner Angel im Schlepptau. Der Einfachheit halber haben wir dir die wichtigsten Bremssysteme in einer praktischen Übersichtstabelle gegenübergestellt:

BezeichnungSitz der JustierungVorteileNachteile
Frontbremsedirekt an der Spule
  • meistens wasserdicht
  • nicht so schmutzanfällig
  • kann sehr sensibel eingestellt werden
  • verfügt in der Regel über größere Bremsscheiben
  • effektiver als Heckbremsen
  • wirken direkt auf die Spule
  • bei minderwertigen Frontbremsen läuft die Bremse manchmal nicht sauber – achte daher beim Kauf unbedingt auf Qualität
  • die Handhabung erfordert mehr Übung als Heckbremsen
Heckbremse und Kampfbremseunten am Getriebegehäuse
  • einfache Bedienung
  • verfügt oftmals über eine Kampfbremse, mit der man flexibel zwischen einer weichen und harten Bremsung umschalten kann, ohne die eigentliche Bremskraft der Heckbremse zu verändern
  • verschmutzt schneller als Frontbremsen
  • aufwendige Reinigung
  • nicht so belastbar wie Frontbremsen

Auch wenn Frontbremsen scheinbar etwas komplizierter zu nutzen sind, schwören viele Experten auf dieses Bremssystem, da es meistens deutlich mehr aushält und dazu noch langlebiger ist. Getreu dem Motto „Übung macht den Meister!“ solltest du der Frontbremse daher auch als Anfänger einfach eine Chance geben. Die Qualität von Heckbremsen wird zwar stetig verbessert, doch vor allem günstige Angelrollen mit Heckbremse kommen meistens nicht an die Leistung von Frontbremsen ran. Solltest du es allerdings mit einer Heckbremse probieren wollen, achte darauf, dass du eine genaue Feinjustierung vornehmen kannst.

Inzwischen gibt es immer mehr Hersteller, die Stationärrollen mit allen drei Bremssystemen bzw. kombinierten Bremssystemen anbieten. So kannst du jederzeit entscheiden, wie du gerade angeln möchtest und bist für alle Eventualitäten gewappnet.

Eine sinnvolle Ergänzung stellt ein Freilaufsystem dar, durch das die Front- oder Heckbremse im Falle eines Bisses ausgeschaltet und ein freier Abzug ermöglicht. Die benötigst du allerdings vorrangig zum Grundangeln – beim Posenangeln oder Spinnfischen stellt der Freilauf ein unnötiges Gewicht dar.

Wichtig ist beim Angeln allerdings, dass du ungeachtet des Freilaufs, zunächst die gewünschte Kraft an der Hauptbremse einstellst. Nachdem du den Köder ausgeworfen hast, muss nur noch der Freilaufhebel auf „on“ geklappt und die Freilaufbremse mithilfe des Einstellungsrads so eingestellt werden, dass dein Fang Schnur von der Rolle ziehen kann.

Getriebe-Arten bei Stationärrollen

Ebenso wichtig ist das Getriebe einer Stationärrolle, welches die Auf- und Abbewegung der Spule und Umdrehung steuert. Zur Verdeutlichung der Unterschiede haben wir dir auch hierfür eine kompakte Übersicht zusammengestellt:

BezeichnungHubrad-GetriebeSchneckengetriebe bzw. Wormshaft Spulenhub
Erzeugung des Hubs überein Hub- bzw. Exenterzahnradeine schneckenartige Nut
Schnurverlegungnicht gleichmäßigsehr gleichmäßig, da der Antrieb der Rollenachse und Wormshaft direkt miteinander verbunden sind

Preislich solltest du für eine gewöhnliche Stationärrolle zwischen 20 und 60 Euro einplanen. Behalte jedoch im Hinterkopf: Teuer ist nicht automatisch gut! Wichtiger ist, dass die Angelrolle zu deinem Angelverhalten passt.

Wichtige Aspekte beim Kauf einer Stationärrolle

Abschließend möchten wir dir die wichtigsten Aspekte beim Kauf einer Stationärrolle noch einmal zusammenfassen:

  • Gewicht: Um bei weitem oder häufigem Auswerfen keinen müden Arm zu bekommen, sollten die Rolle und Spule möglichst aus leichten Materialien wie Aluminium oder Graphit gefertigt sein.
  • Schnurfangbügel: Dieser sollte beim Aufklappen zum Auswerfen oder der Schnurfreigabe fest einrasten, damit er nicht ungewollt zurückschlägt.
  • Schnurlaufröllchen: Um der hohen Krafteinwirkung der Sehne standzuhalten, sollte das Schnurlaufröllchen aus Titan, Edelstahl oder Aluminium bestehen. Ebenso wichtig ist die Leichtläufigkeit dank Kugellagern, damit ein Schnurdrall verhindert wird.
  • Kugellager: Apropos Kugellager: fälschlicherweise legen viele Einsteiger großen Wert auf die Anzahl der Kugellager – doch viel wichtiger ist deren Position und Qualität. Wichtige Einsatzorte sind beispielsweise das Schnurfangröllchen sowie die Verbindung vom Rotor und der Antriebsschnecke. Von hochwertigen Kugellagern wird auch maßgeblich die Leichtläufigkeit der Rolle beeinflusst.
  • Rücklaufsperre: Um das Zurückdrehen der Spule und unkontrollierte Abwickeln der Schnur zu vermeiden setzen viele Angler auf eine Rücklaufsperre. Einige schwören dabei auf ein Anti-Reverse-System, wodurch der Rotor bei der Aktivierung der Sperre punktgenau stehen bleibt und anders als bei herkömmlichen Rücklaufsperren mit mehreren Sperrpunkten, kein „Spiel“ möglich ist.
  • Hubstange: Die Hubstange sollte aus Edelstahl oder einem anderen hochwertigen Material sein, um den einwirkenden Querkräften der Spule stand zu halten. Darüber hinaus sollte der Durchmesser der Hubstange dem der Rolle entsprechen, um sich unter der hohen Kraftumlenkung nicht zu verbiegen.
  • Zahnräder: Die sollten aus Messing oder Bronze bestehen und die Oberflächenvergütung hochwertig sein. Aluminium-Zahnräder solltest du eher meiden.
  • Links oder Rechtshänder: Normalerweise ist es so, dass du als Rechtshänder ein Links-Hand-Modell erwerben solltest, da du in der rechten Hand schon die Rute hältst – und umgekehrt natürlich. Es gibt auch Rollen, die man nach Bedarf umbauen kann. Dies ist meistens aber mit hohem Aufwand verbunden.
  • Übersetzung: Die Übersetzungsangabe sollte auf dein Angelverhalten abgestimmt sein. Steht in der Beschreibung der Rolle beispielsweise die Angabe „4,9:1“ bedeutet dies, dass sich die Spule 4,9-mal bei einer Kurbelumdrehung dreht. Je höher der Wert, umso mehr Schnur wird aufgerollt – wobei dies auch noch von dem Durchmesser der Sehne abhängig ist. Ebenso wichtig sind aber auch der Spulendurchmesser und die Dicke der Schnur – dementsprechend bedeutet eine hohe Übersetzung nicht automatisch einen hohen Schnureinzug.

Freilaufrollen

Besonders beliebt bei Meeresanglern sind Freilaufrollen – eine Form der Stationärrollen. Inzwischen finden aber auch immer mehr Fans der Karpfen- und Raubfischangelei Gefallen an der Mechanik: Über einen Hebel kannst du einstellen, dass dein Fang unendlich Schnur ziehen kann. Dadurch spürt er keinen Widerstand und das Risiko verringert sich, dass er den Köder einfach wieder ausspuckt. Darüber hinaus wird die Schnur weniger beansprucht, da nicht einfach ruckartig gezogen wird. Die Funktionsweise kann mit in diesem Video sehr gut erkennen:

Weiterer Vorteil: Deine Angel bleibt ganz ruhig auf dem Rod-Pod liegen und wird nicht ins Wasser gerissen. So hast du nach Bemerken des Bisses noch genug Zeit zur Angel zu gehen und musst dich weder Abhetzen oder im schlimmsten Fall noch im Schlafsack zur Rute krabbeln.

Wenn du sicher bist, dass der Fisch richtig angebissen hat und gelandet werden kann, hast du hierfür wie gewohnt eine Kurbel, bei deren Betätigung die Rollenbremse betätigt wird und der Fisch kann gelandet werden.

Um sofort zu sehen (vor allem beim Nachtangeln), wenn ein Fisch angebissen hat, kannst du entweder einen separaten elektronischen Bissanzeiger nutzen oder dich für eine Freilaufrolle mit integriertem elektronischem Bissanzeiger entscheiden.

Bremssysteme bei Freilaufrollen

Eine herkömmliche Rollenbremse verfügt über eine Front- und Heckbremse. Diese wirken unabhängig voneinander.

BezeichnungOrt
Drillbremseim Rollenkopf
Freilaufim Rollenfuß

Der Unterschied zwischen einer Stationärrolle und einer Freilaufrolle

Vielleicht fragst du dich an dieser Stelle, was der Unterschied zwischen einer Freilaufrolle und einer Stationärrolle ist – denn auf den ersten Blick sehen sich beide Rollenarten ziemlich ähnlich. Uns ging es als Anglerneuling ebenso, daher hier die Auflösung: Im Grunde handelt es sich bei einer Freilaufrolle um eine Stationärrolle, die aber über eine Freilaufmechanik verfügt. Dadurch kann nach dem Umlegen eines Hebels ein möglicher Fang problemlos Schnur von der Rolle nehmen und merkt dabei keinen Widerstand.

Bei einer Stationärrolle müsstest du hierzu erst die Bremse lösen oder den Bügel aufmachen. Diese Umstände hast du mit einer Freilaufrolle nicht – daher sind diese Angelrollen ideal für die stationäre Karpfen- und Raubfischangelei.

Wichtige Aspekte beim Kauf einer Freilaufrolle

Da sich Freilauf- und Stationärrollen so ähnlich sind, haben wir die Kaufhinweise nicht separat noch einmal aufgeschrieben. Wenn du ein wenig hochscrollst findest du eine lange Liste mit Tipps zum Kauf unter dem Punkt „Wichtige Aspekte beim Kauf einer Stationärrolle“.

Kapselrollen

KapselrollenEine weitere Form der Stationärrollen sind Kapselrollen, die jedoch dank einer speziellen Mechanik durchaus mit einer Hand benutzt werden kann, wovon vor allem Neulinge profitieren. Der Clou: Auch diese Modelle bieten einen Freilauf, den du über einen Schnurfreigabehebel oder Freigabeknopf aktivieren kannst. Ein weiterer Vorteil von Kapselrollen ist, dass sich aufgrund des speziellen Aufbaus bzw. der Kapsel um die Spule, kleine Äste und Gräser nicht im Inneren der Rolle verfangen können. Daher sind diese Angelrollen auch ideal für Ufer mit einer dichten Vegetation.

Leider haben Kapselrollen auch zwei Nachteile gegenüber herkömmlichen Stationärrollen:

  • Die Schnurstärke darf 0,30 mm nicht überschreiten.
  • Die Reichweite des Auswerfens liegt meistens bei 25 m und ist damit deutlich geringer als bei Stationärrollen.
Dennoch punkten Kapselrollen mit ihrer einfachen Handhabung, robusten Bauweise und der geringeren Gefahr der Perückenbildung durch das Verheddern der Schnur.

Bremssysteme bei Kapselrollen

Kapselrollen verfügen genauso wie Stationärrollen über Heck-, Kampf- und/ oder Frontbremsen. Ausführliche Hinweise hierzu findest du unter dem Punkt „Bremssysteme bei Stationärrollen“.

Wichtige Aspekte beim Kauf einer Kapselrolle

Wie bereits erwähnt, sind sich die beiden Rollen, abgesehen von der Bedienung und der Kapsel sehr ähnlich. Daher verweisen wir im Sinne der Übersicht auf den Punkt „Wichtige Aspekte beim Kauf einer Stationärrolle“.

Multirollen

Die Geschichte der Angelrollen begann bereits im 19. Jahrhundert mit der Erfindung der Multiplikatorrolle, die sich durch Ihre Funktionsweise grundlegend von der Stationärrolle unterscheidet. Anders als bei dieser dreht sie nämlich die Spule während des Auswerfens und Einholens des Köders mit.

Vor einigen Jahren noch wurden Multirollen vorrangig beim Meeresangeln eingesetzt, da sie aufgrund ihrer Bauweise auch höchsten Belastungen standhalten können. Inzwischen finden Baitcaster (kleine Multirollen) aber auch immer mehr Jerkbait- und Vertikalangler Gefallen an diesen robusten Multitalenten.

Anfänger sollten etwas Geduld bei den ersten Angelversuchen mit Multiplikatorrolle haben, da sich schnell Perücken durch die Verwicklung der Angelschnur bilden. Grund hierfür ist die höhere Drehzahl der Multirolle.

Solltest du bislang noch nie mit einer Multirolle geangelt haben, hilft dir vielleicht dieses Video, in dem erklärt wird, wie man mit einer Multirolle umgeht und welche Fehler bei der richtigen Handhabung vermieden werden können:

Bremssysteme bei Multirollen

Das Bremssystem ist bei Multirollen besonders wichtig, um trotz dünner Schnur erfolgreich einen Fisch zu landen. Hierzu muss der Bremswiderstand auch Kämpfern standhalten, damit diese mit der Zeit ermüden. Zur besseren Übersicht über die verschiedenen Bremssysteme bei Multirollen, findest du die wichtigsten Aspekte in der folgenden Übersicht:

BezeichnungSitz der JustierungVorteileNachteile
Sternbremsezwischen Kurbel und Gehäuse
  • preiswerter als Scheibenbremsen
  • sehr verbreitet
  • integrierter Hebel zum Schnurfreilauf
  • weniger Bremskraft als Schiebebremsen
SchiebenbremsenHebel (Lever Drag) zum Einstellen
  • ideal zum Big Game Fischen vom kampfstarken Fischen
  • höhere Bremskraft
  • erhitzen langsamer
  • teurer als Sternbremsen
  • der Freilauf kann nicht per Hebel oder Tastendruck aktiviert werden, sondern der Lever Drag muss herangezogen werden

Ergänzend dazu bieten einige Hersteller inzwischen Multirollen mit einer zusätzlichen Zentrifugal-/ Fliehkraftbremse an. Mehr dazu erfährst du unter dem Punkt Baitcaster.

Wichtige Aspekte beim Kauf einer Multirolle

Abschließend möchten wir dir natürlich auch die wichtigsten Kriterien beim Kauf einer Multirolle noch einmal zusammenfassen:

  • Gehäuse: Das Gehäuse sollte aus einem ganzen Stück bzw. Block gefertigt sein. Als Material empfiehlt sich etwas mit geringem Gewicht, wie beispielsweise Aluminium. Ebenso sollten die Kurbel und Spule aus Alu gefertigt sein.
  • Bremssystem: Egal für welche Bremsenart du dich entscheidest – die Bremsscheiben sollten aus Carbon oder Kohlefaser sein und das Bremssystem individuell einstellbar sowie gut abgedichtet. Im besten Fall verfügt das Modell sogar noch über eine Rücklaufsperre und zusätzliche Zentrifugalbremse.
  • Übersetzung: Viele Multirollen gibt es mit einer 2-Gang-Übersetzung – ob man sich für eine derartige Variante entscheidet ist oftmals Geschmackssache und abhängig vom zu erwartenden Fang. Wenn jedoch große Kräfte benötigt werden, wirst du mit einer 2-Gang-Übersetzung deutlich mehr Freude haben als mit einer 1-Gang-Übersetzung. Ebenso wie bei der Stationärrolle gibt der Wert „4,9:1“ an, dass sich die Spule 4,9-mal bei einer Kurbelumdrehung dreht.
  • Schnurlaufröllchen: Um der hohen Krafteinwirkung der Schnur standzuhalten, sollte das Schnurlaufröllchen aus Titan bestehen.
  • Tiefenzähler: Um jederzeit zu wissen, in welchen Tiefen du gerade fischst, empfiehlt sich ein integrierter Linecounter.
  • Links oder Rechtshänder: Achte beim Kauf darauf, für welche Hand die Rolle ausgelegt ist. Falls du Linkshänder bist, wirst du die Angelrute mit der linken Hand halten, um mit der rechten Hand zu kurbeln – in diesem Fall benötigst du ein Rechts-Hand-Modell. Als Rechtshänder benötigst du dementsprechend ein Links-Hand-Modell.
  • Süß- oder Salzwasser: Auch wenn Multirollen vorrangig für das Meeresfischen geeignet sind, können längst nicht alle Multiplikatorrollen im Salzwasser genutzt werden. Halte daher nach einem entsprechenden Hinweis Ausschau.

Geeignete Ruten für Multirollen

Vor allem Angelneulinge fragen sich oft, ob eine Multirolle an jeder Angelrute befestigt werden kann. Die Antwort: Im Prinzip ja, wenn …

  • die Rute für eine Multirolle geeignet ist,
  • sie über genügend Ringe verfügt,
  • die Ringe nicht zu weit auseinander sind,
  • der Leitring nah genug am Blank ist (damit sie nicht scheuert).

Ruten mit Triggergriff speziell auf einen flexiblen Wechsel zwischen Staionär- und Multirollen ausgelegt.

Wenn du das Geld dafür zunächst nicht ausgeben möchtest, kannst du einen Triggergriff auch mithilfe von Kabelbinder und Reparaturband. Eine genaue Anleitung dazu findest du hier.

Baitcaster

Na, was waren Baitcaster? Genau, kleine Multirollen. Doch während die großen Modelle eher zum Meeresfischen geeignet sind, kannst du mit diesen Rollen auch beim Jerkbait- und Vertikalfischen richtig Freude haben.

Bremssysteme bei Baitcastern

Ähnlich wie bei Stationär- und Multirollen steht und fällt dies jedoch auch mit dem Bremssystem, denn nichts ist nerviger, als Schnurperücken beim Auswerfen durch das Überdrehen der Spule! Zur Auswahl stehen:

Bezeichnungdie Bremskraft greiftFunktionVorteile
Magnetbremsezum Ende des Auswerfens
  • um Ende des Auswurfs wird der Köder immer langsamer – die Spule aber nicht
  • den womöglich entstehenden Schnurstau verhindert die Magnetbremse
  • einfache Bedienung und Umstellung zwischen Würfen
  • ideal für Spezialwürfe
Zentrifugal-/ Fliehkraftbremsewährend des Auswerfens
  • je stärker du auswirfst bzw. je schneller sich die Spule dreht, umso stärker ist die Bremswirkung
  • größere Wurfweiten
  • ideal für Einsteiger, da Wurffehler weniger „bestraft“ werden

Egal ob du dich nun für eine Magnetbremse oder lieber eine Zentrifugal-/ Fliehkraftbremse entscheidest: Zusätzlich verfügen die meisten Baitcaster noch über eine Sternbremse, die als Kampfbremse fungiert. Genauso wie bei den großen Multirollen stellst du über ein sternförmiges Rädchen ein, wie stark ein kleiner Stift auf die Spule drückt, wodurch diese gebremst wird.

Im Falle eines Bisses benötigt dein Fang also mehr oder weniger Kraft um Schnur zu ziehen. Als Notbremse kannst du die Daumenbremse nutzen, bei der die Spule geöffnet ist und du so mit deinem Daumen die Bremsstärke kontrollieren kannst.

Mehr über die Einstellung einer Baitcaster und Wurftechniken erfährst du in diesem Video:

Wichtige Aspekte beim Kauf einer Baitcaster

Nur bei wenigen Kriterien unterscheidet sich der Kauf einer Baitcaster von einer Multirolle. Daher findest du in der folgenden Übersicht nur weiterführende Hinweise – alle anderen Informtionen findest du unter dem Punkt „Wichtige Aspekte beim Kauf einer Multirolle“.

  • Kurbel: Anders als eine Stationärrolle verfügen Baitcaster meistens über eine Doppelkurbel um einen sicheren Griff zu gewährleisten.
  • Anti-Reverse-System: Wenn du mit sehr leichten Ködern angeln möchtest, solltest du auf einen unendlich leichten Lauf der Spule achten. Testen kannst du dies, in dem du die Magnetbremse auf die geringste Bremskraft einstellst, anschließend die Spule locker drehst und sie mit der Hand anschiebst. Gelingt das gut und die Spule läuft noch etwas nach, ist sie gut geeignet für das Angeln mit leichten Ködern.

Fliegenrollen

Wenn du dich im Fliegenfischen versuchen möchtest, benötigst du dafür eine spezielle Fliegenrolle, von der du vor dem Auswurf die Schnur von der Spule abrollen kannst. Auch der Drill des Fisches erfolgt über das manuelle Einholen der Schnur per Hand – nicht über die Rolle.

Bremssysteme bei Fliegenrollen

Dennoch solltest du je nach Zielgewässer und angestrebten Fang dich für eines der folgenden Bremssysteme entscheiden:

BezeichnungGeeignet für
Scheibenbremsekampfstarke Fische (z.B. Lachse, Meerforellen)
Ratschenbremseleichtere Fisch (z.B. Barsche, Forellen)

Wichtige Aspekte beim Kauf einer Fliegenrolle

FliegenrolleNachfolgend die wichtigsten Aspekte beim Kauf einer Fliegenrolle in einer kurzen Übersicht:

  • Gewicht: Achte darauf, dass die Fliegenrolle nicht zu schwer ist, sondern zum Gewicht deiner Fliegenrute passt. Eine pauschale Empfehlung können wir dir leider nicht geben, da es einfach zu viele unterschiedliche Ruten gibt. Wenn du allerdings merkst, dass die ausgewählte Rolle zu schwer ist und sich das Auswerfen damit erschwert, tausche sie lieber noch einmal um.
  • Gehäuse: Das Gehäuse sollte wie auch schon bei Multirollen aus einem Block gedreht werden, damit die Stabilität verbessert wird. Experten schwören hierbei auf Aluminium oder Edelstahl – Kohlefasern sind aber vor allem für Einsteiger besser geeignet, da der Preis oftmals günstiger ist.
  • Links oder Rechtshänder: Wenn du dich nicht gerade für eine Fliegenrolle entscheidest, bei der man die Kurbel nach Bedarf umbauen kann, um zwischen Links- und Rechts-Hand zu wechseln, solltest du darauf achten, dass sich für Rechtshänder die Kurbel links befindet, bei Linkshändern wiederum rechts.
  • Spule: Der Spulenkern einer Fliegenrolle kann drei verschiedene Innendurchmesser haben: large arbor (groß), mid arbor (mittel) und small arbor (klein/ normal). Je größer der Innendurchmesser, umso mehr Schnur lässt sich bei jeder Umdrehung aufspulen.
  • Anti-Reverse-System: Solltest du auf Meeresfische aus sein, empfehlen wir dir eine Rolle mit einem Anti-Reverse-System, um zu verhindern, dass sich die Kurbel mit dreht, wenn dein Fang Schnur zieht.
  • Süß- oder Salzwasser: Um den vorzeitigen Verschleiß deiner Fliegenrolle zu vermeiden, solltest du dich für eine Rolle entscheiden, die für die angestrebte Wasserart auch geeignet ist. Hersteller schreiben dies in der Regel explizit in der Artikelbeschreibung dazu.
  • Garantie: Anders als Stationärrollen bestehen Fliegenrollen aus deutlich weniger Einzelteilen. Viele namhafte Hersteller, auf die wir später in diesem Ratgeber noch eingehen, gewähren daher sehr lange Garantiezeiten. Auch wenn Fliegenrollen in der Regel robust und besonders langlebig sind, solltest du dennoch darauf Wert legen.

Noch ein Tipp zum Schluss: Die beste Rute und Rolle bringt nichts, wenn du dich nicht mit den Knoten für Fliegenangler auskennst. Eine umfassende Übersicht findest du in einer übersichtlichen Präsentation von Angelknotenpage.de.

Mehr über das Fliegenfischen und Fliegenrollen erfährst du in diesem Video:

Spinnrollen

Kommen wir zu der letzten Rollenart, die wir dir in diesem Ratgeber näher vorstellen möchten: die Spinnrollen. Vom Namen her kannst du sicher schon ableiten, dass sie speziell für die hohen Belastungen beim Spinnfischen entworfen worden.

Bremssysteme bei Spinnrollen

Auch Spinnrollen verfügen über Front- und Heckbremsen. Die jeweiligen Vor- und Nachteile stellen wir dir in dieser übersichtlichen Tabelle vor:

BezeichnungFrontbremseHeckbremse
Vorteile
  • viele Einstellungsmöglichkeiten
  • mehr Bremskraft
  • greift schneller
  • Öle und Fette gelangen baubedingt nicht an die Bremsschreiben
  • weniger Verschleiß
  • sehr bedienerfreundlich
  • leichter einstellbar
Nachteile
  • schlechter erreichbar beim Drill
  • fehlende Druckknopfspule
  • die Bremsübertragung muss erst durch die ganze Rolle um zu greifen
  • je nach Qualität der Rolle kann es zu Rucklern beim Bremsen kommen

Kurz: Viele Angelfreunde schwören auf Frontbremsen beim Spinnfischen. Eine Alternative sind aber auch Spinnrollen, die beide Bremsen bieten. Weitere Informationen zur Front- und Heckbremse findest du unter dem Punkt „Bremssysteme bei Stationärrollen“.

Wichtige Aspekte beim Kauf einer Spinnrolle

Natürlich haben wir dir das Wichtigste zum Kauf einer Spinnrolle noch einmal zusammengefasst:

  • Qualität: Okay, okay, die Qualität ist natürlich immer wichtig, doch beim Spinnfischen steht die Rolle ständig unter hoher Belastung – daher solltest du hier nicht am falschen Ende sparen und dich sofort für eine hochwertige Spinnrolle entscheiden.
  • Gewicht: Da du die Rute zum Rolle während des Spinnfischens die ganze Zeit zum Auswerfen und Einholen des Köders in der Hand hältst, sollte das Gewicht der Angelrolle möglichst gering sein.
  • Kugellager: Ähnlich wie bei den anderen Rollenarten kommt es auch bei Spinnrollen nicht nur auf Anzahl der Kugellager an, sondern auch auf deren Position und Qualität, denn dadurch wird die Leichtläufigkeit der Rolle maßgeblich beeinflusst.
  • Übersetzung: Bei den meisten Spinnrollen findest du beispielsweise eine Angabe in Form von „5:1“. Dies bedeutet, dass sich die Spule 5-mal bei einer Kurbelumdrehung dreht. Je höher der Wert, desto mehr Schnur wird also aufgerollt. Weitere Einflussfaktoren auf einen hohen Schnureinzug sind darüber hinaus auch der Durchmesser der Sehne und der Spulendurchmesser.
  • Süß- oder Salzwasser: Spinnrollen gibt es für beide Wasserarten, halte daher nach einem entsprechenden Hinweis des Herstellers in der Artikelbeschreibung Ausschau.

Hast du dich noch nie mit dem Spinnfischen beschäftigt und willst mehr darüber erfahren? Dann lehn dich zurück und genieß dieses Video:

Die verschiedenen Rollen im direkten Vergleich

Puh, das waren ganz schön viele Informationen! Daher findest du hier die verschiedenen Rollen-Arten im direkten Vergleich, um zu sehen, welche Rolle wofür geeignet ist und welche Bremssysteme zur Auswahl stehen:

BezeichnungEinsatzbereichBremssysteme
Stationärrolle
  • Feedern
  • Grundangeln
  • Karpfenfischen
  • Machangeln und
  • Spinnfischen
  • Brandungsangeln (hierfür gibt es aber auch spezielle Brandungsrollen)
  • Posenangeln

-> Sie sind ein wahrer Allrounder

  • Frontbremse
  • Heckbremse
  • Kampfbrems
  • Freilaufsystem
Freilaufrollen
  • Meeresfischen
  • Karpfenfischen
  • Raubfischangeln
  • Grundfischen
  • Freilauf
  • Drillbremse
Kapselrolle
  • Treibangeln
  • Spinnfischen
  • Aalangeln
  • Orte an denen nur einhändig geangelt werden kann
  • Frontbremse
  • Heckbremse
  • Kampfbrems
  • Freilaufsystem
Multirollen
  • Meeresangeln
  • Bootsangeln

-> Die Rollen für hohe Belastungen und Ansprüche

  • Sternbremse
  • Schiebebremse
  • Zentrifugal-/ Fliehkraftbremse
Baitcaster
  • Spinnfischen
  • Vertikalangeln
  • Jerkbaitangeln

-> Kleine robuste Multirollen

  • Magnetbremse
  • Zentrifugal-/ Fliehkraftbremse
  • Daumenbremse
Fliegenrollen
  • Fliegenfischen
  • Scheibenbremse
  • Ratschenbremse
Spinnrollen
  • Spinnfischen
  • Hechtangeln

Weitere wichtige Angaben beim Kauf einer Angelrolle

Vor allem für Laien sind manche Angaben in der Artikelbeschreibung des Herstellers verwirrend. Daher findest du im Folgenden eine Erklärung zu den wichtigsten Kennwerten, die du kennen solltest.

Die Übersetzung bzw. Gear Ratio

Wenn du auf der Verpackung oder in der Beschreibung der Rolle eine Angabe wie 5,6:1 findest, gibt dies einen Anhaltspunkt darüber, wie hoch der Schnureinzug ist. Dabei steht die 5,6 für die Anzahl der Spulenumdrehungen während du einmal die Kurbel drehst. Weitere Einflussfaktoren auf den Schnureinzug sind allerdings der Durchmesser der Spule und Schnur. Bei einem kleinen Spulendurchmesser nimmst du also deutlich weniger Schnur auf, als bei einem großen Spulendurchmesser bei derselben Übersetzung.

Magic Cast

Bei der Bezeichnung Magic Cast handelt es sich um einen modernen Begriff für Weitwurfspulen, die länger als herkömmliche Spulen sind. Auch der Spulenkern bzw. die Achse ist meistens deutlich dicker als bei normalen Spulen für Stationärrollen. Dank der speziellen Bauweise gelingen so auch hohe Wurfweiten, wodurch sie ideal für das Brandungsangeln sind.

FZ – FD

Bei einigen Rollen des Herstellers DAM findet man die Kürzel FZ und FD in der Artikelbezeichnung von Produkten wie der Quick FZ FD für Raubfischangler. Dies steht für:

  • FZ = Effzet (Serie, Design)
  • FD = ist die Abkürzung für Frontbremse

Weitere wichtige Abkürzungen

Darüber hinaus findest du oftmals noch andere Abkürzungen. Die wichtigsten findest du im Folgenden kurz beschrieben:

  • FA, FB, FC usw. = Beim Hersteller SHIMANO bezeichnet dies die Generation der Angelrollen
  • 1000, 1500, 2000 usw. = Größe der Angelrolle
  • oz = Gewichtsangabe der Angelrolle (in Unzen)
  • RD = Heckbremse
  • FS = Freilauf

Besonders häufig findet man Abkürzungen wie 8Lb/190Yds, 10Lb/145Yds oder 15Lb/100Yds auf Angelrollen. Dabei handelt es sich um eine Abkürzung für die maximale Länge der Angelschnur, die ohne das die Schnur von der Spule springt, aufgespult werden kann. Im Einzelnen bedeutet das:

Tragkraftentspricht der Tragkraft in kgYardsLänge in Meter
8 lbs3,63190173
10 lbs4,54145132
15 lbs6,8110091

Die Angaben kannst du ganz einfach nachvollziehen, wenn du folgende Maßeinheiten beachtest:

  • 1 lbs = 0,454 kg
  • 1 yard = 0,9144 m

Angelrollen aus China

Manche Internethändler werben mit günstigen Angelrollen aus Fernost – die den Rollen namhafter Hersteller oftmals zum Verwechseln ähnlich sehen. Neue Petrijünger lassen sich oftmals von den billigen Preisen blenden, ohne auf die Verarbeitung zu achten. Doch wie heißt es so schön? Wer billig kauft, kauft zweimal. Daher solltest du dir gut überlegen, ob du lieber etwas mehr Geld investierst und dafür ein hochwertiges Produkt mit Anspruch auf Gewährleistung erhältst oder im schlimmsten Fall eine absolute Fehlinvestition tätigst.

Nicht jede Rute passt zu jeder Rolle

Rute und RollenWie du dir an dieser Stelle wahrscheinlich schon denken kannst passt daher nicht jede Schnur zu jeder Rolle und diese wiederum nicht zu jeder Rute. Vor dem Kauf solltest du daher gut überlegen, was eigentlich dein Ziel ist:

  • In welchem Gewässer willst du fischen?
  • Süß- oder Salzwasser?
  • Auf welchen Fisch willst du gehen?
  • Welche Rute besitzt du eventuell schon?
  • Gibt es vom Hersteller eventuell passende Rollen?
  • Welche Eigenschaften soll die Rolle mit sich bringen?
  • Ist dir etwas besonders wichtig?
  • Welche Schnur sollte darauf passen?
  • Was darf die Rolle maximal kosten?
Anhand dieser Kriterien kannst du eine Vorauswahl treffen und mithilfe der Bewertungen und Erfahrungsberichte anderer Angler letztendlich eine Entscheidung fällen. Informiere dich ebenso in den Artikelbeschreibungen der Rollen, ob der Hersteller eine Kompatibilität mit bestimmten Ruten empfiehlt. Alternativ gibt es auch viele Anglerforen, in denen du um Rat fragen kannst.

Viele Hersteller bieten auch Komplettsets an, die je nach Einsatzbereich ideal aufeinander abgestimmt sind. Vor allem Laien laufen so nicht Gefahr, eine falsche Rolle zu kaufen.

Reinigung- und Pflegetipps für Angelrollen

Um möglichst lange Freude an einer Angelrolle zu haben, solltest du sie regelmäßig pflegen. Vor allem Sand, Schmierfett und Futterreste können sonst schnell das Aus für deine Rolle bedeuten. Nimm dir daher regelmäßig Zeit, um …

  • mit einer Zahnbürste das Gehäuse zu säubern.
  • überschüssiges Schmierfett zu entfernen, bevor es aushärtet.
  • die gesamte Rolle in warmem Süßwasser (vor allem nach jeder Nutzung im Salzwasser!) auszuspülen. Dabei solltest du auf einen niedrigen Wasserdruck achten, die Rolle nicht ganz eintauchen und ausschließlich klares Wasser nutzen. Im Anschluss schwören Angelexperten darauf, die Rolle mit einem geeigneten Tuch trocken zu reiben und sie mit Öl einzufetten.
Bei Schmierfett gilt generell: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Sollte die Rolle vollständig ins Wasser beim Angeln getaucht sein und generell einmal pro Jahr, steht eine umfassende Reinigung der Angelrolle auf dem Plan. Hierzu benötigst du:

  • klares Wasser
  • Terpentinersatz
  • Öl (z.B. WD-40 für außen, Maschinen-, Rollen- oder Lagerfett für Innen, meistens geben Hersteller von Rollen aber auch entsprechende Pflegehinweise und Produktempfehlungen)
  • Papier oder Küchentücher
Zu Beginn muss die Rolle vollständig zerlegt werden. Die Einzelteile tränkst du nun in Terpentinersatz und wäschst sie im Anschluss in klarem Wasser ab. Sobald sie vollkommen sauber sind, legst du sie zum Trocknen an der Luft auf Zeitungspapier oder Küchentücher.

Dies ist ein guter Moment um zu schauen, ob noch alle Teile intakt sind. Solltest du Abnutzungserscheinungen feststellen der etwas kaputt sein, kannst du dir die nötigen Ersatzteile günstig im Internet oder bei einem Fachhändler bestellen.

Nachdem alle Teile trocken sind kannst du sie mit einem Öl vorsichtig einsprühen und leicht einfetten. Die Betonung liegt auf vorsichtig, denn überschüssiges Schmierfett setzt sich zu gern an den falschen Stellen fest und trocknet aus. Nun beginnt die knifflige Aufgabe: Der Zusammenbau.

Aber Achtung: Eine Rolle wieder zusammenzubauen ist manchmal gar nicht so einfach! Halte deshalb Ausschau nach Videoanleitungen auf Youtube und anderen Videoportalen oder suche nach einer Bauanleitung im Internet.

Mehr über die Wartung und Pflege von Angelrollen erfährst du in diesem Video:

Wartung und Reparatur von Angelrollen durch Profis

Alternativ gibt es auch Unternehmen, die einen Pflege- und Reparatur-Service anbieten. Dies gilt auch für defekte Angelrollen. Wenn du nicht unbedingt mit handwerklichem Geschick gesegnet bist, raten wir dir nicht unnötig an der Rolle herumzubasteln. Wende dich lieber an den Hersteller oder ein Fachgeschäft, dass dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Vor allem bei hochwertigen und preisintensiven Rollen könnte der Schaden aus falschem Geiz oder Selbstüberschätzung sonst größer sein, als die Kosten für einen Service.

Die Bespulung von Angelrollen

Wenn du vor der Herausforderung stehst, eine Rolle neu zu bespulen, kann das bei den ersten Versuchen wirklich für graue Haare sorgen. Daher möchten wir dir noch drei Methoden vorstellen, mit denen du monofile und geflochtene Schnur auf die Rolle bekommst. Im Vorfeld solltest du allerdings darauf achten, dass du ausreichend Schnur erwirbst, damit du noch etwas Reserve hast oder noch eine zweite Rolle bespulen kannst.

Kommen wir zu Variante 1:

  1. Zunächst solltest du die zu bespulende Angelrolle an der Rute oder zumindest einem Teil von ihr befestigen.
  2. Die Schnurspule selbst kannst du z. B. auf einen Stift stecken und jemanden bitten, diese gebastelte Konstruktion zu halten.
  3. Anschließend führst du die Schnur durch den untersten Ring und verknotest sie, während der Bügel geöffnet ist, mit einem Achsknoten. Bei einer geflochtenen Schnur empfehlen wir dir die Schnur lieber doppelt zu nehmen, da der Knoten sich sonst zu leicht löst.
  4. Nun beginnst du die Schnur langsam aufzurollen. Achte dabei auf eine leichte Spannung, in dem du dir Schnur durch deinen Daumen und Zeigefinger laufen lässt. Die Betonung liegt allerdings auf leicht – nicht das die Spule platzt.
  5. Um das Abspringen der Schnur oder einen Verlust der Reichweite zu verhindern, befülle die Angelspule bis ca. 2 mm unter dem Spulenrand.

Die zweite Variante ist, dass du die Spule in einem Eimer mit klarem Wasser legst. Damit sie richtig liegt, kannst du sie mit zwei Bleigewichten beschweren.

  1. Zunächst befestigst du die zwei Bleigewichte an der Rolle, um sie zu beschweren damit sie unter Wasser bleibt und sie für das Aufrollen später zu fixieren.
  2. Dann legst du die Rolle mit der Schnur für etwa eine Stunde in den Eimer mit warmen Wasser, wodurch sie weicher wird.
  3. Nun befestigst du wie bei der ersten Variante die Angelrolle an einem Teil der Rute. Auch hier benötigst du den untersten Ring, durch den die Schnur geführt wird. Wie es weiter geht kannst du oben in den Punkten drei bis fünf nachlesen. Beachte jedoch, dass die Rolle mit der Schnur die ganze Zeit auch während des Bespulens im Wasser bleibt.

Life und in Farbe kannst du dir das ganze hier noch mal ansehen:

Variante 3 ist weniger zeitintensiv, kostet dafür etwas. Dein Angelfachhandel um die Ecke hat spezielle Maschinen, mit denen deine Rolle automatisch bespult werden kann.

Die beliebtesten Hersteller im Angelrolle Test

Auf der Suche nach der besten Angelrolle wirst du auf eine riesige Auswahl an Herstellern in allen Preissegmenten stoßen. Auf einige davon schwören Angler aufgrund der hochwertigen Verarbeitung und des guten Kundenservice schon seit Jahren – und die möchten wir dir nun näher vorstellen.

ABU GARCIA

ABU GARCIA LogoDas schwedische Unternehmen wurde zwar schon 1921 gegründet, die Produktpalette umfasste jedoch zunächst nur Uhren. Als Gote Borgstrom, der Sohn des Firmengründers in den späten 1930er Jahren die Führung übernahm, wurde das Sortiment kontinuierlich erweitert. Ein Meilenstein in der Geschichte von ABU GARCIA ist der Entwurf der ersten Angelrolle, die noch heute das Herz von eingefleischten Petrijüngern höher schlagen lässt: Die ABU Record, auf welche schon 1952 AMBASSADEUR-Multirolle und 1965 die CARDINAL-Stationärrolle folgten.

Auch heute noch gilt ABU GARCIA als Pionier im Bereich Angelrollen und so verwundert es wenig, dass die Produkte immer wieder in Testberichten glänzen.

Beliebte Angelrollen aus dem Sortiment von ABU GARCIA:

  • Abu Garcia Ambassadeur – Pro Max
  • Abu Garcia Ambassadeur – Revo Premier
  • Abu Garcia Ambassadeur – Black Max
  • Abu Garcia Black Max 3 LH
  • ABU Garcia Multirolle Alphamar LC Syncro mit Zählwerk

Cormoran

Cormoran LogoDie Geschichte des Herstellers Cormoran begann 1973 mit dem Ziel, sich dank einer eigenständigen Produktentwicklung, kundennahen Service und hochwertigen Produkten auf dem Weltmarkt zu positionieren. Über 40 Jahre später kann man sagen: Das ist wohl gelungen, heute gehört das deutsche Unternehmen mit Sitz in Gröbenzell zu den bekanntesten Unternehmen der Branche.

Über das umfangreiche Sortiment kannst du dir im Online-Shop oder dem hauseigenen Katalog mit mehr als 280 Seiten einen Überblick verschaffen. Dabei werden Meeres- und Raubfischangler genauso fündig wie Wallerfans.

Beliebte Angelrollen aus dem Sortiment von Cormoran:

  • Cormoran Cormaxx BR 3AF 3500 3BB 190m/0.35mm
  • Cormoran Corcast 4Pi Super Jet
  • Daiwa Exceler X 1500 Spinnrolle
  • Cormoran Cormaxx-BR 3PiF 4000 Freilaufrolle
  • Cormoran Rolle Cortec BR 4 PIF 3000 Freilaufrolle

Daiwa

Daiwa LogoIn Europa ist das Unternehmen Daiwa zwar erst seit 1977 vertreten, doch die Firmengeschichte des japanischen Unternehmens begann bereits 1955 mit der Fertigung der ersten Spinnrolle. Inzwischen finden Hobby- und Profiangler eine große Auswahl hochwertiger Ruten, Rollen, Köder, Bekleidung und weiteres Zubehör für den perfekten Angelausflug.

Beliebte Angelrollen aus dem Sortiment von Daiwa:

  • Daiwa Angelrolle Procaster A
  • Daiwa Lexa 1500 – Spinnrolle mit Frontbremse
  • Daiwa Black Widow BR 5000A 3BB 230m/0.40mm
  • Daiwa Angelrolle Sweepfire E
  • Daiwa Crossfire 1000A 3BB 220m/0.14mm

DAM

DAM LogoDAM gehört zu den ältesten Herstellern von Angelbedarf, dessen Grundstein bereits 1875 als „Eisenwaren-, Sport- und Angelfirma“ gelegt wurde. Nach den ersten Erfolgen startete das Unternehmen unter dem Label Deutsche Angelgeräte Manufaktur einen Siegeszug auf dem europäischen Markt, der sich inzwischen auf die ganze Welt ausgebreitet hat.

Beliebte Angelrollen aus dem Sortiment von DAM:

  • DAM Quick FZ FD Spinrolle
  • DAM Quick CAMARO FS – Freilaufrolle
  • DAM Quick Impressa FD – Allroundrolle mit Frontbremse
  • DAM Quick Hayasaki FD
  • DAM QUICK VSi 430 BC

Quantum

Quantum LogoDie Geschichte des Unternehmens Quantum begann so stürmisch wie die raue See: Die ersten Angelrollen ließen sich einfach nicht verkaufen, wodurch die Firma zunächst zu scheitern drohte. Doch das Unternehmen aus Tulsa gab nicht auf und werkelte fleißig weiter an neuen, innovativen Rollen – mit Erfolg, denn heute gehört Quantum zu den führenden Herstellern von Angelruten und Rollen für Salz- und Süßwasser.

Beliebte Angelrollen aus dem Sortiment von Quantum:

  • Quantum Rollen Radical Heat 1040
  • Quantum Erwachsene Stationärrollen Frontbremsrollen Trax 40
  • Quantum Erwachsene Stationärrollen Frontbremsrollen Tenacity² 940 FD
  • Quantum Erwachsene Stationärrollen Frontbremsrollen Vibe 20
  • QUANTUM BLUE PT

Mitchell

Mitchell LogoMitchell gehört zu den wenigen Unternehmen, dass aus der Idee entstand, Anglerbedarf von Anglern, für Angler entwerfen zu lassen. Angetrieben von der Idee endlich eine Rolle zu entwerfen, die nicht nur zur Aufbewahrung der Schnur diente, sondern auch den Schnurdrall verringerte. Heraus kam dabei zunächst die legendäre Angelrolle MITCHELL 300, welche Maurice Jacquemin im Jahre 1948 erfand. Darauf folgten noch viele weitere Angelrollen, die zu den Besten der Welt zählen.

Beliebte Angelrollen aus dem Sortiment von Mitchell:

  • Mitchell Advanced – Mag Pro Lite
  • Mitchell Avocet Gold Iv 1000 Fd
  • Mitchell Avocet Gold Iv 500 Fd
  • Mitchell AVOCET III BRONZE 4000 FS
  • Mitchell Mag-Pro RZ 1000

Penn

Penn LogoHinter Penn verbirgt sich die Pure Fishing Deutschland GmbH aus Hattersheim – ein Hersteller und Händler von Angelzubehör wie Ruten, Rollen, Öl, Werkzeug und Bekleidung.

Beliebte Angelrollen aus dem Sortiment von Penn:

  • Penn Spinfisher Ssm
  • Penn Battle
  • Penn Fierce
  • Penn Sargus
  • Penn Slammer & Slammer Live Liner

Ryobi

Ryobi LogoWar dir Ryobi bislang eher als Hersteller von Werkzeug bekannt? Inzwischen führt Ryobi auch ein umfangreiches Sortiment an Zubehör für Angler zu günstigen Preisen.

Beliebte Angelrollen aus dem Sortiment von Ryobi:

  • Ryobi Ecusima 4000
  • RYOBI Zauber 1000 – 4000 Match
  • Ryobi Ecusima RD 2000
  • RYOBI NCRT Slam 1000 – 6000
  • RYOBI AP Power 6000 – 8000

Shimano

Shimano AngelnDer japanische Hersteller begann 1921 mit der Fertigung von Snowboards und Fahrrädern. Damals dauerte es aber noch fast 50 Jahre, bis auch Angelruten, Angelrollen und Angelzubehör ins Sortiment aufgenommen wurden. Dank der stetigen technischen Weiterentwicklung der Produkte, bei der auch auf Kundenwünsche eingegangen wird und dem kundennahen Service ist Shimano eine feste Größe in der Anglerszene.

Beliebte Angelrollen aus dem Sortiment von Shimano:

  • Shimano AX 2500 FB
  • Shimano Exage 2500 FD
  • Shimano Catana 4000 RB
  • Shimano Stradic Ci4+ 3000 FA
  • Shimano Rarenium CI4+ 2500 FB

Spro

Spro AngelnMeeres- und Raubfischangler kommen an den Produkten des 1994 gegründeten Herstellers für Angelgeräte nicht vorbei. Vor allem die Qualität und das Preis-/Leistungsverhältnis werden in Testberichten immer wieder lobend erwähnt.

Beliebte Angelrollen aus dem Sortiment von Spro:

  • Spro RedArc Rolle Tuff Body 10400 Red Arc
  • SPRO Zalt Arc XS Tuff Body 7300
  • Spro RedArc Rolle Tuff Body 10200 Red Arc
  • Spro PASSION 730, 6+1BB
  • Freilaufrolle Royalty LCS 340

Beliebte Angelrollen im Test

Abschließend möchten wir dir noch drei Angelrollen vorstellen, mit denen ihr zum Spinn-, Raubfisch und Meeresangeln bestens gewappnet seid.

Shimano NEXAVE 3000 SFB

Bei der Shimano NEXAVE 3000 SFB handelt es sich um eine Stationärrolle, die dank des blau/ silbernen Designs nur schick aussieht, sondern auch in Sachen Qualität und Funktionen einiges zu bieten hat. So befinden sich im Lieferumfang eine kaltgeschmiedete Spule für monofile Schnüre und eine flache Alu-Spule für geflochtene Schnur, zwischen denen du flexibel wechseln kannst.

Im Shimano Angelrolle Test zeigte sich, dass die Wicklung bei beiden Spulen sehr präzise und vor allem störungsfrei ist, sodass dem ungetrübten Angelspaß nichts im Wege steht. Auch die Verarbeitung und Materialwahl können sich für den unschlagbaren Preis von 55 Euro sehen lassen.

Technische Daten:

  • Einsatzbereich: Spinnfischen und Grundangeln
  • Gewicht: 280 g
  • Schnurfassung: 140 m 0,25er
  • Übersetzung: 5,2:1
  • 3+1 Kugellager
  • Superstopper II
  • Longlife Bügelfeder
  • Alu Ersatzspule
  • Preis: 55 €

Fazit: Sehr gut!

Quelle: http://www.angelwoche.de/tests/download/122010_test_shimano.pdf

ABU Sorön STX 70

Wenn du lieber auf Raubfische gehen möchtest, sollte deine Wahl auf die ABU Sorön STX 70 fallen, denn damit erhältst du eine Rolle, die auch bei extremen Belastungen standhält. In Härtetests war damit sogar der Drill von 189 cm lange Welsen kein Problem.

Doch nicht nur in Sachen Verarbeitung und Robustheit punktet die Rolle von Abu, auch die Bremse mit Freilauf kann sich sehen lassen. Dank der vielen Einstellungsmöglichkeiten kannst du auch getrost mit XXL-Ködern angeln, denn die lösen keinen Druck auf die Bremse aus. Wenn dein Fang dann anbeißt, kann er sanft Schnur ziehen, bis er am Haken ist.

Technische Daten:

  • Einsatzbereich: Waller- bzw. Raubfischangeln
  • Gewicht: 620 g
  • Schnurfassung: 300 m 35er
  • Übersetzung: 4,8:1
  • 10+1 verkapselte Kugellager
  • zwei Alu Spulen
  • Alu-Gehäuse
  • Carbon-Matrix-Bremse
  • Rollentasche
  • Preis: 190 €

Fazit: Sehr gut!

Quelle: http://www.angelwoche.de/tests/download/abu_soroen_praxis.pdf

ABU Ambassadeur Revo Premier

Ebenfalls aus dem Hause ABU stammt die Multirolle ABU Ambassadeur Revo Premier, die vor allem dadurch auffiel, dass sich beim Werfen keine nervigen Perücken aus Angelschnur bilden. Doch auch das geringe Gewicht, die ultra flache Bauweise sowie die Laufleichtigkeit können sich sehen lassen.

Experten loben ebenso die leichte Einstellbarkeit der Bremsen – ganz ohne auseinanderbauen oder lange zu werkeln. Kurz: Zum Jerken oder Wobblerfischen finden sich derzeit nur wenige Modelle, die mit der ABU Ambassadeur Revo Premier mithalten können.

Technische Daten:

  • Einsatzbereich: Meeresangeln
  • Gewicht: 179 g
  • Schnurfassung: 145 m 30er
  • Übersetzung: 6,4:1
  • 5+1 Kugellager
  • Magnetbremse
  • Carbon-Matrix-Bremse
  • als Links- und Rechtshand-Modell erhältlich
  • Preis: 229 €

Fazit: Sehr gut!

Quelle: http://www.angelwoche.de/tests/download/Test_08_08.pdf

 

Nun bleibt uns wohl nur noch eins zu sagen: Viel Spaß beim Aussuchen und Petri Heil!

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