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Baitcast Ruten – der leichte und dynamische Angelspaß

Eine Baitcast Rute Wurde das Baitcast Angeln in seiner Anfangszeit noch belächelt, gehört es heute längst zu einer der beliebtesten Angeltechniken. Vor allem in Deutschland hat es in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Und die kommt nicht von ungefähr. Das Baitcast Angeln zeichnet sich vor allem durch seine große Dynamik und die direkte Köderführung aus. Du willst es auch mal ausprobieren und einen völlig neuen Angelspaß erleben? Dann bist du in unserem Ratgeber zur Baitcast Rute richtig.
Besonderheiten
  • schnelle Spitzenaktion
  • ruhige Schnurführung
  • für Hechte, Barsche und Zander
  • geringes Gewicht
  • sicherer Halt

Baitcast Ruten Test & Vergleich 2018

Top-Themen: Kaufberatung, Hersteller, Top3, Tipps

Ehe wir uns im Folgenden genauer mit der Auswahl einer Baitcast Rute beschäftigen, sehen wir uns erst einmal die Besonderheiten dieser Technik an.

Was ist Baitcast Angeln?

Das Baitcasting ist eine spezielle Art des Spinnfischens, also des Angelns auf Raubfische. Dabei verwendet man Köder wie Wobbler, Blinker und Weichplastikköder, mit denen man kleine Fische imitiert, die Raubfische anlocken sollen. Um den Köder möglichst verlockend zu machen, führt man ihn mit speziellen Bewegungen, sodass er beispielsweise wie ein alter, schwacher oder verletzter Fisch wirkt, der für den Räuber eine vermeintlich leichte Beute ist.

Das bedeutet, dass das Spinnfischen eine besonders aktive Art des Angelns ist. Hier musst du die Schnur immer wieder auswerfen und einholen. Deshalb ist es z. B. wichtig, dass eine Baitcast Rute besonders leicht ist. Dass der Köder beim Einholen seine typischen schlingernden Bewegungen macht, wird z.B. durch einen mehrteiligen Aufbau oder ein Senkruder gewährleistet. Oft sind die Köder auch leuchtend eingefärbt oder mit Metallkugeln gefüllt, damit der Räuber nicht nur durch die Bewegung, sondern noch durch zusätzlich optische und akustische Reize angelockt wird.

Leichte und schnelle Rollen

So, nun weißt du schon einmal, was Spinnfischen ist, doch was ist nun das Besondere am Baitcasting? Ganz einfach! Es handelt sich dabei um das Spinnfischen mit einer Baitcast-Rolle. Das ist eine Art Multirolle, die speziell für das Auswerfen von Ködern konstruiert wurde. Sie ist relativ klein, sehr leicht, sehr robust und vor allem für das Werfen von großen und schweren Ködern geeignet. Anders als bei einer Stationärrolle lastet das Gewicht des Köders nicht auf einem Finger. Dank der ergonomischen Form und der höheren Position der Rolle lässt sie sich auch einhändig sehr weit auswerfen. Damit geht ein deutlich höherer Spaßfaktor als beim Angeln mit einer Stationärrolle einher. Diese Vorteile hängen mit der speziellen Bauweise zusammen, die wir uns jetzt einmal ansehen.

Die Rollenlager:

Die Wurfperformance ist in erster Linie von den beiden Lagern abhängig, in die die Spule zu beiden Seiten eingefasst ist. Der wichtigste Faktor ist hier die Toleranz bei Reibung. Je geringer die Toleranz ist, desto länger bleibt das Lager in Bewegung. Auskunft gibt hier die ABEC-Klasseneinteilung. Je höher der Wert ist, desto besser. Mit hochwertigen Kugellagern erreichst du also deutlich größere Wurfweiten. Das ist gerade beim Baitcast Angeln wichtig, wo mit eher höheren Ködergewichten gearbeitet wird. Je leichtgängiger das Kugellager ist, desto weiter kannst du den Köder hinausbefördern.

Die Spule:

Die Spule ist bei einer Baitcast-Rolle sehr leicht. Das liegt darin begründet, dass die Rolle beim Auswurf immer erst ihre eigene Trägheit überwinden muss, um in Bewegung zu kommen und die Schnur mit dem Köder hinauszubefördern. Gerade beim Baitcasten kommt es aber auf eine möglichst leichte und ergonomische Schwungbewegung an. Geringere Gewichte werden hier beispielsweise durch leichtere Materialien oder kleine Ausfräsungen erreicht. Außerdem werden beim Baitcasting eher Spulen mit geringer Schnurfassung verwendet. Mit der geringeren Schnurmenge geht nämlich auch ein geringeres Gewicht einher.

Ein großer Unterschied zwischen Baitcastern und klassischen Spinnrollen besteht darin, dass die Spinnrollen beim Wurf mitlaufen. Ruckartige Wurfbewegungen sind deshalb unbedingt zu vermeiden, da sonst die gefürchteten Vogelnester entstehen. Stattdessen sollte die Beschleunigung wie beim Fliegenfischen gleichmäßig ansteigen und zum Schluss in einem knackigen Stopp enden.

Tipp: Wenn du gerade erst mit der Baitcaster anfängst, solltest du mit seitlichen Würfen beginnen, bei denen du die Geschwindigkeit langsam steigerst. Wenn du ein Gefühl für den Bewegungsablauf gewonnen hast, kannst du dann langsam stärker ausholen.

Die Bremse:

Bei Baitcastern kommen üblicherweise deutlich mehr Bremssysteme als bei stationären Rollen zum Einsatz. Hier gibt es nämlich nicht nur die normale Bremse für die Schnurfreigabe, sondern auch noch weitere Systeme, die ein Überdrehen der Spule in verschiedenen Wurfphasen verhindern. So vermeidet man unter anderem die lästige Perückenbildung und man kann die Köder angenehmer auswerfen. Am weitesten verbreitet sind heute die folgenden Bremsentypen:

BremsentypenDetails
Sternbremse
  • Sternförmiges Rädchen auf der Kurbelseite
  • Normale Bremse, die die Schnur bei Zug freigibt
  • Einfluss darauf, wie stark der Fisch ziehen muss, um die Schnur von der Rolle zu ziehen
  • Bremse sollte möglichst leichtgängig und ruckfrei laufen
Mechanische Spulenbremse
  • Rädchen auf der Kurbelseite unter der Sternbremse
  • Stufenlos verstellbar
  • Beeinflusst, wie frei die Spule läuft
  • Sollte von Anfängern eher geschlossen werden
Magnetbremse
  • Besteht aus einem oder mehreren Magneten, die sich parallel zur Spule befinden
  • Wirkkraft des Magneten auf Spule durch kleines Drehrad gesteuert
  • Vor allem für Endphase des Wurfs praktisch, damit Spule nicht überdreht
  • Vorteil: Bringt größere Wurfweite
Drillbremse
  • Vor allem für das Angeln auf Hecht notwendig
  • Bremskraft von mindestens 7 kg erforderlich
Tipp: Sind dir sowohl Wurfweite als auch Wurfkomfort wichtig, solltest du dich nach Bremskombinationen umsehen. Beliebt sind beispielsweise Kombinationen aus Fliehkraft- und Magnetbremse.

Die Form:

Zu guter Letzt sei auch noch die Form erwähnt. Hier unterscheidet man Lowprofile- und Roundprofile-Rollen. Während die erste Rollenart flach ist, ist die zweite eher rund ausgeführt. Es gibt bei keiner Vor- oder Nachteile. Es handelt sich bei der Auswahl eher um eine Frage des persönlichen Geschmacks. Nimm die Rolle deshalb am besten einmal in die Hand. So erkennst du schnell, welche dir besser liegt.

Dadurch zeichnet sich die Baitcast Rute aus – leicht, schmal, griffig

Beim Baitcasting kommen im Wesentlichen die gleichen Ruten zum Einsatz wie beim Spinnfischen. Es gibt eigentlich nur zwei Unterschiede, die Beringung und den Griff.

Die Beringung:

Anders als bei der klassischen Spinnrute sind die Ringe nicht unten, sondern oben auf die Rute gebunden. Das hängt schlicht und einfach mit der Befestigung der Multirolle zusammen. Vor- oder Nachteile entstehen dadurch nicht. Als Sonderform sind hier lediglich sogenannte Spiral Guides zu nennen, die man an einigen Ruten findet. Dabei verlaufen die Ringe spiralförmig um die Rute. Der erste sitzt also oben, während sich die anderen immer weiter um den Blank drehen. Diese Form findet man vor allem bei Bigbait-Ruten. Ihr Vorteil besteht darin, dass die Kraftübertragung auf das Blank gleichmäßiger ist.

Der Griff:

Auch der Griff entspricht im Wesentlichen dem einer herkömmlichen Spinnrute. Seine Besonderheit besteht im sogenannten Trigger. Dabei handelt es sich um den typischen Griff in Form eines Gewehrabzugs. Hier wird der Zeigefinger eingeklemmt, während man die Rolle hält. Auf diese Weise hat man einen deutlich besseren Halt, was zu der typischen dynamischen und aktionsreichen Angelweise führt.

Das Gewicht:

Darüber hinaus ist vor allem das geringe Gewicht für das typische Angelerlebnis mit der Baitcaster verantwortlich. Hochwertige Rollen aus Carbon gibt es mit deutlich unter 200 g. Damit kannst du die Rute ermüdungsfrei in der Hand halten und hast immer ein optimales Gefühl für das Ziehen des Fisches und die Kontrolle des Köders.

Einsatzgebiete von Baitcast Ruten – ideal für Raubfischangler

Baitcast Ruten zeichnen sich vor allem durch ihre Vielseitigkeit aus. Man kann sie nicht nur zum Angeln vom Ufer aus, sondern auch auf dem Boot verwenden. Wichtig ist hierbei nur, dass man die passende Länge auswählt. Worauf es dabei ankommt, schauen wir uns in den nächsten Absätzen noch genauer an. Außerdem ist das Angeln sowohl im Süß- als auch im Salzwasser möglich. Bei der ersten Variante verwendet man beispielsweise ein Modell aus Graphit. Beim Angeln im Salzwasser greift man eher zu Fiberglas.

Die Technik des Baitcastens wird vor allem zum Angeln auf Raubfische genutzt. Am häufigsten geht es um folgende Arten:

  • Barsch
  • Zander
  • Hecht

Vor- und Nachteile von Baitcast Ruten

VorteileNachteile
  • Entspannter als z.B. Spinnruten. Eine Hand kurbelt, die andere hält an der Multirolle fest.
  • Durch Bestückung mit Multirollen (Baitcast-Rollen) mit Drill-Bremsen einfache und flexible Handhabung
  • Köder wird durch abbremsende Wirkung der Multirolle im Flug stabilisiert
  • Deutlich höhere Präzision als bei Spinnruten
  • Durch Multirolle direkter und gut spürbarer Köderkontakt
  • Geringes Gewicht
  • Sehr intuitives Angelerlebnis.
  • Wurfweite etwas kürzer als bei der Spinnrute
  • Viel Platz erforderlich
  • Höheres Ködergewicht erforderlich; mindestens 7 Gramm
  • Nicht gut für Auswurf gegen den Wind geeignet (Perückenbildung)
  • Vor allem Ruten mit Längen über 220 cm oft nur schwer zu bekommen
  • Verwendung anfangs etwas ungewohnt

So findest du die richtige Baitcast Rute – auf Länge und Wurfgewicht achten

Kommen wir nun zum wichtigsten Teil, der Auswahl. In diesem Teil unseres Ratgebers erfährst du, worauf du beim Kauf deiner Baitcast Rute besonders achten musst. Dabei gehen wir unter anderem auf die Länge, das Wurfgewicht, die Rolle und die passende Schnur ein.

Die richtige Rute für die Baitcast-Rolle

Zum Baitcasten verwendet man eine spezielle Angelrute. Sie ist so konstruiert, dass sich die Rolle oberhalb auf dem Blank befindet. So ist gewährleistet, dass der Angler die Schnur mit dem Daumen kontrollieren kann. Wichtig ist weiterhin der typische Triggergriff in Handnähe, in die der Zeigefinger eingelegt wird. Damit lässt sich der Köder punktgenau positionieren.

Welche Rute du darüber hinaus genau brauchst, hängt vor allem damit zusammen, welche Fischarten in welcher Größe du befischen willst. In Abhängigkeit davon wählst du dann die Köder und das Wurfgewicht der Rute. Wenn du noch neu im Thema bist und es am liebsten erst einmal mit einer guten Allround-Route versuchen willst, entscheidest du dich am besten für eine Rute mit einer Länge von 2,00 – 2,10 m und einem Wurfgewicht zwischen 10 und 25 g. Damit kannst du schon einmal viele Fischarten wie Rapfen, Salmoniden, aber auch Hechte beangeln.

Die richtige Länge finden:

Zu einer Baitcast Rolle passen am besten kürzere Angelruten. Die meisten Ausführungen haben eine Länge zwischen 1,80 und 2,20. Es gibt auch längere Modelle mit bis zu 3,30 m, die sind aber oft nur schwer zu bekommen. Welche davon, die richtige für dich ist, hängt unter anderem damit zusammen, wo du angelst. Stehst du am Ufer, musst du den Köder weiter auswerfen können. Dafür ist eine längere Angel besser geeignet. Wenn du vom Boot aus angelst, sollte deine Rute kürzer sein. So hast du auf dem kleinen Raum mehr Bewegungsfreiheit.

Darüber hinaus ist die Auswahl der Länge immer auch eine Gefühlsfrage und vom eigenen Angelstil abhängig. Geht es dir mehr um die Wurfweite, greifst du eher zu längeren Ausführungen. Ist dir hingegen Präzision wichtiger, entscheidest du dich für ein kürzeres Modell. Dadurch kannst du direkter mit dem Köder und dem Fisch interagieren.

Das passende Wurfgewicht:

Das Wurfgewicht einer Rute gibt dir Auskunft über ihre Belastbarkeit beim Wurf. Hat also das Modell, für das du dich interessierst, zwischen 50 und 100 g, dann verträgt die Rute einen Wurf mit 100 g Gewicht. Hierbei spricht man vom maximalen Wurfgewicht. Wenn du davon 20% abziehst, erhältst du das optimale Wurfgewicht, also das Gewicht, mit dem man die größten Weiten erreicht. Viele Hersteller geben das Wurfgewicht übrigens etwas niedriger an, als es tatsächlich ist. Wenn der Wert also knapp über der Grenze liegt, verkraftet ihn deine Angel immer noch gut. Ist er allerdings zu hoch, besteht die Gefahr, dass die Rute bricht. Das ist vor allem beim Brandungsangeln zu beachten, wo mit schweren Gewichten teilweise über 100 m weit geworfen wird.

In Deutschland unterscheidet man fünf Kategorien von Wurfgewichten:

TypenbezeichnungWurfgewicht
Ultraleichte Rute1 bis 10 g
Leichte Rute5 bis 30 g
Mittlere Rute40 bis 60 g
Schwere Rute50 bis 120 g
Ultraschwere Rute100 bis 250 g

Welches Wurfgewicht deine Ange haben sollte, hängt also vor allem damit zusammen, welche Fische du angeln willst und welche Montagen mit welchen Ködern du dabei verwenden willst. Weitere Aspekte, die berücksichtigt werden müssen, sind die Strömung und die Wassertiefe. So kannst du dir grundsätzlich merken, dass man bei größeren Fischen, stärkerer Strömung und größerer Tiefe auch ein höheres Wurfgewicht braucht.

Nehmen wir an, du willst Zander in einem Gewässer mit wenig Strömung und relativ flachem Wasser angeln. Hier ist in der Regel ein Wurfgewicht von 60 g ausreichend. Angelst du aber in einem Gewässer mit starker Strömung wie z. B. dem Rhein, sollte es schon ein Wurfgewicht von 80 g sein. Du siehst, beim Wurfgewicht sind einige Dinge zu berücksichtigen, die viel mit Erfahrung zu tun haben. Es empfiehlt sich also immer, sich vorab mit einigen Anglern zu unterhalten, die sich in dem Gewässer auskennen. So findest du schnell Empfehlungen, welche Gewichte sich in welchem Gebiet gut eignen und welche eher nicht. Wirf zum Beispiel einfach mal einen Blick in das Forum von blinker.de. Hier findest du auch zu anderen Themen viele praktische Tipps.

Für Anfänger empfehlen sich grundsätzlich schwerere Wurfgewichte ab 12 Gramm. Leichtere Köder sind nämlich windanfälliger und erfordern einiges an Wurfgefühl. Das gröbere Material schwerer Köder verzeiht Fehler beim Werfen hingegen eher. Außerdem kann man so erstmal ein besseres Gefühl für die Technik entwickeln.

Tipp: Am Ende des Absatzes findest du nochmal eine übersichtliche Tabelle, in der du auch Informationen zu den verschiedenen Materialien findest, aus denen Baitcast Ruten hergestellt werden.

Das musst du bei der Auswahl der Rolle beachten

Vor allem, wenn du mit der Baitcast-Rute hin und wieder leichte Köder auswerfen willst, solltest du der Rolle bei der Auswahl besondere Aufmerksamkeit widmen. Hier kannst du aber einen ganz einfachen Trick anwenden. Hast du im Laden eine Rolle gefunden, die deinen Preis- und Qualitätsvorstellungen entspricht, gehst du folgende kleine Checkliste durch:

  • Stell an der Rolle die geringste Bremskraft ein.
  • Dreh die Spulenbremse anschließend ganz locker und schieb die Spule von Hand an.
  • Beobachte, bei welchen Modellen die Spulen praktisch von allein weiterlaufen und bei welchen sie schnell wieder abstoppen.

Je leichter und länger sich die Spule dreht, desto besser sind die Wurfeigenschaften bei leichten und sehr leichten Ködern. Auf diesen Punkt solltest du genau achten, wenn du vor allem mit leichten Ködern angeln willst. Bedenke hierbei, dass mit der höheren Leichtgängigkeit auch ein höherer Preis einhergeht. Diese Rollenmodelle sind eher dem höheren Preissegment zuzuordnen. Wenn du hingegen ausschließlich mit schwereren Ködern arbeiten willst, kannst du ruhig zu einem etwas preisgünstigeren Modell greifen, das nicht ganz so leichtgängig ist.

Grundsätzlich gilt dabei, dass eine höhere Anzahl an Kugellagern für einen leichteren Lauf und somit für kleinere Köder spricht. Bei besonders hochwertigen Modellen für das ultraleichte Fischen, sind die Spulenlager üblicherweise aus Keramik hergestellt.

Ein kleiner Tipp:

Als Rechtshänder solltest du dir unbedingt eine Linkshand-Baitcast-Rolle anschaffen. Ansonsten kann die Köderführung schwierig werden, wenn du auf Raubfische angelst.

Monofile oder geflochtene Schnur?

Wenn du dich schon nach einer Baitcast Rute umgesehen hast, hast du sicher schon bemerkt, dass die Führungen für die Schnur hier kleiner sind als beispielsweise bei herkömmlichen Spinnruten. Das hängt damit zusammen, dass sich die Schnur hier gleichmäßiger von der Rolle abspult. Das ist auch der Grund dafür, dass eine Spinnrute nicht mit einer Baitcast-Rolle und eine Baitcast-Rute nicht mit einer typischen Spinn-Rolle verwendet wird.

Wenn du gerade erst in das Baitcasting einsteigst, haben wir einen kleinen Tipp für dich. Am besten fischt du mit einer geflochtenen Schnur. Sie hat nämlich zwei entscheidende Vorteile. Erstens ist die Kapazität größer und zweitens hast du damit mehr Kontrolle. Es ist aber auch so, dass die Wurfbewegung am Anfang noch nicht perfekt ist. Gerade zu Beginn kommt es häufig zu der gefürchteten Perückenbildung. Deshalb solltest du zu Beginn noch zu einer günstigen monofilen Schnur greifen. So kannst du erst einmal ein Gefühl für die Angel entwickeln. Wenn du dir einige Anleitungsvideos zur richtigen Technik angesehen hast, kannst du anschließend zu den geflochtenen Schnüren greifen.

Weitere Aspekte, die du bei der Auswahl beachten solltest

KaufkriterienDetails
Material Rute
  • Graphit: Vor allem für kleinere Fische zu empfehlen. Reine Süßwasserruten, die dem Angler volle Kontrolle über Schnurführung und Köder geben; höhere Aktion
  • Fiberglas: Eher bei größeren Fischen eingesetzt; kräftig, langlebig und gut für lange Drills geeignet: vor allem beim Meeresangeln und beim Fischen auf Hecht und Wels; Blank allerdings weniger beweglich
  • Auch Ruten aus Fiberglas-Graphit-Kombination erhältlich; kombinieren Vorteile beider Modelle
  • Bei den Rollen haben sich Gehäuse aus Messing bewährt, bei den Bremssystemen leichte Carbonfaser
Material Griff
  • Ruten der höheren Preiskategorie mit Korkgriff ausgestattet; Vorteil: gutes Handgefühl
  • Bei preisgünstigen Ruten eher Kunststoff oder Schaumstoff (EVA); Vorteil, langlebiger und leichter zu reinigen als Kork
Aktion
  • Möglichst schnelle Aktion wichtig (Spitzenaktion)
  • Erforderlich, um die vorsichtigen Barsch-Zupfer zu erkennen
  • Für kapitale Fische Fast-Action-Ruten zu empfehlen, bei denen sich nur das obere Drittel der Rute biegt
  • Slow-Action-Ruten mit Biegung von zwei Dritteln vor allem für Fische, die vorsichtig anbeißen, z. B. Barsche
  • Anfänger greifen zu Medium-Action-Ruten. Sie vereinen die Vorteile aus beiden Varianten.
Übersetzungsverhältnis
  • Je höher die Übersetzung, desto mehr Schnur wird pro Kurbelumdrehung aufgenommen
  • Relevant für Auswahl des Köders
  • Niedrige Übersetzung (Schnureinzug 60cm oder weniger pro Kurbelumdrehung); für Baits, die einfach nur eingezogen werden und hohen Wasserwiderstand haben: Crankbaits, Spinnerbaits, Topwater-Baits, Bucktailspinner
  • Hohe Übersetzung (Schnureinzug 70 cm und mehr pro Kurbelumdrehung): für Baits, die über Rute animiert werden; wichtig, schnell Schnur aufnehmen zu können, um Köderkontakt zu halten: Jerkbaits, Twitchbaits, Swimbaits, Vibrationsbaits, Blinker
  • Mittlere Übersetzung (Schnureinzug zwischen 60 und 70 cm pro Kurbelumdrehung): preisgünstiger Kompromiss, wenn man mit einer Combo möglichst viele Ködertypen nutzen will
Geangelter Fisch
  • Barsch: Weiche und kurze Ruten mit geringem Wurfgewicht
  • Hecht: harte Rute mit hohem Wurfgewicht; Länge variabel
  • Zander: Etwas härtere Rute und etwas härteres Wurfgewicht
Rutenringe:
  • Im höheren Preissegment Keramik sehr beliebt, da es sich weder bei monofilen noch bei multifilen Schnüren abnutzt

Die wichtigsten Hersteller von Baitcast Ruten und Zubehör

HerstellerBesonderheiten
Shimano
  • 1921 in Osaka gegründet
  • Ursprünglich Fahrräder hergestellt; seit 1970 im Angelsport aktiv
  • In der Anfangszeit vor allem Angelrollen hergestellt, Sortiment später um Angelruten und Zubehör erweitert
  • Viele Teile lassen sich nach persönlichen Bedürfnissen kombinieren
Daiwa
  • Kalifornisches Unternehmen
  • Führt neben Angelbedarf auch Tennis-, Golf- und Radsport-Bedarf
  • Erste Spinnrolle im Jahr 1955 hergestellt
  • Zum Sortiment gehören Ruten, Schnüren, Haken, Bekleidung, Angeltaschen und mehr
  • Beliebte Serien: Daiwa Infinty, Daiwa Exceler
Berkley
  • Marke von Pure Fishing
  • Zu beliebtesten Casting-Ruten gehören Pulse XCD, Skeletor XCD, Urban Camo, Cherrywood HD
  • Bei der Herstellung kommt vor allem Carbon zum Einsatz
  • Sortiment umfasst Köder, Schnüre, Taschen, Anglerkleidung

Daneben gibt es noch viele weitere Anbieter, bei denen du hochwertige Ruten, Rollen und Zubehör geboten bekommst. Ein paar davon haben wir dir in dieser kurzen Liste noch einmal zusammengefasst:

  • WFT
  • Dam
  • Berkley
  • Quantum
  • Jackson

Die drei beliebtesten Produkte und wichtiges Zubehör

Abu Garcia Revo SX-LH

(2 Rezensionen)
Abu Garcia Revo SX-LH

Besonderheiten

  • Maße: 6,4 x 4,7 x 3,1 cm
  • Gewicht: 340 g
  • Carbon-Matrix-Bremssystem mit 9 kg Bremskraft
  • 9 HPCR Kugellager
  • Rahmen aus X2-Cräftic Aluminium
  • Seitenplatten aus C6-Carbon
  • Lineare Magnetbremse
  • Extraleichte Spezialspule aus Flugzeug-Aluminium
  • Ergonomischer Kurbelarm

Die SX-Serie von Abu Garcia ist vor allem dann etwas für dich, wenn du auf der Suche nach einem hochwertigen Allrounder bist. Hier wird von Testern vor allem hervorgehoben, dass die Rolle mit einer großen Köderbandbreite genutzt werden kann. So wurde sie von einem Nutzer beispielsweise mit einer Rocksweeper Cast 15-60 Gramm verwendet. Egal, ob es um das Vertikalangeln oder das Spinnfischen mit großen Wobblern und Spinnerbaits geht, hier hat man neben dem Baitcasting noch viele weitere Nutzungsmöglichkeiten. Dabei wurde vor allem hervorgehoben, dass ihr sowohl hohe als auch sehr niedrige Gewichte gut liegen. Geangelt wurde beispielsweise mit Ködern von 70 – 80 g Gewicht, aber auch mit Ausführungen von unter 7 Gramm.

Als einzige kleine Schwäche wurde das Bremssystem genannt. So bietet die Magnetbremse zwar große Wurfweiten, allerdings ist sie für Anfänger nicht so leicht bedienbar. Mit etwas Übung sind aber alle Nutzer gut mit der Rolle zurechtgekommen. Wenn du also nach einem guten Allrounder suchst und dir nicht erst mehrere Baitcaster-Combos anschaffen willst, bist du hier richtig.

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Abu Garcia Veracity Cast

( Rezensionen)
Abu Garcia Veracity Cast

Besonderheiten

  • Maße: 230 x 4 x 3 cm
  • Gewicht: 1,6 kg
  • Material: Graphit, EAV-Gummi
  • Trigger-Haken für besonders zuverlässigen Griff
Gegenüber der Veritas zeichnet sich die rote Veracity durch ihr geringeres Gewicht aus. Auch in puncto Materialqualität überzeugt sie. Sie ist aus 36T Carbon gefertigt und mit MGS mit Titanringen versehen. Die Ringe sind dabei deutlich kleiner als üblich, wodurch die Wurfweite sich erhöht.

Du bist auf der Suche nach einer schnellen Rute? Dann solltest du einen Blick auf diese Rute werfen. Sie zeigt eine sensible Spitzenaktion im ersten Drittel und ist in den unteren 2 Dritteln angenehm straff. Sie ist deutlich weniger weich als die Veritas und damit vor allem für die geeignet, denen der Kontakt zum Köder am wichtigsten ist. Das heißt aber auch, dass die Aufladung im unteren Gewichtsbereich nicht ganz optimal ist. Ausgeglichen wird dies durch das sehr gute Handling und das herausragende Preis-Leistungs-Verhältnis.

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KastKing Spartacus Multirolle

(13 Rezensionen)
KastKing Spartacus Multirolle

Besonderheiten

  • Gewicht: 205 g
  • Übersetzung: 6.3:1
  • Dualbremssystem: Zentrifugale und magnetische Bremse (Carbonfaser)
  • Anodisierte Aluminiumspule
  • Hochwertige Messingzahnräder
Nutzer schätzen bei dieser Rolle zunächst einmal die für den günstigen Preis sehr gute Verarbeitung. Die Rolle ist mit einem stabilen Kunststoffkörper und einer roten Aluminiumspule versehen. So zeichnet sie sich nicht nur durch ihr geringes Gewicht, ihre Stabilität, sondern auch noch durch ihre hochwertige Optik aus.

Im Wasser überzeugt die Rolle mit ihrem ruhigen und leichten Laufverhalten. Anfängern wird empfohlen, sie eher mit größeren Ködern zu verwenden. Häufig verwendet wurden Jerkbaits mit mehr als 40 g. Dabei wird darauf hingewiesen, dass man die Köder nicht zu schnell und abrupt auswerfen sollte, da es sonst zum Reißen der Schnur und zur Entstehung von Vogelnestern kommen kann.

Im Drill zeigte sich die Rute durchweg überzeugend. Beim Drill lief die präzise einstellbare Sternbremse absolut ruckfrei an. So konnten auch kleinere Hechte problemlos angelandet werden. Als kleiner Nachteil wurde genannt, dass die Schnur leicht linkslastig aufspult. Sonst bekommst du hier aber eine preisgünstige Angel geboten, mit der du für die verschiedensten Einsatzbereiche vorbereitet bist.

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Dieses Zubehör benötigst du

Du stellst dir gerade erst deine erste Angelausrüstung zusammen? Dann braucht es neben der Rute, der Rolle und der Schnur noch einiges an Zubehör. Damit du einen ersten Überblick hast, haben wir dir die wichtigsten Zubehörteile an dieser Stelle noch einmal zusammengefasst:

  • Angelhaken
  • Anglerblei
  • Futterkörbe
  • Schockabsorber
  • Köder

Daneben gibt es aber noch viele weitere Extras, die dir das Angeln leichter machen. Hast du zum Beispiel schon nach einem Bissanzeiger, einem Kescher, einem Karpfengreifer oder einer geräumigen Anglertasche gesucht? Nein? Kein Problem! Wir erweitern unsere Ratgeber regelmäßig, sodass du dich hier jederzeit über alle wichtigen Themen informieren kannst.

Tipps zur Pflege deiner Baitcast Rute und Rolle

Natürlich willst du lange deine Freude an deiner neuen Baitcaster Angel haben. Deshalb ist es wichtig, dass du sie gewissenhaft pflegst. Gerade nach einem Tag am Salzwasser kann das Material nämlich ganz schön in Mitleidenschaft gezogen sein.

Die Pflege der Rute

Während die meisten Angler ihren Rollen oft die gewissenhafteste Pflege angedeihen lassen, werden die Ruten nicht selten stiefmütterlich behandelt. Dabei ist es auch hier wichtig, regelmäßig Verschmutzungen zu entfernen.

Zuerst reinigst du deshalb die Blanks und die Griffe. Leg die Rute am besten für eine Minute in lauwarmes Wasser mit milder Seifenlauge. Anschließend schrubbst du sie mit einer nicht zu harten Bürste ab. Auf diese Weise entfernst du die gröbsten Verschmutzungen. Wichtig sind dabei vor allem die Steck- und Teleskopverbindungen. Hier lagern sich nämlich mit Vorliebe Verunreinigungen ab. Vergiss auch die Rollenhalter und Rutenringe nicht. Damit du gut an alle Stellen kommst, nimmst du die Reinigung am besten in der Badewanne vor. Du wirst erstaunt sein, wie viel Schmutz sich dabei vor allem aus dem Griff löst, unabhängig davon, ob es sich um Kork oder Duplon handelt.

Wenn kein Schmutz mehr herauskommt, spülst du die Rute mit klarem Wasser ab und schrubbst die Oberfläche vorsichtig ab. Sei dabei vor allem bei Korkgriffen vorsichtig, damit sich keine Partikel herauslösen. Ist alles getrocknet, schleifst du den Griff noch einmal mit feinem Schleifpapier nach (Körnung 350).

Tipp: Auf spezielle Reinigungsmittel wie Lacke und Öle solltest du verzichten, da sie den Kork verdunkeln und ihn versiegeln. Das kann dazu führen, dass er anfängt zu schimmeln.

So reinigst du deine Rolle

Der empfindlichste Teil der Rute ist natürlich die Angel. Gerade hier ist es wichtig, nicht nur gewissenhaft zu reinigen, sondern immer auch mal ein wenig nachzuölen und die optimale Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Das ist aber nicht ganz so einfach. Deshalb haben wir dir an dieser Stelle ein kurzes Video verlinkt, indem Schritt für Schritt erklärt wird, wie du deine Rolle richtig pflegst:

So entgeht dir kein Fisch mehr – die wichtigsten Tipps

Das Baitcast Angeln ist eine Technik, die ein wenig Übung erfordert. Gerade am Anfang gibt es oft Probleme mit den gefürchteten Vogelnestern, Perücken und geringen Wurfweiten. In der Regel braucht es aber nur ein wenig Übung und ein paar Tipps. Die wichtigsten findest du zusammen mit einer praktischen Anleitung in diesem Abschnitt.

Die richtige Wurftechnik

Die Freigabe der Schnur:

Die Freigabe der Schnur ist bei Baitcast-Rollen einfacher als bei Stationärrollen. Hier muss nicht erst der Bügel umgelegt werden. Es reicht völlig, wenn du den Daumen auf den Spulenkern legst und damit auf den Auslöseschalter heruntergleitest. Dann drückst du ihn herunter und blockierst mit der Spitze des Daumens gleichzeitig die Spule. So verhinderst du, dass sie nicht unkontrolliert abläuft. Wenn du die Schnur ausgeworfen hast, drehst du die Kurbel einfach einmal nach vorn. Auf diese Weise springt der Freilauf heraus, sodass die Spule wieder mit der Bremskraft blockiert ist, die du vorher eingestellt hast. Auf diese Weise ist das besonders dynamische und schnelle Fischen möglich, dass für das Baitcasting typisch ist.

Das Auswerfen der Rolle:

Zunächst einmal empfiehlt es sich immer, den Köder mit eher seitlich gehaltener Angelrute auszuwerfen. Um dabei zusätzlich noch ein wenig Geschwindigkeit aufzubauen, verbindest du das Ganze mit einem knackigen Schwung aus der Hüfte. Vermeide auf jeden Fall Überkopfwürfe. Darunter leidet nicht nur die Präzision. Sie sind auch anstrengend und können nach einem langen Angeltag zu Belastungsschmerzen führen.

Auch beim Köder ist eine Besonderheit zu beachten. Der Köder sollte sich vor dem Wurf sehr viel näher an der Rutenspitze befinden, als es bei Stationärrollen der Fall ist. Die Länge des Schnurpendels sollte maximal 30 cm betragen. Damit du dir das Ganze noch ein wenig besser vorstellen kannst, haben wir dir hier noch ein kurzes Video verlinkt, indem du hilfreiche Tipps bekommst:

Tipp: Gerade wenn du anfängst, mit einer Baitcast-Rolle zu angeln, solltest du erst einmal mit schweren Kunstködern üben. Wenn du allmählich ein Gefühl für Rute und Rolle bekommst, kannst du zu leichteren Ködern wechseln.

Hinweise zum Werfen gegen den Wind

Viele Angler beachten nur Faktoren wie die Rolle oder die Spule, wenn sie Probleme mit der Wurfweite haben. Das gilt vor allem, wenn sie ihre Angel gegen den Wind auswerfen. Tatsächlich handelt es sich hier aber oft um eine Frage des Wurfs. Gerade das Werfen gegen den Wind erfordert bei größeren Ködern mit eher leichterem Gewicht einiges an Übung. Die weisen im Flug nämlich einen gewissen Luftwiderstand auf. So geht der Schwung unterwegs mitunter verloren, auch wenn die Spule immer mit der gleichen Kraft aktiviert wird. Bei stärkerem Windaufkommen kann sich also die Verwendung von Bleien und eher kleineren Ködern anbieten. Auch gibt es spezielle Rollen, die Einflussfaktoren wie den Windwiderstand minimieren.

Hinweise zur Nutzung der mechanischen Spulenbremse

Bei der mechanischen Bremse handelt es sich um das stufenlos einstellbare Rädchen auf der Kurbelseite. Damit kannst du beeinflussen, ob die Spule frei lauen oder leicht schleifen soll. Wenn du gerade erst mit dem Baitcast Angeln anfängst, solltest du die Bremse so weit wie möglich schließen. Das vereinfacht das Werfen deutlich. Allerdings gehen damit auch Energie und Wurfweite verloren. Ein guter Richtwert ist hier, dass der Köder langsam zu Boden sinken kann, wenn die Freigabetaste aktiviert ist.

Wenn du schon ein wenig Übung hast, kannst du die Bremse ruhig ein wenig weiter öffnen. Es ist auch möglich, sie komplett zu deaktivieren. Hier musst du aber genau darauf achten, dass die Spule kaum seitliches Spiel hat. Vor allem, wenn du leichte Gewichte verwendest, kann mit einer falschen Einstellung viel Weite verloren gehen.

Darauf achten Angler bei der Auswahl besonders

Wie bei den anderen Angelarten ist es auch bei den Baitcastern immer empfehlenswert, sich einige Testberichte durchzulesen. So kannst du dir schnell ein Bild machen, worauf Nutzer besonders viel Wert legen. Einige Tests findest du beispielsweise unter den folgenden Links. So kannst du dir schon einmal ein erstes Bild davon machen, welche Stärken und Schwächen sich bei vielen Angeln häufig erst nach einiger Nutzugszeit zeigen.

Ein wichtiger Aspekt ist beispielsweise das Gewicht. Gerade bei längeren Angeltouren ist es wichtig, die Angel lange Zeit ermüdungsfrei in der Hand halten zu können. Dank hochwertiger Materialien wie Carbonfaser können viele Angeln mittlerweile mit deutlich unter 200 g gefertigt werden. Viel Wert wird weiterhin auf das Laufverhalten gelegt. Es sollte ruhig und gleichmäßig sein. Oft zeigt sich aber bei längerem Gebrauch das Problem, dass die Schnur Drall zu einer Seite hin hat. Auf diesen Punkt solltest du bei der Auswahl also achten.

Daneben sind vor allem zwei Faktoren relevant: Die Köderführung und die Bisserkennung. Es ist wichtig, dass du immer direkten Kontakt zum Köder hast und dass du sofort erkennst, wenn ein Fisch angebissen hat. In Testberichten solltest du deshalb vor allem auf eine flexible Spitzenaktion achten. So erkennst du auch, wenn ein Fisch den Köder nur ansaugt.

Zu guter Letzt spielt in Tests auch das Handgefühl eine Rolle. Hier werden beispielsweise Griffe aus Kork bevorzugt. Sie liegen angenehmer in der Hand und sind lediglich ein klein wenig pflegeintensiver.

FAQ

FrageAntwort
Meine Rolle überdreht. Woran kann es liegen?
  • Dieses Problem tritt häufig auf, wenn die Spule zu prall gefüllt ist. Wickle Sie am besten nur halb mit Schnur auf.
Welche Köder sollte ich am Anfang verwenden?
  • Zum Üben eignen sich z. B. Wobbler mit gebrochener Schaufel.
  • Generell sollten kompakte Köder und Ausführungen mit Weitwurfsystem genutzt werden.

Fazit

So, nun sind wir auch schon wieder am Ende unseres kleinen Ratgebers. Du hast gesehen, dass das Baitcast Angeln ein ganz besonderer Spaß ist, der sich vor allem durch seine hohe Dynamik auszeichnet. Hier hast du dank des geringen Rutengewichts, der ausgezeichneten Spitzenaktion und der besonders leichten Baitcast-Rollen immer die volle Kontrolle und kannst deinen Köder optimal animieren. Zu den Highlights unter den Ruten gehören dabei ganz klar die Modelle von Abu Garcia, Berkley und Shimano. Ein paar davon hast du bei uns kennengelernt. Doch es gibt noch viel mehr zu entdecken. Dabei wünschen wir dir viel Spaß. Bis bald!

Weiterführendes

Seite mit vielen Blogbeiträgen und aktiv genutztem Forum:

Umfangreicher Abu-Garcia-Blog von Dirk Nestler, der sich mit allen wichtigen Themen des Baitcastings beschäftigt:

Seiten der Hersteller:

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