Alles, was man zum Angeln braucht, ist etwas Freizeit, eine Angelrute, Schnur, Angelhaken und Köder. Über eine Million Angler sind in
Deutschland in Vereinen bzw. Verbänden organisiert und um etwa 800.000 ha deutscher Binnengewässer versammelt. "Angel-Sport-Fischen" bietet einen
Überblick für Fachbegriffe, Anglerlatein und Artenvielfalt.
Unsere Empfehlung: Falls einmal größere "Bauarbeiten" an Ihrer Angelausrüstung anstehen,
empfiehlt sich oft ein besonders geeigneter Akkuschrauber.
(lat.) Bachsaibling. Zur Gattung der Saiblinge (Salvelinus) gehörend, bis etwa 1 m lange, heringsförmige Lachsfische in kühlen, sauerstoffreichen Süß- und Meeresgewässern der Nordhalbkugel und meist ein geschätzter Speisefisch mit weißer Randzeichnung an Brust-, Bauch-, After- und Schwanzflosse.
In europäischen Gewässern kam ursprünglich nur der, bis 60 cm lange Wandersaibling (Rotforelle, Salvelinus alpinus) vor: Rücken blaßblau, Seiten blaugrau oder grün, mit kleinen roten bis orangegelben Flecken, Bauch leuchtend rot. Sie lebt als Wanderform mindestens vier Jahre im Nordpolarmeer und steigt dann zur Fortpflanzung im Herbst flußaufwärts. Die Jungen bleiben etwa 3-4 Jahre im Süßwasser. Um 1884 wurde der in Fließgewässern Nordamerikas heimische Bachsaibling (Salvelinus fontinalis) in Deutschland eingeführt. Der Bachsaibling ist etwa 20-40 cm lang, sein Rücken ist auf dunkel olivgrünem Grund hell marmoriert, die Körperseiten sind heller und gelblich oder rot gepunktet während der Bauch gelblich oder rötlich gefärbt ist. Zahlreiche gelbliche und rote Punkte, oft blau umrandete, auf dunkelolivfarbenen Schuppen und sein weißer Bauch machen den Bachsaibling unverwechselbar. Der Bachsaibling bevorzugt sauerstoffreiches Wasser, kommt aber im Gegensatz zur Bachforelle auch gut mit kanalisierten Bachstrecken, wie beispielsweise Mühlgräben, gut zurecht. Im Schnitt wird er 300 bis 400 Gramm schwer, Ausnahmefische bringen es auf über 5 Pfund. Kreuzungsbastarde zwischen dem Bachsaibling und der Bachforelle werden als Tigerforellen bezeichnet, solche zwischen Bach- und Seesaibling als Elsässer Saibling.
In geeigneten Seen entwickelten sich stationäre Formen, die zur Zucht in kühlen Alpenseen ausgesetzt wurden (Seesaibling, Salvelinus alpinus). Den Seesaibling findet man hauptsächlich in tiefen, sauerstoffreichen Seen der Alpen, Skandinaviens und Nordostamerikas. Seesaiblinge können auch in über 2000 Metern Höhe leben, bleiben dort allerdings sehr klein. Bei uns kommen drei Formen vor, die Zwergrasse Schwarzreuter, die normalwüchsige Form und der relativ große Wildfangsaibling. Dieser lebt räuberisch und kann über 10 Pfund schwer werden.